August Heinrichsbauer
August Heinrichsbauer (* 15. Juni 1890 in Bochum; † 6. Dezember 1977 in Bonn) war ein deutscher Wirtschaftsjournalist und Lobbyist, der nach eigener Aussage als Verbindungsmann des Ruhrbergbaus zu Gregor Strasser fungierte.<ref>August Heinrichsbauer: Schwerindustrie und Politik. Essen 1948, S. 51.</ref>
Leben und Wirken
Während seines nach fünf Semestern abgebrochenen Jura- und Volkswirtschaft-Studiums wurde Heinrichsbauer 1909 Mitglied der Bonner Burschenschaft Frankonia.<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 185.</ref>
Seit 1920 war er Herausgeber des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsdienstes, einer Publikation, die von vielen Unternehmern gelesen wurde. Der Wirtschaftsdienst erschien täglich in Dortmund in Form eines Informationsartikels und befasste sich mit speziellen Ruhrfragen. Der Wirtschaftsdienst entstand auf Beschluss der führenden Männer der Ruhrindustrie Albert Vögler, Friedrich Springorum, Ernst Brandi, Paul Reusch und Kleine um {{
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}} zu werben.<ref>Kurt Koszyk: Deutsche Presse 1914-1945. Geschichte der deutsche Presse. Teil III. Berlin 1972, S. 176 f.</ref>
Heinrichsbauer fungierte als eine Art Geschäftsführer der „Kleinen Ruhrlade“ in der sich jüngere Industrielle, besonders die Söhne und persönlichen Referenten der führenden Industriellen, versammelten.<ref>Karl-Heinz Ludwig: Technik und Ingenieure im Dritten Reich. Düsseldorf 1974, S. 82.</ref>
Politik
Im Oktober 1927 forderte er in der „Deutschen Bergwerkszeitung“ von der Regierung die {{
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}}.<ref>August Heinrichsbauer: Gemeinschaftsarbeit zwischen Wirtschafts- und Außenpolitik!. In: Deutsche Bergwerkszeitung vom 23. Oktober 1927. Zit. n. Dirk Stegmann: „Mitteleuropa“ 1925-1934. Zum Problem der Kontinuität deutscher Außenhandelspolitik von Stresemann bis Hitler. In: Dirk Stegmann, Bernd-Jürgen Wendt, Peter-Christian Witt (Hrsg.): Industrielle Gesellschaft und politisches System. Bonn 1978, S. 213. </ref> Der Historiker Dirk Stegmann bezeichnet dies als „ökonomischen Imperialismus“, welchen er als Vorstufe zum militärischen Imperialismus der NSDAP einordnet.<ref>Stegmann, S. 213 und 221.</ref>
In der im Oktober 1930 eingerichteten „Wirtschaftspropagandistischen Abteilung“ des Reichsverbandes der Deutschen Industrie warb Heinrichsbauer für eine „ständisch-faschistische Ordnung“.<ref>Reinhard Neebe: Großindustrie, Staat und NSDAP 1930 - 1933. Paul Silverberg und der Reichsverband der Deutschen Industrie in der Krise der Weimarer Republik. Göttingen 1981, S. 117. {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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1930 und 1931 finanzierte er mit Unternehmensgeldern Studienreisen von Edgar Julius Jung und Hans Reupke nach Italien.<ref>Manfred Wichmann: Die Gesellschaft zum Studium des Faschismus in: Werner Röhr (Hrsg.): Bulletin für Faschismus- und Weltkriegsforschung 31/32, Berlin 2008, S. 93.</ref> Ab 1931 gehörte er der Gesellschaft zum Studium des Faschismus an. Er war Teilnehmer am Treffen der Harzburger Front.<ref>Karsten Heinz Schönbach: Faschismus und Kapitalismus. Bündnis zur Zerschlagung von Demokratie und Arbeiterbewegung. Mit einer Dokumentation aus den geheimen Dokumenten der Hitler-Förderer aus Großindustrie und Hochfinanz. trafo Wissenschaftsverlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-86464-062-9, S. 246 f.</ref>
