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Bahnhof Bickenbach (Bergstr)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bickenbach (Bergstr)
Bickenbacher (Bergstraße) Bahnhof- Bahnhofsgebäude- vom Bahnsteig zu Gleis 2 aus 19.5.2012.JPG
Empfangsgebäude Bickenbach (Bergstr)
2012, vor der Bahnsteigerneuerung
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung FBI
IBNR 8000948
Preisklasse 5
Eröffnung 1848
Profil auf bahnhof.de bickenbach-bergstr
Architektonische Daten
Architekt Georg Moller
Lage
Stadt/Gemeinde Bickenbach
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 45′ 35″ N, 8° 36′ 12″ OKoordinaten: 49° 45′ 35″ N, 8° 36′ 12″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Bickenbach (Bergstr)
Bahnhöfe in Hessen

Der Bahnhof Bickenbach (Bergstr) (bis 1932 Bahnhof Bickenbach (Hess)) ist der einzige Bahnhof in der Gemeinde Bickenbach in Hessen. Er befindet sich im Tarifgebiet des RMV.

Geschichte

Datei:Bickenbacher (Bergstraße) Bahnhof- auf Bahnsteig zu Gleis 2- Richtung Frankfurt am Main 19.5.2012.JPG
Die Bahnsteiganlagen des Bahnhofs (2012, vor der Bahnsteigerneuerung)

1846 wurde die Bahnstrecke Frankfurt am Main–Heidelberg, eröffnet. Obwohl anfangs nur wenige Halte geplant waren, wurde bereits im Jahr 1848 ein Bahnhof für den damals nur etwa 950 Einwohner zählenden Ort<ref>Bickenbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> errichtet. Der Entwurf des Bahnhofs soll vom Darmstädter Stadtbaumeister Georg Moller stammen.

Im Dezember 1894 wurde mit dem Bau einer Zweigstrecke von Bickenbach in die benachbarte Gemeinde Seeheim-Jugenheim begonnen. Im Juli 1895 war die Bahnstrecke Bickenbach–Seeheim fertiggestellt und konnte am 6. Juli 1895 eröffnet werden.

Zum 22. Mai 1932 – zum Beginn des Sommerfahrplans – wurde der Bahnhof von Bickenbach (Hess) in Bickenbach (Bergstr) umbenannt.<ref> Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hg.): Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz vom 9. April 1932, Nr. 15. Bekanntmachung Nr. 210, S. 82. </ref>

Im Zweiten Weltkrieg war der Bahnhof mehrfach Ziel von Luftangriffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Bahnstrecke Bickenbach–Seeheim (Memento vom 16. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref>

Am 31. Dezember 1955 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Bickenbach–Seeheim eingestellt. Der Güterverkehr folgte zum Juli 1960. Im März 1961 wurde die Strecke schließlich abgebaut.

Das Bahnhofsgebäude befindet sich nicht mehr im Besitz der Bahn AG oder deren Tochtergesellschaften.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Echo online vom 24. September 2013.</ref>

Bei der Modernisierung 2016/2017 wurde der Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3 abgerissen und durch einen neuem Außenbahnsteig an Gleis 3 ersetzt. Damit dient das mittlere der drei Gleise nur noch dem Durchgangsverkehr. Der Hausbahnsteig wurde ebenfalls abgerissen und einige Meter weiter nördlich neu errichtet. Heute haben beide Bahnsteige eine Länge von 210 Meter und eine Höhe von 76 Zentimeter.<ref>Claudia Stehle: Stufenlos in den Zug. In: echo online. 1. Dezember 2016, abgerufen am 19. August 2018.</ref>

Infrastruktur

Gleisanlagen

Der Bahnhof ist seit dem Jahr 2017 barrierefrei ausgebaut. Er besitzt zwei Bahnsteiggleise mit jeweils einem Außenbahnsteig. Die Bahnsteige sind über eine Fußgängerunterführung südlich des Bahnhofs miteinander verbunden.

Gleis 1 dient dem Regionalverkehr in Richtung Frankfurt sowie als Durchgangsgleis für den Fern- und Güterverkehr.

Gleis 2 besitzt heute keinen Bahnsteig mehr und dient dem Fern- und Güterverkehr als Durchgangsgleis.

Gleis 3 dient dem Regionalverkehr in Richtung Mannheim/Heidelberg.

Die durchgehenden Hauptgleise sind im Bahnhofsbereich weitgehend mit 150 km/h befahrbar, ein Geschwindigkeitseinbruch gegenüber den beidseitig anschließend zulässigen 160 km/h. Das Gleis 3 kann mit 60 km/h befahren werden.

Unmittelbar nördlich schließt sich der Bahnhofsteil Bickenbach Nord an, der weitere vier Gleise besitzt. Dort beginnt auch das Anschlussgleis des Bundeswehr-Depots Pfungstadt.

Bahnhofsvorplatz

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich neben einem Park+Ride-Parkplatz eine Bushaltestelle, von der aus Verbindungen in die umliegenden Orte bestehen.

Verkehr

Bahnverkehr

Im Bickenbacher Bahnhof halten neben der Regionalbahn der RMV-Linie RB 68 auch die Regionalexpress-Züge der Linie RE 60. Werktags werden im Berufsverkehr einige zusätzliche Fahrten angeboten. Die Züge der Linie RB 68 fahren zwischen Frankfurt und Heidelberg.

Linie Verlauf Takt

Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 6X Vorlage:Linienverlauf SPNV RMV 6X

Busverkehr

Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 wird der Bickenbacher Bahnhof planmäßig von zwei Buslinien der DADINA bedient:<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der Dadina zum Fahrplanwechsel 2014/2015 vom 9. Dezember 2014. (Memento vom 27. Mai 2015 im Internet Archive)</ref>

Linie Linienverlauf
BE1 Bahnhof Bickenbach – Seeheim – Eberstadt Wartehalle
BE2 Bahnhof Bickenbach – Alsbach – Hähnlein Neue Schule

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>