Asystasia gangetica
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Asystasia gangetica | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Asystasia gangetica 0002.jpg
Asystasia gangetica | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Asystasia gangetica | ||||||||||||
| (L.) T.Anderson |
Asystasia gangetica ist eine Pflanzenart aus der Gattung Asystasia innerhalb der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Asystasia gangetica ist eine oft niedrig und kriechend wachsende ausdauernde krautige Pflanze, die auch manchmal aufrecht buschig wächst und manchmal leicht verholzt. Die unregelmäßig angedrückt flaumig behaarten Stängel sind überhängend bis aufrecht.<ref name="PIER" />
Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. dünnen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis zu 6 Zentimetern ei- bis fast kreisförmig mit stumpfer bis fast herzförmiger Spreitenbasis und zugespitztem oberen Ende. Der Blattrand ist glatt.<ref name="PIER" /> Es sind keine Nebenblätter vorhanden.<ref name="PIER" />
Generative Merkmale
Die endständigen, traubigen Blütenstände sind einseitswendig. Die Trag- und Deckblätter sind bei einer Länge von 1 bis 2 Millimetern dreieckig mit zugespitztem oberen Ende.<ref name="PIER" />
Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit einer doppelten Blütenhülle (Perianth). Die fünf behaarten Kelchlappen sind bei einer Länge von 5 bis 7 Millimetern lanzettlich-zugespitzt.<ref name="PIER" /> Die fünf purpurfarben, gelben oder weißen, 3 bis 4 Zentimeter langen Kronblätter sind zu einer 0,5 bis 1 Zentimeter langen, oft leicht gekrümmten Kronröhre verwachsen, die zweilippig mit einer Breite von etwa 15 Millimeter endet.<ref name="PIER" /> Dabei teilt sich die obere Lippe in zwei und die untere in drei Lappen. Der untere mittlere Kronlappen ist am größten und besitzt lilafarbene Punkte.
Die Kapselfrucht ist etwa 3 Zentimeter lang.<ref name="PIER" /> Die hellbraunen Samen sind unregelmäßig diskusförmig.<ref name="PIER" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26, 28 oder 50.<ref name="IPCN" />
Systematik und Verbreitung
Diese Art wurde 1756 von Carl von Linné in Centuria II. Plantarum ..., Seite 3–4 als Justicia gangetica erstveröffentlicht. Sie wurde 1860 von Thomas Anderson in George Henry Kendrick Thwaites: Enumeratio Plantarum Zeylaniae S. 235–236 als Asystasia gangetica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) T.Anderson in die Gattung Asystasia gestellt.<ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton gangetica ist vom Strom Ganges in Indien abgeleitet. Weitere Synonyme für Asystasia gangetica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) T.Anderson sind: Asystasia coromandeliana <templatestyles src="Person/styles.css" />Burkill & C.B.Clarke, Asystasia coromandeliana <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees.<ref name="Tropicos" />
Ursprünglich kommt Asystasia gangetica vom tropischen bis südliche Afrika und in Indien vor.<ref name="GRIN" /> Asystasia gangetica ist in vielen Gebieten der Tropen, beispielsweise in Australien, ein Neophyt.<ref name="GRIN" /> In vielen Gebieten, besonders auf Inseln, gilt sie als invasive Pflanze.<ref name="PIER" />
Es gibt etwa zwei Unterarten:<ref name="GRIN" />
- Asystasia gangetica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) T.Anderson subsp. gangetica (Syn.: Ruellia zeylanica <templatestyles src="Person/styles.css" />J.Koenig ex Roxb., Asystasia comorensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees): Sie kommt ursprünglich nur in Indien vor.<ref name="GRIN" />
- Asystasia gangetica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) T.Anderson subsp. micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nees) Ensermu (Syn.: Asystasia bojeriana <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees, Asystasia comorensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees, Asystasia comorensis var. humilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees, Asystasia coromandeliana var. micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />Nees, Asystasia intrusa <templatestyles src="Person/styles.css" />Blume, Asystasia micrantha <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nees) Y.F.Deng & N.H.Xia<ref name="Tropicos" />): Sie kommt ursprünglich im tropischen, im südlichen Afrika und auf Madagaskar vor.<ref name="GRIN" />
Asystasia gangetica gehört zur Gattung Asystasia in der Tribus Justicieae aus der Unterfamilie der Acanthoideae in der Familie der Acanthaceae.
Verwendung
In einigen Teilen von Afrika werden die Blätter als Gemüse verzehrt.<ref name="PROTA"> G. J. H.Grubben, O. A. Denton: Plant Resources of Tropical Africa 2. Vegetables. PROTA Foundation, Wageningen; Backhuys, Leiden; CTA, Wageningen, 2004.</ref>
Asystasia gangetica wird auch als Zierpflanze genutzt.
Trivialname
Im englischen Sprachraum auch der Trivialnamen „Chinese violet“ verwendet.
Quellen
- Michael Jones: Flowering Plants of The Gambia A.A.Balkeme, Rotterdam 1970, ISBN 90-5410-197-0.
- Amanda Spooner, James Carpenter, Gillian Smith, Kim Spence: Asystasia gangetica: Online 2008. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)
- Datenblatt Asystasia gangetica bei Institute of Pacific Islands Forestry - Pacific Island Ecosystems at Risk (PIER) of Hawaii. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Tropicos"> Asystasia gangetica bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN"> Asystasia gangetica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="PIER"> Datenblatt Asystasia gangetica bei Institute of Pacific Islands Forestry - Pacific Island Ecosystems at Risk (PIER) of Hawaii.</ref> </references>
Weblinks
- Elliot Lithudzha, Yvonne Reynolds: Asystasia gangetica subsp. micrantha (Nees) Ensermu bei plantzafrica.
- Asystasia gangetica in PROTA4u.
- Asystasia gangetica. In: U. Brunken, M. Schmidt, S. Dressler, T. Janssen, A. Thiombiano, G. Zizka: West African plants – A Photo Guide. Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt am Main 2008.