Bahnhof Berlin-Spindlersfeld
| Berlin-Spindlersfeld | ||||||
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| Spindlersfeld railway station-2011-03-22a.jpg Haltepunkt mit dem Ende der Zweigbahn
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| Daten | ||||||
| Betriebsstellenart | Haltepunkt | |||||
| Bahnsteiggleise | 1 | |||||
| Abkürzung | BSPF | |||||
| IBNR | 8089088 | |||||
| Preisklasse | 5<ref>Stationspreisliste 2020. (PDF; 1,55 MB) In: Deutsche Bahn. Deutsche Bahn, 1. Januar 2020, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Eröffnung | 01. April 1892 | |||||
| Webadresse | [1] | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Berlin | |||||
| Ort/Ortsteil | Köpenick | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Berlin | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 52° 28′ 10″ N, 13° 28′ 3″ O
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe in Berlin | ||||||
Der Bahnhof Berlin-Spindlersfeld ist eingleisiger Sackbahnhof im Ortsteil Köpenick des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick. Er liegt an der Zweigbahn Schöneweide–Spindlersfeld und wurde im Jahr 1892 eröffnet. Betrieblich gesehen ist die Station ein Haltepunkt, diese ist Endpunkt der S47 der Berliner S-Bahn.
Lage
Der Bahnhof liegt als Endbahnhof ebenerdig im Berliner Ortsteil Köpenick. Der Bahnsteig verläuft mit einer Länge von etwa 150 Metern parallel zur Ernst-Grube-Straße. Neben dieser ist der Haltepunkt auch von der Oberspreestraße zu erreichen. Durch das überqueren dieser bietet sich an der S Spindlersfeld genannten Straßenbahn Haltestelle südlich des Bahnhofs ein Umstieg zur Straßenbahn an. Die gleichnamige Bushaltestelle befindet sich südwestlich des Bahnhofs in der Oberspreestraße. Während sich rund um den Bahnhof in allen Himmelsrichtungen außer dem Westen Wohngebiete befinden, liegt in diesem ein Recyclinghof.
Geschichte
Die Inbetriebnahme des Bahnhofs fand am 1. April 1892 statt, obwohl der Verkehr bereits seit dem 15. November 1891 fuhr. Ab dem 15. August 1903 wurde auf der Strecke ein elektrischer Versuchsbetrieb mit Oberleitung und niederfrequentem Wechselstrom (6 kV 25 Hz) aufgenommen.<ref>Frühgeschichte elektrischer Bahnen in Preußen. In: Preußen-Report. Band 10. Hermann Merker Verlag, Fürstenfeldbruck, ISBN 3-89610-005-X, S. 12.</ref> Am 1. März 1906 endete der Versuchsbetrieb nach rund drei Jahren, um Baufreiheit für die Höherlegung der Görlitzer Bahn zu schaffen. Am 1. Februar 1929 begann der zweite elektrische Betrieb, diesmal erfolgte er über eine seitliche, von unten bestrichene Stromschiene und 750 V Gleichstrom, das Stromsystem der Berliner S-Bahn. Anschlussgleise gab es zum VEB Rewatex, ehemals Firma W. Spindler, und ab Ende der 1980er Jahre zum VEB Dampfkesselbau, später dann VEB Behälterbau. 1983 riss die DR die südliche der beiden Ladestraßen ab und legte stattdessen vier neue Gütergleise an.<ref name="ssb Spindlersfeld">Mike Straschewski: Spindlersfeld. In: www.stadtschnellbahn-berlin.de. 26. Oktober 2008, abgerufen am 19. März 2017.</ref>
1988 wurden im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen die mechanischen Stellwerke Spf und Swt geschlossen und in den Aufsichtsräumen am Bahnhof ein elektromechanisches Stellwerk Spf in Betrieb genommen. Der bisher durch das Wärterstellwerk Swt überwachte Bahnübergang wurde in die Fahrstraßenabhängigkeit der ihn deckenden Hauptsignale gebracht. Die Formsignale wurden durch Hl-Signale ersetzt. Nach der Wende folgte die Abtragung der Anlagen für den Güterverkehr sowie des Anschlussgleises Rewatex. Heute sind neben einigen Gleisfragmenten im Boden kaum noch Erinnerungen an die frühere Bedeutung der Anlage übrig geblieben.<ref name="ssb Spindlersfeld" />
2006 wurde der Bahnsteig bis zur Oberspreestraße hin verschoben, wodurch sich der Umsteigeweg von der S-Bahn zur Straßenbahn nach Köpenick beziehungsweise Adlershof verkürzt. Der alte Zugang an der Ernst-Grube-Straße blieb erhalten. Das 1988 im Aufsichtsgebäude eingerichtete Stellwerk ging am 12. November 2010 außer Betrieb, der Bahnhof wurde betrieblich zu einem Haltepunkt herabgestuft. Der Bahnübergang Bernstadter Weg wird seitdem durch den Triebfahrzeugführer mittels Überwachungssignalen überwacht. Auf der gesamten Strecke ist seitdem ein Stichstreckenblock eingerichtet, zuständig ist der Fahrdienstleiter in Schöneweide.<ref name="ssb Spindlersfeld" /><ref>S-Bahn Fahrdienstleiter.CL | Stellwerk Spf. Abgerufen am 17. Januar 2026.</ref>
Anbindung
Der S-Bahnhof wird von der Linie S47 der Berliner S-Bahn bedient. Es bestehen Anschlussmöglichkeiten zu den Tramlinien 61 und 63 sowie zur Omnibuslinie 165 und im Nachtverkehr zur N64.<ref>https://sbahn.berlin/fileadmin/user_upload/Bahnhoefe/Umgebungsplan/Spindlersfeld.pdf</ref>
| Linie | Verlauf | Takt in der HVZ |
|---|---|---|
| Datei:Berlin S47.svg | Südkreuz – Tempelhof – Hermannstraße – Neukölln – Köllnische Heide – Baumschulenweg – Schöneweide – Oberspree – Spindlersfeld | 20 min |
Weblinks
- Umgebungsplan des Bahnhofs
- Bahnhofseintrag der S-Bahn Berlin GmbH
- Bahnhof Berlin Spindlersfeld auf stadtschnellbahn-berlin.de
Einzelnachweise
<references />