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Arkanist

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Unter einem Arkanisten ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}) verstand man im 18. und 19. Jahrhundert einen Chemiker, zum Beispiel in der Porzellanherstellung. Zu dieser Zeit galt die Herstellung von Porzellan als Staatsgeheimnis.<ref name="Hans Schulz, Gerhard Strauss, Otto Basler">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name="Fr. Steger">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Die Aufgaben des Arkanisten waren die Zubereitung der Porzellanmasse, das Brennen sowie die Farbgestaltung, Vergoldung und Glasur. Bekannte Arkanisten waren Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger, die Erfinder des europäischen Porzellans.<ref name="Gustav Fester">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name="Band II: Nicht nur eine Chronik des Freundeskreises Alte Kulturen e.V.">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Ein selbsternannter Arkanist war Johann Christoph Glaser, der 1747 den Auftrag zur Porzellanherstellung für die Porzellanmanufaktur Fürstenberg erhielt und 1753 wegen Unfähigkeit entlassen wurde. Erst der Arkanist Johann Kilian Benckgraff ermöglichte die Porzellanherstellung in Fürstenberg, nachdem er von der Höchster Porzellanmanufaktur abgeworben worden war.

Auch Metallgießer und Glasbläser wurden mitunter als Arkanisten bezeichnet.

Einzelnachweise

<references />