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Arodier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Arodier waren eine Völkerschaft im nordöstlichen Anatolien. Gewöhnlich werden sie in dem Gebiet von der Muş-Ebene bis ans Schwarze Meer angesiedelt.

Quellen

Nach Herodot zahlten die Arodier Tribut an den König der Perser. Sie gehörten zur 18. Satrapie, zusammen mit den Matieni und Saspeiri.<ref>Historien III, 94</ref> An einer anderen Stelle<ref>Historien, 94, IV, 37-40</ref> nennt er Alarodii, Matieni, Sasieni und Kolchier zusammen. Seine Quelle war vermutlich Hekataios von Milet, vielleicht über Artaphrenes, Satrap von Sardis.<ref>Antonio Sagona/Claudia Sagona, Archaeology at the North-East Anatolian frontier, I. A historical geography and a field survey of the Bayburt province Ancient Near Eastern Studies 14, Louvain Peeters 2004, 29</ref> Die Arodier sind bis in die Zeit von Kyros II. (559–530 v. Chr.) belegt, Xenophon kennt sie nicht.<ref>Burney und Lang, Bergvölker Vorderasiens, 180</ref>

Identifikation

Claudia Sagona will die Arodier mit den Urartäern gleichsetzen.<ref>Antonio Sagona/Claudia Sagona, Archaeology at the North-East Anatolian frontier, I. A historical geography and a field survey of the Bayburt province Ancient Near Eastern Studies 14, Louvain Peeters 2004, 28</ref>

Einzelnachweise

<references/>