Für den für Fememord angeklagten Führers der Schwarzen Reichswehr und späteren Adjutanten Gregor Strassers Paul Schultz sammelte er 40.000 Reichsmark für dessen Freilassung und blieb weiterhin mit ihm in Kontakt. Schultz vermittelte 1931 ein Gespräch zwischen Adolf Hitler und Heinrichsbauer. Mit Walther Funk stand er auf dem Duzfuß.<ref>Quelle für den Absatz: Koszyk, S. 177.</ref>
Im September 1932 bat er Otto Schmidt-Hannover {{
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}}. Die NSDAP sollte dabei nach seinen Vorstellungen den Reichskanzlerposten und zwei Ministerposten erhalten.<ref>Aufzeichnung Otto Schmidt-Hannover vom 5. September 1932 im Nachlass Hugenberg. Zit. n.: Klaus Wernecke, Peter Heller: Der vergessene Führer Alfred Hugenberg. Hamburg 1982, S. 185. </ref>
Nach dem „Röhm-Putsch“ wurde Heinrichsbauer unter Gestapo-Aufsicht gestellt. Sein enger Freund Walther Funk machte ihn 1940 zum Hauptgeschäftsführer der Südosteuropa-Gesellschaft. 1943 wurde er Hauptgeschäftsführer des Oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Vereins in Gleiwitz.
In der Nachkriegszeit arbeitete Heinrichsbauer als Lobbyist.
Gefördert von der Schwerindustrie durch das Industriebüro erschien 1948 als Antwort auf die Verurteilungen in den Prozessen gegen Flick, IG-Farben und Krupp sein apologetisches Buch Schwerindustrie und Politik, in dem er die deutsche Industrie gegen den Vorwurf verteidigte, sie hätte der NSDAP zur Macht verholfen. Er entwarf darin das Bild des gleichermaßen kämpferischen wie naiven Unternehmers, der auf sich gestellt den Kräften eines diktatorischen Regimes trotzte.<ref>S. Jonathan Wiesen: Die Verteidigung der deutschen Wirtschaft: Nürnberg, das Industriebüro und die Herausbildung des Neuen Industriellen. In: Kim C. Priemel, Alexa Stiller (Hrsg.): NMT – Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung. Hamburger Edition 2013, ISBN 978-3-86854-577-7, S. 639 ff.</ref>
Schriften
- Werkvereine und Beamtenfrage, 1918.
- Politik. Ein Wegweiser durch die Innere und Äussere Politik, 1919.
- Die Revolution, 1919.
- Der Sozialismus im Endkampf um die Kommune. Weitere Erfolge der Novemberwahlen?, 1929.
- Aus. Ruhr und Rhein, 1929.
- Kommunismus - Sozialismus - Zentrum, 1930.
- Reisebilder aus dem Amerika Roosevelts, 1935.
- Harpener Bergbau-Aktien-Gesellschaft 1856–1936. Achtzig Jahre Ruhrkohlen-Bergbau, Essen 1936.
- Festschrift zur 100 Jahresfeier von Raab Karcher, 1948.
- Der Ruhrbergbau in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Essen 1948.
- Schwerindustrie und Politik, Essen 1948.
- Die Wasserwirtschaft im rheinisch-westfälischen Industriegebiet, Essen Glückauf-Verlag 1936.
Literatur
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 7: Supplement A–K, Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6050-4. S. 442–443.
- Edmund Forschbach: Edgar J. Jung: ein konservativer Revolutionär. 30. Juni 1934. Neske, Pfullingen 1984, S. 49.
- Walter Küntzel: In memoriam August Heinrichsbauer. In: Burschenschaftliche Blätter, 93. Jg. (1978), H. 6, S. 162–163.
Weblinks
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Einzelnachweise
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