Armblütige Segge
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| Armblütige Segge | ||||||||||||
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| Datei:Carex pauciflora flower (19).jpeg
Armblütige Segge (Carex pauciflora) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Carex pauciflora | ||||||||||||
| Lightf. |
Die Armblütige Segge (Carex pauciflora), auch Wenigblütige Segge genannt<ref name="InfoFlora" />, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Seggen (Carex) innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist auf der Nordhalbkugel verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Armblütige Segge ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20, selten bis zu 42 Zentimetern erreicht.<ref name="Schultze-Motel1980" /> Sie kann oberirdische Ausläufer ausbilden. Die aufrechten Stängel sind stumpf dreikantig, glatt und bis zu 1 Millimeter dick. Die Laubblätter sind sehr schmal und borstenförmig und viel kürzer als der Stängel.<ref name="Schultze-Motel1980" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. Der Blütenstand besteht aus einem einzigen Ährchen. Das 5 bis 10 Millimeter lange Ährchen enthält am oberen Ende ein bis drei männliche und darunter zwei bis fünf weibliche Blüten. Die Spelzen der weiblichen Blüten sind hell-braun bis rost-rot, mit grünem Mittelnerven und weißhäutigen Rändern. Jede weibliche Blüte hat drei Narben.<ref name="Schultze-Motel1980" /> Die Fruchtschläuche sind bei einer Länge von 6 bis 7 Millimetern spindelförmig und in einen langen Schnabel zugespitzt, gelblich, sie überragen die Spelzen und sind später nach unten geneigt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Armblütige Segge ist zirkumpolar in den gemäßigten bis borealen Gebieten der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika verbreitet. Ihr Areal erstreckt sich in Europa vor allem auf Nord- und Mitteleuropa; weiter erstreckt es sich von Schottland, Fennoskandien über das nördliche Russland bis Westsibirien. In Mitteleuropa kommt sie vom französischen Zentralmassiv im Westen, vor allem über die dortigen Mittelgebirge bis zum Alpenvorland und die Alpen vor. Im Osten kommt sie bis zu den Karpaten vor. Zerstreute Vorkommen gibt es auch im nordöstlichen Anatolien und in einigen zentralasiatischen Gebirgen, ferner in Ostasien von Kamtschatka bis Japan und Korea sowie in Nordamerika.
Die Armblütige Segge stellt im mitteleuropäischen Tiefland ein Eiszeitrelikt dar. In Mitteleuropa ist sie selten und an vielen Orten zurückgegangen. Die Armblütige Segge ist in den 1990er Jahren von vielen Wuchsorten verschwunden. Erstaunlicherweise konnte sie sich selbst in den großflächigen Hochmooren des Tieflandes nicht halten, auch nicht in den Schutzgebieten. In den niederschlagsreichen Mittelgebirgen mit kalkarmem Gestein ist sie sehr selten; im Alpenvorland und in den Alpen ist sie selten. In den Alpen steigt sie in Graubünden in der Lenzerheide bis 2020 Meter und im Tessin (Alpe die Pesciora) bis 2050 Meter auf.<ref name="Schultze-Motel1980" /> Sie bleibt meist unterhalb der Waldgrenze. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Schnippenkopf in Bayern bis in eine Höhenlage von 1830 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2001" />
Die Armblütige Segge gedeiht auf nährstoffarmen sauren, nassen und wenigstens zeitweise überfluteten Torfböden, denen Stickstoffsalze und Basen weitgehend fehlen, in Hochmooren. Sie erträgt keine Kultivierungsmaßnahmen. Düngung vernichtet sie. Sie reagiert äußerst empfindlich auf Stickstoffgaben. Die Armblütige Segge ist eine Art des Sphagnetum medii und des Eriophoro-Trichophoretum cespitosi. Seltener kommt sie auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Caricion fuscae vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w (nass aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 1 (stark sauer), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 1 (sehr nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung von Carex pauciflora erfolgte 1777 durch John Lightfoot in Flora Scotica, Band 2, Seite 543, Tafel 6, fig. 2.<ref name="POWO" /> Das Artepitheton pauciflora bedeutet „wenigblütig“.
Literatur
- Wolfram Schultze-Motel: Cyperaceae. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
- Arthur Oliver Chater: Carex. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
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Einzelnachweise
<references> <ref name="InfoFlora"> Vorlage:InfoFlora </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2001"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, IHW, Eching bei München 2001, ISBN 3-930167-50-6, S. 238. </ref> <ref name="Schultze-Motel1980"> Wolfram Schultze-Motel: Familie Cyperaceae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band II, Teil 1.Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1980, ISBN 3-489-54020-4, S. 110. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Carex pauciflora bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>
Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Vorlage:BiolFlor
- Vorlage:BIB
- Verbreitung auf der Nordhalbkugel aus: Eric Hultén, Magnus Fries: Atlas of North European vascular plants. 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei Den virtuella floran.
- Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Datenblatt mit Fotos bei botany.cz.
- Datenblatt mit Fotos.