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Archäologisches Museum Patras

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Archäologisches Museum Patras
Daten
Ort Patras
Art
Archäologie
Architekt Theofanis Bobotis
Eröffnung 2009
Besucheranzahl (jährlich) 26.365 (2018)
Betreiber
Amt der prähistorischen und klassischen Altertümer von Patras<ref name="maria" />
Website
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Das Archäologische Museum Patras ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) liegt in der griechischen Hafenstadt Patras. Es ist nach dem Akropolismuseum in Athen das größte archäologische Museum Griechenlands. Der moderne Neubau von Architekt Theofanis Bobotis wurde 2009 offiziell eröffnet. Die Ausstellungsfläche nimmt 2.600 m² ein.<ref name="dis17" /> Gezeigt werden Funde aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum 4. Jhd. Die Exponate stammen aus der Stadt Patras, sowie aus dem südlichen und westlichen Achaia.<ref name="home">Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών – Archäologisches Museum von Patras. In: ampatron.gr. Εφορεία Αρχαιοτήτων Αχαΐας, Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών, abgerufen am 29. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Berühmte Ausstellungsobjekte sind die Sammlung von Bodenmosaiken,<ref name="flyer10" /> mit einer Fläche von 300 m²<ref name="dis18" /> und der geschmückte Schädel eines Mädchens<ref name="flyer5" /> von 300 v. Chr.<ref name="dis30" />

Geschichte des Museums

Ende des 19. und Anfang des 20. Jhd. wurde verschiedene Gebäude der Gemeinde Patras dazu genutzt, Antikes aus der Region unterzubringen. Pläne ein offizielles Museum einzurichten, wurden jedoch nicht umgesetzt. 1934 wurde die Archäologische Sammlung im Erdgeschoss des Rosinenhändlers I. Karamandani untergebracht. Er spendete sein Haus 1942 dem Archäologischen Dienst. Für 10 Jahre musste das Gebäude mit der Stadtbibliothek geteilt werden. Ab 1960 begannen Kuratoren die Ausstellungen auszubauen.<ref name="dis17"></ref> Die Unterbringung in dem kleinen denkmalgeschützten Gebäude, entsprach zunehmend nicht mehr den Anforderungen.<ref name="maria">Maria Gatsi: Archaeological Museum of Patras – Description. In: culture.gr. Ministry of Culture and Sports, 2012, abgerufen am 31. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein neues Museum war seit Jahrzehnten eine Vision,<ref name="fort">Το νέο μουσείο της Πάτρας – Das neue Museum von Patras. In: forthnet.gr. Νέο Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών – Neues Archäologisches Museum von Patras, 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juli 2009; abgerufen am 1. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> doch sollte das bisherige Haus noch bis zum Februar 2008 als Museum fungieren.<ref name="dis17" />

Die Umsetzung zu einem Neubau begann 1984, als das aktuelle Gelände von 17 Hektar<ref name="muschel" /> für ein zukünftiges Museum auserkoren wurde.<ref name="dis17" /> Das Grundstück liegt im Norden der Stadt, an der Neuen Nationalstraße nach Athen.<ref name="home" /> 1991 und noch einmal 2000 liefen Architekturwettbewerbe, bei denen die Wahl schließlich auf Theofanis Bobotis fiel. Der Bau begann fünf Jahre später.<ref name="dis17" /> Ursprünglich war die Eröffnung des Museums für 2006 geplant, als Patras Kulturhauptstadt Europas war. Der Eröffnungstermin wurde allerdings auf 2007 verschoben – zunächst.<ref name="prob">Maria Thermou: Τα προβλήματα καθυστερούν το Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών – Probleme verzögern das Archäologische Museum von Patras. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 11. März 2009, abgerufen am 1. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Verzögerung offenbare die Unfähigkeit zu planen und zu organisieren und den Mangel an Geld, hieß es. Auf die Beschwerde, dass das öffentliche Investitionsprogramm des Kulturministeriums um 40 % gekürzt wurde, wurde nicht eingegangen. Premier- und Kulturminister Konstantinos Karamanlis wurde aufgefordert, sein Versprechen einzuhalten, den Kulturhaushalt um 7 Millionen Euro aufzustocken, weil für Betriebskosten, Gehälter, Veranstaltungen usw. über 30 Millionen Euro zusammenkämen. Ob das Versprechen Infrastruktur zu schaffen eingehalten werden würde, war ungewiss. Verantwortungen wurden bestritten, Schuldzuweisungen hin- und hergeschoben.<ref name="wette">Maria Thermou: Το χαμένο στοίχημα της Πάτρας – Die verlorene Wette von Patras. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 24. November 2008, abgerufen am 2. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vier Monate vor der Eröffnung in 2009 wies die Ausstattung des Museums noch zahlreiche Mängel auf. Die unbenutzten Böden waren rissig. Die Präsentation der Mosaike optisch ungeeignet, ebenso wie die Vitrinen der Antike. Die geplante Begrünung zur Abgrenzung der benachbarten Tankstelle fehlte. Zudem fehlte es an notwendigen Archäologen, um Informationstexte zu erstellen.<ref name="prob" /> Insbesondere in diesen letzten Monaten wurden große Anstrengungen unternommen.<ref name="toy" />

Am 24. Juli 2009 wurde das Museum schließlich vom Kulturminister Antonis Samaras eingeweiht.<ref name="toy">Maria Thermou: ΠΑΤΡΑ Στην τελική ευθεία τα εγκαίνια του μουσείου – PATRAS Die Eröffnung des Museums ist im Endspurt. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 21. Juli 2009, abgerufen am 1. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Indessen nicht das ganze Museum, weil die Ausstellungshalle des Öffentlichen Lebens noch nicht fertig gestellt war. Damals war geplant, dass sie im Herbst des Jahres eröffnet wird.<ref name="toy" /> Im Rahmen der Museums-Eröffnung kündigte der Kulturminister den Bau eines geplanten Kulturparks für die Bürger an.<ref name="fort" /> Während der Eröffnung, veranstalteten Arbeiter und ehemalige Auftragnehmer des Kulturministeriums eine Protestkundgebung vor dem Museum. Sie forderten u. a. die Abschaffung von 24-Monats-Verträgen.<ref name="fort" />

Nach offiziellen Angaben aus dem Jahr 2009, belief sich das endgültige Budget des Neubaus auf 21,5 Millionen Euro.<ref name="toy" /> Bereits im Eröffnungsjahr erreichte das Museum monatliche Besucherzahlen von 20.000 Personen, was die Investitionen rechtfertige.<ref name="zustrom">TOBIMA-Team: Συρροή επισκεπτών στο Μουσείο Πάτρας – Ein Zustrom von Besuchern in das Museum von Patras. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 27. August 2009, abgerufen am 2. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Ausstellungshalle des Öffentlichen Lebens konnte aus Finanzgründen<ref name="dis17" /> schließlich erst am 21. Juli 2011 eröffnet werden.<ref name="tob">TOBIMA-Team: Ανοικτό εξ ολοκλήρου το Αρχαιολογικό Μουσείο Πάτρας – Das Archäologische Museum von Patras ist komplett geöffnet. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 25. Juli 2011, abgerufen am 2. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2014 fand eine Vereinigung der Ephorate of Antiquities ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) in ganz Griechenland statt. Das schaffte für das Archäologische Museum neue Möglichkeiten. Die Besucherzahlen stiegen von rund 19.000 (2015) auf über 26.000 (2018). Die Strategie ist darauf ausgelegt, das Museum in die lokale Gemeinschaft zu integrieren und um eine pädagogische Dimension zu erweitern.<ref name="10j">I. Kanistras: Το νέο Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών γιορτάζει 10 χρόνια λειτουργίας – Das neue Archäologische Museum von Patras feiert sein 10-jähriges Bestehen. In: archaiologia.gr. APE-BPE, 29. Juli 2019, abgerufen am 31. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Finanziert wurde das Projekt des neuen Archäologischen Museums von der Europäischen Union, im Rahmen des dritten griechischen Community Support Framework (CSF) in den Jahren 2000 bis 2006, im Sektor Umwelt und Kultur.<ref name="home" />

Architektur

Aus der Ferne betrachtet, scheint das Gebäude von Theofanis Bobotis der nahegelegenen Bergkette Panachaikos zu folgen. Die geraden Linien der Wände stehen im Kontrast zur titanbeschichteten Kuppel.<ref name="dis17" /> Von weitem dominiert<ref name="dis18" /> die 8,5 m hohe Kuppel mit ihren 24 m Durchmesser.<ref name="muschel" /> Während der Rest des Areals von Grünflächen bedeckt ist, umgibt die Kuppel ein 500 m² großes Wasserbecken.<ref name="toy" /> Dieser künstliche See verbindet den modernen Bau mit dem Element Wasser, wodurch auf die Beziehung der Stadt Patras zum Meer verdeutlicht wird.<ref name="dis18"></ref>

“Βασικός στόχος ήταν η δημιουργία ενός κελύφους, το οποίο δεν θα ανταγωνίζεται τα εκθέματα.”

