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Ausgerechnet Sibirien

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Produktionsland Deutschland, Russland
Originalsprache Deutsch, Russisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Ralf Huettner
Drehbuch Michael Ebmeyer,
Minu Barati
Produktion Minu Barati
Musik Stevie Be-Zet,
Ralf Hildenbeutel
Kamera Stefan Ciupek
Schnitt Horst Reiter
Besetzung

Ausgerechnet Sibirien ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2012. Der Film startete am 10. Mai 2012 im Majestic Filmverleih.

Handlung

Der geschiedene Logistikfachmann Matthias Bleuel wird aus einem Leverkusener Modeversandhandel von seinem Chef Fengler zu einer Dienstreise in die Verkaufsstelle des Unternehmens im sibirischen Kemerowo geschickt. Um sich annähernd zurechtfinden zu können, bekommt er den Dolmetscher Artjom zur Seite gestellt, der die größten Kulturschocks des pedantischen Deutschen abfedern soll.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt hört er zufällig den Kehlkopfgesang der schorischen Sängerin Sajana. Er wird ihr vorgestellt und ist so fasziniert von ihr, dass er seinen Heimflug nicht antritt. Als er sie besuchen will, erfährt er, dass sie zu einem Konzert in Bergschorien gereist ist, und fährt ihr nach. Als er sie schließlich trifft, fahren sie gemeinsam zum Dorf ihrer Mutter, einer Schamanin. Matthias und Sajana kommen sich näher, doch schließlich reist er zurück nach Deutschland. Zwischenzeitlich hat sein Unternehmen den Handel mit Russland eingestellt. Bleuel kündigt und reist zurück zu Sajana nach Sibirien, gibt Artjom und dessen Freund seinen Wohnungsschlüssel, nachdem er von Ilka erfahren hat, dass sie schwanger ist. Als letzte Einstellung des Films springt Bleuel zum Winterbaden in den zugefrorenen See.

Rezeption

Ausgerechnet Sibirien folgt jener Holzschnitt-Dramaturgie, die schon seit den Heimat- und Fernwehfilmen der fünfziger Jahre erprobt ist: Zivilisationskranker wird in freier Wildbahn kuriert. Das Pressematerial besitzt immerhin genug Humor, selbst drauf hinzuweisen, dass die Aussteiger von einst mit ihrem Esoterik-Fimmel genauso kleinkariert wie ihre Wirtschaftswunder-Eltern denken: ‘die Art Selbstfindungsgeschichte, die klassischerweise in der Toskana oder der Provence angesiedelt ist.’ […] Und so spult Spielleiter Ralf Huettner, dessen Wohlfühl-Movie 'Vincent will Meer' letztes Jahr den Deutschen Filmpreis gewann, risikolos sein Repertoire ab, mixt etwas Klamauk mit etwas Gefühlsseligkeit und blättert urige Naturpanoramen auf.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Andreas Banaski: Spiegel Online<ref name="Spiegel"/>

„Der Film ist eine anrührende, zauberhaft poetische Erzählung, die auf Michael Ebmeyers Roman „Der Neuling“ basiert und vorwiegend mit russischen Schauspielern besetzt ist.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Angelika Kettelhack: Russland HEUTE<ref name="RH"/>

„Schematische Komödie mit eher schlichten Gags und nur wenigen stimmigen Momenten; eine unoriginelle Variante kultureller Klischees.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Lexikon des internationalen Films<ref>Ausgerechnet Sibirien. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. Juni 2017.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references>

<ref name="burjak">Буряк Зоя Юрьевна. In: kino-teatr.ru. 13. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Biografie Soja Burjak).</ref>

<ref name="men">Мен Юлия Борисовна. In: kino-teatr.ru. 2. April 2013, abgerufen am 1. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Biografie Julja Men).</ref>

<ref name="Spiegel">Andreas Banaski: Komödie 'Ausgerechnet Sibirien': Spießer auf Sinnsuche. In: Spiegel Online. 10. Mai 2012, abgerufen am 1. Juni 2017.</ref>

<ref name="RH">Angelika Kettelhack: Allein auf weiter Flur. In: Russland Heute. 11. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juni 2012; abgerufen am 1. Juni 2017.</ref>

</references>