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Arnold von Schele

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Schele-arnold-freiherr-von-1912-s489.jpg
Arnold von Schele als Reichstagsabgeordneter 1912

Arnold Freiherr von Schele (* 5. Juli 1849 in Schelenburg; † 21. August 1922 ebenda) war Rittergutsbesitzer, Offizier und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Leben

Herkunft

Seine Eltern waren der Major a. D. und Landrat Ludwig von Schele (1796–1870) und dessen dritter Ehefrau Mathilde, geborene von Landesberg (* 1822), Tochter des hannoverschen Generalleutnants Ludwig von Landesberg.

Karriere

Schele besuchte ab 1864 das Kadettenkorps in Hannover. 1866 wurde er Leutnant im Garde-Regiment der Hannoverschen Armee und nahm im gleichen Jahr während des Krieges gegen Preußen an der Schlacht bei Langensalza teil. Nach den verlorenen Krieg, der Annexion des Königreichs Hannover und der Auflösung der Armee nahm er seinen Abschied und trat am 1. April 1867 als Leutnant in das 2. Grenadier-Regiment Nr. 101 der Sächsischen Armee ein. Am Krieg gegen Frankreich nahm er 1870/71 teil, wurde in der Zwischenzeit Premierleutnant und für seine Leistungen während des Krieges mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse sowie dem Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens mit Schwertern ausgezeichnet. 1875 avancierte Schele zum Hauptmann und Kompaniechef. 1887 wurde er Stabsoffizier im 3. Infanterie-Regiment Nr. 102 und 1888 Bataillonskommandeur. 1891 hat er seinen Abschied als Major genommen.

Danach war er Rittergutsbesitzer in Wunstorf und Stadthagen. Ab 1892 war Schele in der Deutsch-hannoverschen Partei (Ausschuss, Zeitungskomitee) tätig und ab 1894 Mitglied des Direktoriums der Deutsch-hannoverschen Partei, ab 1908 Vorsitzender desselben. Weiter war er Mitglied des Ausschusses der Deutschen Rechtspartei ab 1894. Ab 1911 war er Mitglied des Kreistages des Landkreises Osnabrück.

Von 1898 bis 1907<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 121.</ref> und von 1912 bis 1918<ref>Kaiserliches Statistisches Amt (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1912. Heft 2, Verlag von Puttkammer & Mühlbrecht, Berlin 1913, S. 91. (Statistik des Deutschen Reichs, Bd. 250)</ref> war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Hannover 7 (Nienburg, Neustadt am Rübenberge, Fallingbostel) und die Deutsch-Hannoversche Partei.

Er war Inhaber des Ritterkreuzes II. Klasse des Ernst-August-Ordens, der Langensalza-Medaille, der Kriegsdenkmünze 1870/71, des Roten Adlerordens IV. Klasse, des Kronenordens IV. Klasse sowie des Sächsischen Dienstauszeichnungskreuzes für 25-jährigen Tätigkeit.

Familie

Schele heiratete am 2. Oktober 1875 in Dresden die Freiin Sylvie von Reibnitz (1853–1912).<ref>Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1881, S. 674. (Digitalisat)</ref> Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Alfred Georg (* 1876)
  • Werner Rabold (* 1878)
  • Mathilde Clara Luise (* 1879)
  • Irmgard Elfriede Johanne Hedwig Hertha Elisabeth (* 1883)
  • Wilko Balduin Arnold (* 1887)

Weblinks

Literatur

  • Hans–Joachim Behr: Angelegenheiten Sächsischer Offiziere hannöverscher Abstammung. Die Entlassung des Majors Arnold von Schele. (Osnabrücker Mitteilungen 99/1994) S. 223–229.
  • Hans–Joachim Behr: Die Freiherrn von Schele zu Schelenburg. In: Klaus J. Bade u. a.: Scheleburg–Kirchspiel–Landgemeinde. Bissendorf 1990, S. 279–291.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1868. Achtzehnter Jahrgang, S. 749. (Digitalisat)
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 1894, S. 787. (Digitalisat)

Einzelnachweise

<references />

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