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Arsen(III)-sulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Arsentrisulfid)
Kristallstruktur
As2S3 im Feststoff
Vorlage:Farbe As3+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Allgemeines
Name Arsen(III)-sulfid
Andere Namen
  • lateinisch: Arsenicum citrinum<ref></ref>
  • Arsentrisulfid
  • Diarsentrisulfid
  • Gelber Arsenik
  • Gelbes Schwefelarsen
  • Königsgelb
  • C. I. Pigment Yellow 39
Verhältnisformel As2S3
Kurzbeschreibung

goldgelber geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-117-4
ECHA-InfoCard 100.013.744
PubChem 4093503
ChemSpider 21241348
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 246,04 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,43 g·cm−3<ref name="Alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt

300 °C<ref name="Alfa" />

Siedepunkt

707 °C<ref name="Alfa" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser (0,51 mg·l−1 bei 18 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.769">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​350​‐​410
P: 264​‐​301+310​‐​304+340​‐​311​‐​280<ref name="GESTIS" />
MAK

nicht festgelegt, da karzinogen<ref name="Alfa" />

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−169,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_5">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-5.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Arsen(III)-sulfid (auch Diarsentrisulfid oder Arsentrisulfid), gelbes Schwefelarsen As2S3 (Molare Masse: 246,02 g/mol), ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Arsen und Schwefel.

Vorkommen

Datei:Orpiment 1.JPG
Auripigment-Kristalle

Als Mineral liegt es in der Form As4S6 vor und wird Auripigment genannt.

Darstellung

Arsen(III)-sulfid entsteht bei der Sublimation von Arseniger Säure mit Schwefel und wird aus der Lösung der Arsenigen Säure durch Schwefelwasserstoff gefällt.

Eigenschaften

Es ist zitronengelb, undurchsichtig, glänzend und unlöslich in Wasser. Es schmilzt zu einer gelbroten Flüssigkeit, verdampft bei 700 °C ohne Zersetzung und verbrennt an der Luft zu Arsentrioxid und Schwefeldioxid.

Struktur

Im Feststoff liegt Arsen(III)-sulfid als As2S3 in einer polymeren Struktur vor. Arsen ist dabei dreibindig, Schwefel zweibindig. In der Gasphase bildet sich As4S6, das in der Adamantan-Struktur vorliegt.

Verwendung

Das Hüttenprodukt, aus Arseniger Säure und Schwefel zusammengeschmolzen, besteht oft wesentlich nur aus Arseniger Säure mit wenig mehr als 1 % Schwefel und kommt als Gelbglas, gelber Arsenik, gelbes Arsenglas, Königsgelb oder gelbes Schwefelarsen in den Handel. Bei der Reinigung der Schwefelsäure mit Schwefelwasserstoff wird es als Nebenprodukt erhalten.

Als Farbpigment wurde es für gelbe Malerfarbe und zum Aufhellen von Schellack verwendet.

In der Medizin wurde Arsen(III)-sulfid (auch Schwefelarsenik) zusammen mit Calciumhydroxid (auch Kalkhydrat) als Enthaarungsmittel (Rhusma) eingesetzt.<ref>Lector Thaulow: XLVII. Ueber das Rhusma und seine Anwendung zum Enthaaren der Häute. In: Johann Gottfried Dingler, Emil Maximilian Dingler (Hrsg.): Polytechnisches Journal. Band 79, Nr. 3, 1841, S. 226 (dingler.bbaw.de [abgerufen am 19. Januar 2025]).</ref>

Toxizität

Reines Arsen(III)-sulfid ist wasser- und säureunlöslich und ungiftig, da es vom Organismus nur in sehr geringen Mengen aufgenommen wird. Da es aber in der Praxis mehr oder weniger mit anderen Arsenverbindungen verunreinigt ist, wird es für den technischen Umgang als giftig eingestuft.

Literatur

Einzelnachweise

<references />