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Argen und Feuchtgebiete südlich Langnau

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Das Gebiet Argen und Feuchtgebiete südlich Langnau war ein durch das Regierungspräsidium Tübingen nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) ausgewiesenes Schutzgebiet (SG-Nummer DE-8323342) im Südosten des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Es ist im Jahr 2015 durch Zusammenlegung mit dem FFH-Gebiet Moore und Weiher um Neukirch im FFH-Gebiet Argen und Feuchtgebiete bei Neukirch und Langnau aufgegangen.

Lage

Das rund 508 Hektar (ha) große Schutzgebiet Argen und Feuchtgebiete südlich Langnau gehörte naturräumlich zum Bodenseebecken und Westallgäuer Hügelland. Seine zwölf Teilflächen lagen auf einer Höhe von 394 bis 564 m ü. NHN und erstreckten sich zu 82 Prozent (= 416,95 ha) im Bodenseekreis (Gemeinden Kressbronn am Bodensee, Langenargen, Neukirch und Stadt Tettnang) sowie zu 18 Prozent (= 91,53 ha) im Landkreis Ravensburg (Gemeinde Achberg und Stadt Wangen).

Im Wesentlichen umfassten die Teilflächen das Tal der Argen zwischen dem Zusammenfluss der Oberen- und Unteren Argen bei Neuravensburg und ihrer Mündung in den Bodensee zwischen Kressbronn und Langenargen, das Naturschutzgebiet Berger Weiher, den Degersee, den Hammerweiher, den Hermannsberger Weiher, den Langmoosweiher, den Muttelsee, das Naturschutzgebiet Schachried, den Schlein- und den Wielandssee.

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck war die Erhaltung der naturnahen, alpin beeinflussten Flusslandschaft mit dem natürlichen Flusslauf der Argen und den angrenzenden bzw. nahegelegenen naturnahen Seen und Niedermoorkomplexen. Als Zeugnis einer noch weitgehend unverfälschten Wildflusslandschaft ist sie von überregionaler Bedeutung.

Lebensräume

Die Vielfalt von Lebensraumtypen, in weiten Bereichen noch weitgehend naturnah, und die vielfach unverfälschte Siedlungsstruktur mit Elementen traditioneller Landnutzung sind vernetzende Elemente zwischen Voralpen und Bodensee. Das Schutzgebiet zeichnet sich hauptsächlich durch folgende Lebensräume aus: Mischwald (22 %), Feuchtes und mesophiles Grünland (20 %), Binnengewässer, Laub- und Nadelwald sowie Nicht-Waldgebiete mit hölzernen Pflanzen (je 11 %).

Zusammenhängende Schutzgebiete

Folgende elf Schutzgebiete sind Bestandteil des FFH-Gebiets:

Nr. Name Ort/e Flächenanteil
[%]
Bild
LSG 4.36.051 Achberg
Argentalnordhang mit weiter Umgebung.
Achberg 3
Datei:D-BW-Achberg - Argental.JPG
NSG 4.282 Argen
Naturnahes Flusstal mit Au- und Sumpfwäldern, verlandenden Tümpeln, Mooren und Sümpfen, Röhrichtbeständen, Streu- und Feuchtwiesen, Kiesbänken, Quellbereichen, Riedflächen und Feuchtwiesen, zahlreichen unverfälschten, natürlichen oder naturnahen Prall-, Gleit- und Rutschhängen.
Achberg, Kressbronn, Langenargen, Neukirch, Tettnang, Wangen 53
Datei:D-BW-Kressbronn aB - Argen.JPG
LSG 4.35.002 Argenaue Reutenen
Vorgeschichtliches Flussbett mit Relief und durch Baumgruppen und Streuwiesen unterbrochenen landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Langenargen 1
Datei:D-BW-Langenargen - LSG Argenaue Reutenen.JPG
NSG 4.315 Berger Weiher
Kalkflachmoorkomplex in der Talsenke eines ehemaligen Weihers mit Nass- und Pfeifengraswiesen und den dort beheimateten Tagfaltern.
Kressbronn-Berg 1
Datei:D-BW-Kressbronn aB-Berg - NSG Berger Weiher.jpg
NSG 4.206 Birkenweiher
Ein zum Teil als Streuwiese genutztes Kleinseggenried.
Tettnang 2
Datei:D-BW-Tettnang - Naturschutzgebiet 'Birkenweiher'.jpg
LSG 4.35.040 Eiszeitliche Ränder des Argentals mit Argenaue
Eine während der letzten Eiszeit geschaffene geologische Einheit des Urstromtals der Argen vom Delta im Süden bis zur östlichen Kreisgrenze.
Kressbronn, Langenargen, Neukirch, Tettnang 6
Datei:D-BW-Langenargen - Mühlenkanal.jpg
NSG 4.065 Hermannsberger Weiher
Ein abgelassener ehemaliger Weiher, dessen Boden heute von einem Flachmoor mit einer Vielzahl bemerkenswerter Pflanzengesellschaften bedeckt wird.
Achberg 3
Datei:D-BW-Achberg - Hermannsberger Weiher.JPG
NSG 4.238 Hirrensee
Reich strukturiertes Ökosystem mit einem nährstoffarmen Flachmoor, Pfeifengrasstreuwiesen, Feucht- und Nasswiesen als Nahrungs- und Lebensraum für gefährdete Wiesenbrüter, Streuobstwiesen und Schilfröhrichtbeständen.
Tettnang 3
Datei:D-BW-Tettnang - Hirrensee.JPG
NSG 4.310 Schachried
Großflächiger Flachmoorkomplex mit verschiedenen Biotoptypen: Moorböden, Streu- und Pfeifengraswiesen mit floristischen Artenreichtum.
Kressbronn, Tettnang 2
Datei:D-BW-Kressbronn - Schachried.jpg
LSG 4.35.034 Seenplatte und Hügelland südlich der Argen und Nonnenbachtal
Kuppenlandschaft mit eingelagerten Seen, Bachtälern und bewaldeten Hügeln in ihrer landschaftlichen Vielfalt und noch in großer Zahl vorhandenen naturnahen Biotopen (Feuchtgebiete und Halbtrockenrasen).
Kressbronn, Tettnang 23
Datei:D-BW-Kressbronn aB - Nonnenbach.JPG
LSG 4.35.001 Württembergisches Bodenseeufer
Naturstrände und Strandwälder des Bodensees mit Schwarz-Pappel- und Eichenbeständen als vorherrschende Ufergehölze.
Friedrichshafen, Kressbronn, Langenargen 1
Datei:D-BW-Langenargen - Bodenseeufer.JPG

Flora und Fauna

Flora

Pflanzen, die im Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG<ref>Liste der in Deutschland vorkommenden Arten des Anhangs II der Fauna Flora Habitatrichtlinie</ref> aufgeführt sind:

Fauna

Tierarten, die im Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführt sind:

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 47° 37′ 58″ N, 9° 39′ 14″ O

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