Arnsdorf (Vierkirchen)
Arnsdorf Gemeinde Vierkirchen
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(493)&title=Arnsdorf 51° 12′ N, 14° 47′ O
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| Höhe: | 196 m | |||||
| Fläche: | 7,3 km²<ref>Arnsdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||
| Einwohner: | 493 (31. Dez. 2011)<ref name="Vierkirchen Arnsdorf" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 68 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1970 | |||||
| Eingemeindet nach: | Arnsdorf-Hilbersdorf | |||||
| Postleitzahl: | 02894 | |||||
| Vorwahl: | 035827 | |||||
Arnsdorf ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Arnošt Muka: Serbski zemjepisny słowničk. Nakł. Maćica Serbska, Budyšin 1927, S. 2; slub-dresden.de</ref> ist ein Dorf und seit 1994 einer von zehn Ortsteilen der Gemeinde Vierkirchen im sächsischen Landkreis Görlitz. Arnsdorf bildet mit dem Ortsteil Hilbersdorf die Ortschaft Arnsdorf-Hilbersdorf. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 64 kB) § 9. In: Webauftritt. Gemeinde Vierkirchen, abgerufen im April 2026.</ref>
Geographie
Arnsdorf liegt im östlichen Teil der Gemeinde Vierkirchen, südlich der Bundesautobahn 4. Südlich von Arnsdorf liegt Hilbersdorf, im Südwesten liegen die Reichenbacher Ortsteile Dittmannsdorf und Krobnitz und im Westen Melaune. Nördlich liegt auf der anderen Seite der Autobahn der Waldhufener Ortsteil Nieder Seifersdorf, nach dem auch die zwei Kilometer entfernte Autobahnanschlussstelle benannt ist.
Geschichte
Ortsname
Der Name Arnsdorf bedeutet Dorf eines Arnolds. Es wird vermutet, dass das Dorf eventuell nach Arnold von Radeberg benannt worden ist. Der sorbische Name {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), der identisch mit dem von Arnsdorf bei Ruhland ist, findet heute keine Verwendung mehr.
Ortsgeschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Arnsdorfs erfolgte 1366 im Görlitzer Stadtbuch als Arnoldisdorf. Das Dorf ist vermutlich wesentlich älter, denn die St.-Katharinen-Kirche stammt wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Arnsdorf hatte sich bereits Anfang des 15. Jahrhunderts zu einem Gutsdorf mit zwei Gutsanteilen entwickelt. Hans von Gersdorff auf Döbschütz konnte die beiden Teile zwischen 1531 und 1536 erwerben.
In die gleiche Zeit fällt die Reformation. Erste Versuche gab es bereits 1525; der erste bekannte evangelische Pfarrer wurde 1549 ordiniert. 1582 wurde die Deckenbemalung im Kirchenschiff so gestaltet, wie sie noch heute zu sehen ist. Bereits drei Jahre später gab es nachweislich eine Schule. Umbauten an der Kirche, die bereits im 15. Jahrhundert begannen und bis ins 18. Jahrhundert erfolgten, gaben der Kirche ihr heutiges Aussehen. Oberhalb der Kirche wurde 1835 eine Holländerwindmühle erbaut und rund ein Jahrhundert lang betrieben.
Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts gelangte Hilbersdorf an die Arnsdorfer Herrschaft der uradeligen Familie von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf. Die beiden Dörfer sollten gutsherrschaftlich bis zur Bodenreform nach dem Zweiten Weltkrieg zusammenbleiben. Neben dem Gutsbetrieb gab es seit 1850 eine rasante Entwicklung der Steinindustrie, welche die Entstehung mehrerer großer Steinbrüche zur Folge hatte. Der farbbeständige Granit wurde deutschlandweit verbaut.
Seit 1970 bildete Arnsdorf mit Hilbersdorf die Gemeinde Arnsdorf-Hilbersdorf. Im gleichen Jahr wurden die noch aktiven Steinbrüche in beiden Gemeindeteilen geschlossen. Die Görlitzer Kreisbahn, die seit 1904 auch durch Arnsdorf fuhr, wurde 1972 eingestellt. Nach der Wende kam es zur Wiederaufnahme des Granitabbaus.
Bevölkerungsentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1825<ref name="HOV">Arnsdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> | 559 |
| 1871 | 662 |
| 1885 | 691 |
| 1905 | 685 |
| 1925 | 667 |
| 1939 | 624 |
| 1946 | 824 |
| 1950 | 791 |
| 1964 | 679 |
| 2002<ref>Von der Muskauer Heide zum Rotstein, S. 345</ref> | 502 |
| 2003 | 494 |
| 2008<ref name="Vierkirchen Arnsdorf">Die Ortschaft Arnsdorf. In: Vierkirchen.com. Abgerufen am 27. April 2009.</ref> | 464 |
| 2011<ref name="Vierkirchen Arnsdorf" /> | 493 |
Im Jahr 1529 wirtschafteten in Arnsdorf sieben besessene Mann. 1777 wurden acht besessene Mann, 30 Gärtner und 25 Häusler verzeichnet.
Im 19. Jahrhundert stieg die Einwohnerzahl von rund 550 auf knapp 700 an. Danach fiel sie bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs kontinuierlich auf 624 ab. Durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten stieg die Zahl nach dem Krieg auf über 800 an, konnte jedoch nicht gehalten werden.
Die von Bevölkerungsrückgängen betroffenen Gemeinden Arnsdorf-Hilbersdorf, Buchholz und Melaune schlossen sich zum 1. Januar 1994 zur Gemeinde Vierkirchen zusammen. In der 1789 erbauten Schule wurde am 1. August 2002 eine Kindertagesstätte eingerichtet.
Anfang des 21. Jahrhunderts lag die Einwohnerzahl mit rund 500 unterhalb der Zahl, die zwei Jahrhunderte früher verzeichnet wurde. Im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts steigt die Einwohnerzahl jedoch wieder an.
Sehenswürdigkeiten
- Barockschloss mit alter Schlossgärtnerei aus dem 18. Jahrhundert (wurde 1856 umgebaut)
- St.-Katharinen-Kirche aus dem 13. Jahrhundert<ref>Hans-Georg Walther: Mei Dörfel. Gemeinde Vierkirchen, Niesky 1996, S. 59.</ref>
- zwei Steinkreuze am Eingang und in der Nähe des Kirchhofes
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Schloss
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Orangerie im Schlosspark
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Windmühle
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Kirche St. Katharina
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Steinkreuz
Verkehrsanbindung
- Bundesautobahn 4: Anschlussstelle Nieder Seifersdorf
- Omnibusverkehr Oberlausitz: Buslinie 65 (Görlitz–Weißenberg)
Persönlichkeiten
- Karl von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf (1844–1910), Politiker, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
- Paul von Wiedebach und Nostitz-Jänkendorf (1848–1923), Politiker, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
- Hans Schranz (1916–1987), Schweizer Schriftsteller
Literatur
- Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises. Lusatia Verlag, Bautzen 2006, S. 345 f.
- Hans-Georg Walther: Mei Dörfel. Gemeinde Vierkirchen, Niesky 1996.
- Vorlage:SammlungDunckerGrafik
Weblinks
- Arnsdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum
- Ortsteile In: Webauftritt der Gemeinde Vierkirchen.
Einzelnachweise
<references />
Arnsdorf | Buchholz | Döbschütz | Heideberg | Hilbersdorf | Melaune | Prachenau | Rotkretscham | Tetta | Wasserkretscham