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Asclepias barjoniifolia

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Asclepias barjoniifolia
Datei:Asclepias barjoniifolia E. Fourn. (codiferous) 002.jpg

Asclepias barjoniifolia

Systematik
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Asclepiadeae
Untertribus: Asclepiadinae
Gattung: Seidenpflanzen (Asclepias)
Art: Asclepias barjoniifolia
Wissenschaftlicher Name
Asclepias barjoniifolia
E.Fourn.

Asclepias barjoniifolia ist eine Pflanzenart der Gattung Seidenpflanzen (Asclepias) in der Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).

Beschreibung

Datei:Asclepias barjoniifolia E. Fourn. (codiferous) 001.jpg
Wuchsform und Lebensraum
Datei:Asclepias barjoniifolia E. Fourn. (codiferous) 003.jpg
Detail des Blütenstands

Vegetative Merkmale

Asclepias barjoniifolia wächst als ausdauernde krautige Pflanze oder niederer Strauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu 1 Meter. Der Milchsaft (Latex) ist weiß. Aus einer leicht verholzten Basis entspringen mehrere aufrechte Stängel, die ausgeprägte Rücken zwischen den Ansatzstellen der Blattstiele aufweisen. Sie sind glatt oder fein flaumig behaart und häufig rötlich.

Die meist gegenständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind in sehr kurzen Blattstiel und -spreite gegliedert. Die glatte, kahle, halbsukkulente und etwas lederige Blattspreiten ist bei einer Länge von meist 3 bis 8, selten bis zu 10 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 3, selten bis 4 Zentimetern oval bis länglich-eiförmig mit einer herzförmigen Spreitenbasis und einem zugespitzten oberen Ende. Die annähernd parallel verlaufenden Seitennerven gehen in einem Winkel von etwa 60° von der Mittelrippe ab.

Generative Merkmale

Der relativ kurze Blütenstandsschaft ist glatt oder flaumig behaart. Meist 15 bis 30, selten bis zu 50 sind in mehreren Stellen gehäuft und bilden einen pseudo-doldigen Blütenstand. Die Blütenstiele sind 1,5 bis 2,5 Zentimeter lang.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind mit einer Länge von 1,5 bis 4 Zentimetern und einer Breite von 0,5 bis 1 Zentimetern länglich-eiförmig mit einem zugespitztem oberen Ende. Die fünf Kronblätter sind völlig nach hinten gebogen. Die 4 bis 5 mm langen und 1,5 bis 2 mm breiten Kronenzipfel sind kahl, am Ende gespitzt und häufig etwas eingeschnitten. Die Farbe der Blütenkrone und Nebenkrone ist leuchtend gelb. Das Gynostegium sitzt auf einem kurzen, 0,5 mm langen Stiel. Die Nebenkronenzipfel überragen den Griffelkopf. Die aufrecht stehenden und fleischigen Nebenkronenzipfel sind mit einer Länge von 3 bis 4 mm und einer Breite von etwa 1 mm annähernd zylindrisch mit einer gerundeten, etwas geweiteten Spitze. Der schlanke, sichelförmige Zahn setzt in der Aussparung der Zipfel an und biegt sich über den Griffelkopf.

Die einzeln und aufrecht stehenden Balgfrüchte sind bei einer Länge von 4 bis 9 Zentimetern und einem Durchmesser von etwa 1 Zentimeter schlank-eiförmig bis spindelförmig. Die abgeflachten, 5 bis 6 mm langen und 2,5 mm breiten Samen besitzen einen etwa 2 Zentimeter langen, weißen Haarschopf.

Vorkommen

Asclepias barjoniifolia kommt nur in Zentralbolivien von der alten Straße CochabambaSanta Cruz südwärts bis in die Provinz Tucumán in Nordargentinien vor. Sie gedeiht dort in Höhenlagen von meist 1600 bis 3400 Metern, selten bis 800 Metern herabsteigend, auf heißen, trockenen Hängen in einigen Tälern der Anden.

Systematik

Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte 1882 unter dem Artepitheton „barjoniaefolia“ durch Eugène Fournier in Annales des Sciences Naturelles; Botanique, Serie 6, Band 14, S. 372–373. Nach dem Code der Nomenklatur ist das in "barjoniifolia" zu korrigieren. "Barjoniifolia" bedeutet "mit Blättern wie Barjonia". Synonyme für Asclepias barjoniifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Fourn. sind: Asclepias cochabambensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rusby, Asclepias fiebrigii <templatestyles src="Person/styles.css" />Schltr., Asclepias kuntzei <templatestyles src="Person/styles.css" />Schltr., Asclepias ramosa <templatestyles src="Person/styles.css" />E.Fourn.<ref name="tropicos" />

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="tropicos">Asclepias barjoniifolia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

Commons: Asclepias barjoniifolia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien