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Arnsdorf (Doberschau-Gaußig)

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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Arnsdorf 51° 7′ N, 14° 22′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl Doberschau-GaußigKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 7′ 0″ N, 14° 21′ 51″ O
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Höhe: 300–350 m ü. NN
Fläche: 2,38 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Arnsdorf, Gemeinde Doberschau-Gaußig. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl Doberschau−Gaußig (Format invalid)<ref>Angaben der Gemeinde Doberschau-Gaußig</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1936
Eingemeindet nach: Dretschen
Postleitzahl: 02692
Vorwahl: 03592

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Datei:Doberschau-Gaußig Arnsdorf Aerial.jpg
Luftbild

Arnsdorf, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1999 ein Ortsteil der Gemeinde Doberschau-Gaußig im sächsischen Landkreis Bautzen.

Geographie

Datei:Blick auf Arnsdorf-vom Kapellenberg.jpg
Blick auf Arnsdorf vom Kapellenberg aus.

Arnsdorf ist ein Straßenangerdorf entlang der S 118 zwischen Gaußig und Wilthen. Etwa in Ortsmitte zweigt die K7252 in Richtung Norden ab und überwindet den Mönchswalder Bergrücken an einer Einsattlung zwischen dem Tschelentsy (365,7 m ü. NHN) im Westen und der Teufelskanzel (466,1 m ü. NHN) im Osten auf einer Höhe von 350 m. Die unmittelbaren Nebenberge am Pass sind lokal als Kapellenberg (354 m ü. NHN) und Dubina (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); 377 m ü. NHN) bekannt. Hier queren auch die Rundwanderwege Pumphutsteig und Große Gaußiger Runde.

Nachbarorte sind im Westen Dretschen, im Norden Schwarznaußlitz, im Nordosten Sora und im Osten Irgersdorf.

Eingebettet ist der Ort in die nördlichste Bergkette des Lausitzer Berglands, im Tal zwischen der Hauptkammlinie mit dem Großen Picho (499 m ü. NHN) im Süden und dem Mönchswalder Bergrücken im Norden. Die Höhenlage der Siedlungen des Ortes liegt zwischen 302,8 m ü. NHN im Tal (Wilthener Straße, Bachbrücke Langes Wasser) und 375 m ü. NHN in Neuarnsdorf (am Schafberg).<ref>Geoportal Sachsenatlas, Digitale Topographische Karten (DTK) 2008-2012. In: geosn.sachsen.de. Landesamt für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN), Dresden, 2024, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>

Ortstypisch sind drei Teiche im Ortszentrum in einer Vernetzung von insgesamt sieben Teichen in der Ortslage, welche vom in der Nähe entspringenden Bächlein Langes Wasser gespeist werden. Erwähnenswert sind zudem das ehemalige Rittergut Arnsdorf, die Sägemühle Arnsdorf und einige erhaltene bzw. restaurierte Umgebindehäuser. Weiterhin gibt es ein Kriegerdenkmal, für die aus dem Ort stammenden Kriegsgefallenen des Ersten Weltkrieges.

Geschichte

Datei:20080503910DR Arnsdorf (Doberschau-Gaußig) Rittergut.jpg
Arnsdorf, ehem. Rittergutspark

Das Gut Arnsdorf wird zum ersten Mal 1363 als „Arnoldisdorf“ als so genanntes Kammer- und Küchengut des Bischofs von Meißen schriftlich erfasst.

Das ehemalige Rittergut Arnsdorf mit dessen Gutshaus ist eingerahmt von einem kleinen Park, in welchem früher an beiden Seiten der Freitreppe Sandsteinskulpturen standen. Diese Skulpturen sind leider, noch als sogenanntes „Volkseigentum“ in der Nach-Wende-Zeit „abhanden“ gekommen. Besitzer für das Gut gab es einige, letzter in prä-sozialistischer Zeit war der Kirschauer Textilunternehmer Adolf Friese (Gebrüder Friese AG). Friese hat maßgeblich beim Bau der (neuen) Schule in Dretschen fördernd gewirkt. Er widmete dies seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen Söhnen.

Die (Säge-)Mühle wurde 1701 erstmals als Mahl- und Ölmühle genannt. Bis 1963, noch im Besitz der Familie Schuster, wurde hier noch Mehl gemahlen. Nach der Verstaatlichung wurde im Sägewerk, nun benannt als „Holzverarbeitung Arnsdorf“ als Betriebsteil des Staatlichen Forstwirtschaftbetriebes Löbau weiterhin Sägeholz, Zäune und Gemüsestiegen für den VEB Kombinat Obst, Gemüse und Speisekartoffeln (OGS) hergestellt. Auch heutzutage werden im Sägewerk verschiedene Produkte aus Holz hergestellt. Die Sägegatter hier sind sicher als Oldtimer ihrer Art anzusehen die, zwar modernisiert, noch ihren Dienst versehen.

Einwohner

Datei:Warnoćicy – Wjelečanska 18.jpg
Wohnhaus an der Wilthener Straße 18 in der Dorfmitte (Kulturdenkmal)

Arnsdorf hatte im Jahr 2011 150 Einwohner. Abgesehen von einigen Riten (z. B. Ostereiermalen oder Hexenbrennen) sind im Ort keine sorbischen Traditionen mehr lebendig. Auch die zum 25. Januar gefeierte Vogelhochzeit ist mit der Schließung des Kindergarten Anfang der 1990er Jahre verschwunden.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz hatte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 289 ermittelt, darunter 176 Sorben (61 %) und 113 Deutsche.<ref name="Muka">Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> Das Dorf lag damals noch am südlichen Rand des sorbischen Kernsprachgebietes. Ernst Tschernik zählte 1956 in der Gemeinde Dretschen, zu der Arnsdorf mittlerweile gehörte, einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 16,3 %.<ref name="Tschernik">Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 244.</ref>

Bis in die 1920er Jahre hinein gab es einzelne Einwohner (z. B. Kißal, Janno), deren Umgangssprache Sorbisch war. Mittlerweile ist die sorbische Sprache im Ortsalltag nicht mehr präsent, Arnsdorf gehört jedoch weiterhin zum amtlichen sorbischen Siedlungsgebiet.

Verwaltungshistorie

Datei:Siegelmarke Gemeinde Arnsdorf bei Wilthen.jpg
Siegelmarke „Gemeinde Arnsdorf“

(jüngere Vergangenheit)

  • Bis 1936: Eigenständige „Gemeinde Arnsdorf (b. Wilthen)“ – mit eigenem Siegel.
  • Von 1936 bis 1974: Zusammen mit Dretschen als „Gemeinde Dretschen“, Sitz der Verwaltung war zuletzt das ehemalige Herrenhaus des Rittergut Arnsdorf.
  • Ab 1974: „Gemeinde Gaußig“.
  • Ab 1999: „Gemeinde Doberschau-Gaußig“.

Postleitzahlhistorie

Vor der Einführung eines Postleitzahlsystems stand der Vermerk „Post ü. Neukirch“, was bedeutete, dass die Sendungen über das Postamt Neukirch (Lausitz) verteilt wurden. Mit der Einführung von Postleitzahlen 1943 gilt für Arnsdorf, wie für den gesamten Gau Sachsen die PLZ (10). Durch die Einführung eines eigenständigen Postleitzahlsystems 1965 in der DDR galt für Arnsdorf nun die Postleitzahl 8601. Nach der Wiedervereinigung wurde diese PLZ wegen der Dopplung im Bundesgebiet mit dem Zusatz für „Ost“ als O-8601 weitergeführt. Seit der Reform der Postleitzahlen von 1993 galt für Arnsdorf 02633. Eine universelle Postleitzahl 02692 (entspricht der PLZ von Gnaschwitz, dem Sitz der Gemeindeverwaltung) für das gesamte Gemeindegebiet war postalisch nicht korrekt. Die Gemeinde Doberschau-Gaußig war nach den letzten beiden Gemeindezusammenlegungen mit ihren nunmehr 21 Ortsteilen auf drei Postleitzahlgebiete aufgeteilt. Die Vereinheitlichung wurde von der Deutsche Post AG nach der Einführung fehlender bzw. „Entdoppelung“ von vorhandenen Straßennamen erst zum 1. April 2026 umgesetzt.

Weblinks

Commons: Arnsdorf/Warnoćicy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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