Asteriskus (Psalmengebet)
Mit Asteriskus ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Sternchen“) wird im Stundengebet ein Schriftzeichen (auch Asterisk oder Sternchen *) gemeint, das die Mittelkadenz des Psalmverses anzeigt.
Erklärung
Der erste und zweite Abschnitt des Verses wird durch das Sternchen geteilt. An dieser Stelle soll der Beter kurz innehalten.
Die Zeichen / (Flexa) und * (Asteriskus) sind beim Gesang der Psalmen und Cantica zugleich auch Pausenzeichen zum Atemholen, wodurch dem Stundengebet ein eigener, meditativer Rhythmus verliehen werden soll.<ref>Abtei Maria Laach: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Te deum. Gemeinsam beten. ( vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive; PDF; 28 kB) </ref> Der Asteriskus wurde im Rahmen der Brevierreform unter Papst Urban VIII. († 1644) eingeführt.<ref>Josef Pascher, Das Stundengebet der römischen Kirche, München 1954, S. 63</ref>
Beim feierlichen Chorgebet einiger Ordensgemeinschaften steht man auf, wenn man beim Asteriskus des letzten Verses vor der Doxologie („Ehre sei dem Vater“) anlangt, und verneigt sich zur Doxologie.
Beispiel
Das Gloria Patri mit eingefügtem Asteriskus sieht so aus:
<poem lang="la" style="margin-left:2em;"> Gloria Patri et Filio * et Spiritui Sancto, sicut erat in principio et nunc et semper * et in saecula saeculorum, amen. </poem> <poem style="margin-left:2em;"> Ehre sei dem Vater und dem Sohn(e) * und dem Heiligen Geist(e), wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit * und in Ewigkeit. Amen. </poem>
Siehe auch
Literatur
- Christian Frevel: Asteriskus. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, Sp. 1102 f.
Einzelnachweise
<references />