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Armeleutemalerei

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Datei:Carl Spitzweg - Der arme Poet (Neue Pinakothek).jpg
Carl Spitzweg: Der arme Poet

Als Armeleutemalerei wurden im 19. Jahrhundert, verstärkt im letzten Drittel, Gemälde und Grafiken bezeichnet, die Armut und Elend thematisieren.<ref>H. E. M. Braakhuis and J. van der Vliet: Patterns in the Life and Work of Matthijs Maris in: Simiolus: Netherlands Quarterly for the History of Art, Vol. 10, No. 3/4 (1978-1979), pp. 142-181 S. 17</ref> Deutsche Kunstkritiker verwendeten den Begriff ursprünglich polemisch, zum einen für das Frühwerk Max Liebermanns<ref>Emily D. Bilski: Berlin metropolis: Jews and the new culture, 1890-1918. University of California Press, 1999, ISBN 0520222415, S. 50</ref> und die religiöse Malerei Fritz von Uhdes, zum anderen für viele Elendsdarstellungen aus Frankreich und Belgien, die "mit sentimentaler Verbrämung das proletarische Milieu, zumeist aber das Milieu der Deklassierten"<ref>Wolfgang Hütt: Deutsche Malerei und Graphik im 20. Jahrhundert. Berlin, 1969, S. 49</ref> schilderten.

Literatur

  • Herman Grimm: Armeleutemalerei in: Deutsche Rundschau, Jahrgang 76, 1893 S. 434–438
  • Carmen Flum: Armeleutemalerei. Darstellungen der Armut im deutschsprachigen Raum 1830-1914, Merzhausen 2013, ISBN 978-3-942919-00-5

Anmerkungen

<references />