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Argun-Drachenkopf

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Argun-Drachenkopf
Datei:Dracocephalum argunense.JPG

Argun-Drachenkopf (Dracocephalum argunense)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Nepetinae
Gattung: Drachenköpfe (Dracocephalum)
Art: Argun-Drachenkopf
Wissenschaftlicher Name
Dracocephalum argunense
Fisch. ex Link

Der Argun-Drachenkopf (Dracocephalum argunense) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Drachenköpfe (Dracocephalum) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist im östlichen Asien verbreitet.

Beschreibung

Datei:Dracocephalum argunense2.jpg
Blütenstand des Argun-Drachenkopf (Dracocephalum argunense)

Erscheinungsbild und Laubblatt

Der Argun-Drachenkopf ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 35 und 57 Zentimeter erreicht. Es werden mehrere aufrechte Stängel gebildet, die an der Basis fast unbehaart sind und gegen das obere Ende zu wenige sehr kurze und rückwärts gerichtete Haare besitzen.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter besitzen im unteren Stängelbereich gegenüber der einfachen Blattspreite um drei Viertel bis zwei Drittel kürzere Blattstiele; die oberen Stängelblätter sind ungestielt. Die Blattspreiten der unteren Laubblätter sind bei einer Länge von 2,0 bis 2,4 Zentimeter und einer Breite von 0,5 bis 0,6 Zentimeter länglich-lanzettlich; die der 4,5 bis 6,8 Zentimeter langen und 0,3 bis 0,6 Zentimeter breiten, oberen Stängelblätter sind lanzettlich-linealisch. Der Spreitengrund ist keilförmig und das obere Ende stumpf. Die Spreitenunterseite ist entweder fast unbehaart oder an den Blattadern wenig flaumhaarig.

Blütenstand und Blüte

Die Blütezeit reicht von Juli bis August<ref name="Rothmaler 5" />. In den ährigen Gesamtblütenständen stehen in den obersten zwei bis vier Internodien mehr oder weniger dicht zusammen die scheinquirligen Teilblütenstände. Die unteren grünen Tragblätter sind lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich. Die höherstehenden Tragblätter sind bei einer Länge von 7 bis 12 Millimeter elliptisch bis spatelig-verkehrt-eiförmig; sie sind bewimpert und zum oberen Ende hin spitz.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 1,4 bis 1,8 Zentimeter langen Kelchblätter sind bis zur Hälfte ihrer Länge verwachsen. Der Kelch besitzt an der Basis dichte, rückwärtsgerichtete und sehr kurze Haare und ist dagegen am oberen Ende fast kahl. Die fünf blau-violetten Kronblätter sind zu einer zweilippigen, 30 bis 40 Millimeter langen<ref name="Rothmaler 5" /> und flaumhaarigen Krone verwachsen. Die Oberlippe mit drei Kronlappen nimmt etwa zwei Drittel der gesamten Krone ein. Der mittlere Kronlappen ist lanzettlich-eiförmig und etwas breiter als die lanzettlichen seitlichen Lappen. Die beiden lanzettlichen Kronlappen der Unterlippe sind am oberen Ende spitz und violett gefärbt.

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14<ref name="Tropicos" />.

Vorkommen

Der Argun-Drachenkopf kommt in südlichen Regionen der russischen Föderationskreise Sibirien und Ferner Osten, im nordöstlichen China, auf der Koreanischen Halbinsel und in Japan vor. Russische Vorkommen werden aus Burjatien, Transbaikalien, der Republik Sacha, der Oblast Amur und der Region Primorje beschrieben. Die besiedelten chinesischen Regionen liegen im Autonomen Gebiet Innere Mongolei und in den Provinzen Heilongjiang, Jilin, Liaoning und Hebei.

Die Art besiedelt Grasfluren, sandige Ufer und Gebüsche in Höhenlagen von 200 bis 800 Meter vor.<ref name="Rothmaler 5" />

Taxonomie

Dracocephalum argunense wurde 1822 von Friedrich Ernst Ludwig von Fischer in Enumeratio Plantarum Horti Regii Berolinensis Altera, Band 2, Seite 118 erstbeschrieben. Synonyme für Dracocephalum argunense <templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. sind Dracocephalum japonicum (<templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray) <templatestyles src="Person/styles.css" />Kudô, Dracocephalum ruyschiana var. argunense (<templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. ex <templatestyles src="Person/styles.css" />Link) <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai, Dracocephalum ruyschiana var. japonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray, Dracocephalum ruyschiana var. speciosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ledeb., Dracocephalum speciosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ledeb. und Ruyschiana argunensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Fisch. ex <templatestyles src="Person/styles.css" />Link) <templatestyles src="Person/styles.css" />House<ref name="plantlist" />.<ref name="Tropicos" />

Nutzung

Der Argun-Drachenkopf wird selten als Zierpflanze für Staudenbeete genutzt.<ref name="Rothmaler 5" />

Quelle/Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Rothmaler 5"> </ref> <ref name="Tropicos"> Dracocephalum argunense bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum (englisch, Chromosome Counts). </ref> <ref name="plantlist"> The Plant List. A working list of all plant species. 2010, abgerufen am 22. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Dracocephalum argunense Fisch. ex Link – Einschätzung von Artennamen und Synonymen hinsichtlich des Wahrscheinlichkeitsgrades ihrer Gültigkeit). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Argun-Drachenkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien