Azocyclotin
Azocyclotin ist eine hochgiftige chemische Verbindung aus der Gruppe der Zinnorganischen Verbindungen und Stickstoffheterocyclen.
Gewinnung und Darstellung
Azocyclotin kann durch Reaktion von 1,2,4-Triazol mit Tricyclohexylzinnchlorid (TCHT) gewonnen werden.<ref>Thomas A. Unger, Pesticide Synthesis Handbook S. 398; ISBN 978-0815514015.</ref>
Eigenschaften
Azocyclotin ist ein farbloser Feststoff, welcher schlecht löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich über einer Temperatur von 210 °C.<ref name="GESTIS" />
Verwendung
Azocyclotin ist ein von der Bayer AG 1977 eingeführtes Akarizid mit Berührungswirkung und langer Wirkungsdauer gegen alle beweglichen Stadien der Spinnmilben. Es wird bevorzugt zur Spinnmilbenbekämpfung im Wein-, Obst-, Gemüse-, Citrus- und Baumwollanbau eingesetzt.<ref name="RömppOnline">Vorlage:RömppOnline</ref>
Zulassung
In den EU-Staaten wie Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die Azocyclotin als Wirkstoff enthalten.<ref name="PSM">Vorlage:PSM-Verz</ref> Azocyclotin wurde in Deutschland und Österreich unter dem Handelsnamen „Peropal“ vermarktet<ref>Vorlage:Literatur</ref>; die Zulassung und Aufbrauchfrist in Deutschland endete am 30. September 2004.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Weblinks
- FAO: Azocyclotin (PDF; 1,4 MB)
- Vorlage:Inchem
Einzelnachweise
<references />