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Bariumchromat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von BaCrO4)
Strukturformel
Bariumion Chromation
Allgemeines
Name Bariumchromat
Andere Namen
  • Barytgelb
  • Ultramaringelb/Ultramarin yellow
  • Permanent yellow
  • C.I. 77103
  • C.I. Pigment Yellow 31
Summenformel BaCrO4
Kurzbeschreibung

gelber geruchloser Feststoff<ref name=roempp>Eintrag zu Bariumchromat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 233-660-5
ECHA-InfoCard 100.030.587
PubChem 25136
ChemSpider 23481
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 253,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

4,5 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

210 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,34 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.782">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302+332​‐​350
P: 202​‐​210​‐​220​‐​301+312​‐​304+340+312​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
MAK

0,5 mg·m−3 Barium<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumchromat ist ein Bariumsalz der Chromsäure. Es besitzt die Formel BaCrO4 und gehört zu Stoffgruppe der Chromate.

Vorkommen

Datei:Hashemite.jpg
Hashemit aus der Typlokalität Lisdan-Siwaga Falte, Jordanien

Als natürliche Mineralbildung wurde Bariumchromat erstmals in der Lisdan-Siwaga Falte im Daba-Siwaqa-Komplex innerhalb der Region Hashem des jordanischen Gouvernement Amman entdeckt und von Phoebe L. Hauff, Eugene E. Foord, Sam Rosenblum und Walid Hakki erstbeschrieben.<ref></ref> Das Mineral wurde 1978 von der International Mineralogical Association unter dem Namen Hashemit (IMA 1978-006) anerkannt.<ref>Vorlage:IMA-Liste</ref>

Gewinnung/Darstellung

Das gelbe Bariumchromat wird durch Fällung von Bariumionen mit Chromationen aus leicht saurer Lösung gewonnen.

<math>\mathrm{Ba^{2+}_{(aq)} + CrO_4^{2-} \longrightarrow BaCrO_4 \downarrow (gelb)}</math>

Eigenschaften

Datei:Chroman barnatý.jpg
Bariumchromat

Bariumchromat ist ein gelber Feststoff, der praktisch wasserunlöslich und deswegen im Gegensatz zu den meisten anderen Chromaten nicht akut giftig ist, so dass die Sicherheitshinweise für lösliche Chromate für Bariumchromat nur eingeschränkt gelten. Andererseits sind gerade schwerlösliche Chromatpartikel im Falle inhalatorischer Exposition besonders stark karzinogen und Bariumchromat zeigt eine Klastogenwirkung, die über die klassischen genotoxischen Wirkungen löslicher Chrom(VI)-Verbindungen hinausgeht.<ref>S. S. Wise, A. L. Holmes, Q. Qin, H. Xie, S. P. Katsifis, W. D. Thompson, J. P. Wise: Comparative genotoxicity and cytotoxicity of four hexavalent chromium compounds in human bronchial cells. In: Chemical research in toxicology. Band 23, Nummer 2, Februar 2010, S. 365–372, doi:10.1021/tx900363j, PMID 20000473, PMC 2822000 (freier Volltext).</ref> Wie alle Chromate wirkt auch Bariumchromat oxidierend, besonders stark unter sauren Bedingungen. Es zeigt die für Barium typische grüne Flammenfärbung.

Beim Erhitzen mit Bariumcarbonat wird das sechswertige Chrom zum fünfwertigen reduziert, es bildet sich Bariumchromat(V) Ba3(CrO4)2.<ref name="Wilhelmi">K. A. Wilhelmi, O. Jonsson: X-Ray Studies on Some Alkali and Alkaline-Earth Chromates(V). In: Acta Chemica Scandinavica 1965, 19, S. 177–184, doi:10.3891/acta.chem.scand.19-0177.</ref>

<math>\mathrm{4\ BaCrO_4 + 2\ BaCO_3 \ \xrightarrow {\ 800 ^o C \ } \ 2\ Ba_3(CrO_4)_2 + 2\ CO_2 + O_2 }</math>

Verwendung

Bariumchromat wird in der Glas- und Farbenindustrie als Pigment eingesetzt. In der Pyrotechnik wird Bariumchromat als Oxidationsmittel und zur Grünfärbung verwendet.

Einzelnachweise

<references />