Bahnhof Darmstadt Süd
| Darmstadt Süd | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Darmstadt-Bahnhof-Sued2.jpg Empfangsgebäude (Straßenseite)
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| Daten | ||||||
| Betriebsstellenart | Haltepunkt | |||||
| Bahnsteiggleise | 2 | |||||
| Abkürzung | FDS | |||||
| IBNR | 8001377 | |||||
| Preisklasse | 5 | |||||
| Eröffnung | 1912 | |||||
| Profil auf bahnhof.de | Darmstadt-Sued | |||||
| Architektonische Daten | ||||||
| Architekt | Friedrich Mettegang | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Darmstadt | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Hessen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 49° 51′ 20″ N, 8° 38′ 12″ O
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Hessen | ||||||
Der Bahnhof Darmstadt Süd liegt an der Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg in Darmstadt. Der ehemalige Durchgangsbahnhof wurde mittlerweile zum Haltepunkt umgewandelt. Das Empfangsgebäude ist ein Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.
Geschichte
Erster Bahnhof
Der erste Bahnhof entstand an der ursprünglichen Trasse der Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg, an der Ecke Donnersbergring und Bessunger Straße. Am 15. Oktober 1879 wurde er unter der Bezeichnung Bessungen in Betrieb genommen und am 27. November 1902 in Darmstadt Süd umbezeichnet. Er diente dem Personen- und Güterverkehr.
Zweiter Bahnhof
Mit dem Neubau des Darmstädter Hauptbahnhofs mussten auch die zuführenden Strecken nach Westen verschoben und tiefer gelegt werden. Der Bahnhof erhielt seinen heutigen Standort und wurde neu errichtet. Eröffnet wurde der neue Bahnhof zusammen mit dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Darmstadt Nord am 28. April 1912. Der planmäßige Verkehr nutzte ihn ab dem 1. Mai 1912.<ref> Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 16. März 1912, Nr. 14. Bekanntmachung Nr. 161, S. 82. </ref>
Während des Ersten Weltkriegs wurde der Gepäck-, Expressgut- und Eisenbahnpaketverkehr im Haltepunkt Darmstadt Süd eingestellt.<ref> Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 30. Juni 1917, Nr. 35. Bekanntmachung Nr. 490, S. 209. </ref>
Zum 1. Januar 2008 erwarb der britische Immobilieninvestor Patron Capital das Empfangsgebäude im Paket mit anderen Bahnhofsgebäuden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Im Jahr 2020 wurde die Station mit einem Betonsteg und einem Fahrstuhl barrierefrei ausgebaut. Zusätzlich wurde der Bahnsteig erneuert und erhöht. Die Kosten betrugen 5,7 Millionen Euro.<ref>echo-online.de: Arbeiten am Darmstädter Südbahnhof laufen, 8. April 2020</ref> Der ehemalige, nicht barrierefreie Bahnsteigzugang durch das Empfangsgebäude wurde geschlossen.
Das Empfangsgebäude wird nach denkmalschutzgerechter Sanierung im Jahr 2025 als Studentenwohnheim weitergenutzt.<ref>Ben Schöffel: Studenten sollen ab Oktober im Südbahnhof wohnen. In: tvdarmstadt.de. TV Darmstadt, 29. Juli 2025, abgerufen am 16. September 2025.</ref>
Architektur
Der Entwurf zum neuen Südbahnhof im Klassizismus und Heimatstil stammt vom Baurat der Eisenbahndirektion Mainz, Friedrich Mettegang. Das kubische Gebäude besitzt eine verputzte Fassade und Fenster mit liegenden Sprossen und Klappläden. Ein Balkon auf vier quadratischen Säulen stehend weist die Straßenfront auf. Den oberen Gebäudeabschluss bildet ein Walmdach, das auf der Ostseite eine breite, abgewalmte Fledermausgaube mit mittiger Runduhr zeigt. Die Gauben haben eine Holzverkleidung, die durch Kassetten- und Rautenmotive sowie gedrehte Rundsäulen dekoriert ist.
Verkehrliche Bedeutung
Am Haltepunkt halten Züge der Regionalbahnlinie RB 68. Seit dem Fahrplanwechsel 2011/2012 am 11. Dezember 2011 ist der Südbahnhof auch Haltepunkt für die am Darmstädter Hauptbahnhof beginnende Pfungstadtbahn, der RB 66. Diese fährt im Berufsverkehr, nach Halt im Darmstädter Hauptbahnhof, weiter nach Groß-Umstadt Wiebelsbach beziehungsweise Erbach als RB 81 oder RE 80.
| Linie | Verlauf | Takt | Betreiber
Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 6X Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 6X |
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Der Südbahnhof besitzt außerdem Haltestellen der Buslinien H (Darmstadt Anne-Frank-Straße – Darmstadt Alfred-Messel-Weg bzw. Kranichstein Kesselhutweg) sowie R (Darmstadt Böllenfalltor – Darmstadt Nordbahnhof) der HEAG mobilo.
Literatur
- Stadt Darmstadt. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsges., Braunschweig 1994, ISBN 3-528-06249-5, S. 450.
Einzelnachweise
<references/>