„Das Hauptziel war es, eine Hülle zu schaffen, die nicht mit den Exponaten konkurrieren würde.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Theofanis Bobotis: Το Βήμα Online<ref name="muschel" />

Das Gebäude zeichnet sich durch seine schlichte Form aus. Geometrisch gesehen besteht der Bau aus Prismen mit einer maximalen Höhe von 14 m.<ref name="muschel">Maria Thermou: Ενα μουσείο-κέλυφος για την αρχαία Πάτρα – Eine Museumsmuschel für das antike Patras. In: tovima.gr. ΑΛΤΕΡ ΕΓΚΟ Μ.Μ.Ε Α.Ε., 25. November 2008, abgerufen am 1. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neben der Kuppel überragt ein titanbeschichteter Baldachin den Eingang.<ref name="dis17" /> Die Außenmauern sind mit Marmorplatten bekleidet,<ref name="muschel" /> was an ein dorisches Mauerwerk erinnern mag.<ref name="dis17" /> Die Grundfläche des Gebäudes beträgt knapp unter 6.000 m²,<ref name="home" /> wovon die Ausstellungsflächen 2.600 m² einnehmen.<ref name="dis17" />

Der moderne Grundriss enthält drei Hauptsäle für die Dauerausstellungen<ref name="flyer3"></ref> und einen vierten Raum für Sonderausstellungen.<ref name="dis21" /> Die Kuppel beherbergt ein Amphitheater,<ref name="home" /> in dem kulturelle Veranstaltungen abgehalten werden, z. B. Gedichtlesungen<ref name="flyer10"></ref> Vorträge<ref name="vor">Ομιλίες. In: ampatron.gr. Εφορεία Αρχαιοτήτων Αχαΐας, Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών, abgerufen am 30. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> von professionellen Wissenschaftlern, Filmfestivals.<ref name="10j" />

Ein Gesichtspunkt bei der Gestaltung war, dass die Objekte im Mittelpunkt stehen. Architekt Bobotis versteht die Ansprüche an einen Museumsbau so, dass nicht nur Exponate präsentiert werden müssen, sondern auch den Besuchern die Aktivitäten erleichtert werden sollen.<ref name="muschel" />

“Ο επισκέπτης μπορεί να δημιουργήσει την προσωπική του διαδρομή προσεγγίζοντας επιστημονικά αλλά και συναισθηματικά τα εκθέματα […]”

„Der Besucher kann sich seinen persönlichen Weg gestalten, indem er sich den Exponaten wissenschaftlich und emotional nähert […]“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Theofanis Bobotis: Το Βήμα Online<ref name="muschel" />

Hohe Fenster ermöglichen eine Kombination von natürlichem und künstlichem Licht. In den Ausstellungsräumen dominiert eine weiße Anmutung von Metall, Holz und Glas.<ref name="muschel" /> Alle Ausstellungsräume sind ebenerdig oder über einen Aufzug erreichbar.<ref name="flyer2" />

Ausstellungsbereiche

Das Museum als Gebäude ist „der Kontaktpunkt zwischen der aktuellen und der vergangenen Kultur“, wie es Architekt Theofanis Bobotis sagt.<ref name="muschel" /> Gezeigt werden sowohl Dauer– als auch Sonderausstellungen. Die Dauerausstellung wurde vom Wissenschaftsausschuss des Ministeriums für Kultur und Sport konzipiert und 2011 fertiggestellt.<ref name="home" /> 2015 wurde eine virtuelle Ausstellung mit 3D-Exponaten und Informationen installiert, die über Info-Kioske in den Räumen des Museums abrufbar sind.<ref name="flyer2" />

Halle des Privaten Lebens

Die hiesigen Objekte umfassen eine Zeitspanne von 3000 v. Chr. bis 400 n. Chr., hernach von der Vorgeschichte bis in die spätrömische Zeit.<ref name="flyer10" /><ref name="privat" />

Die Halle des Privaten Lebens zeigt Museumsstücke aus dem Alltag von Stadt- und Siedlungsbewohnern. Über eine Gesamtfläche von 160 m² sind ein römisches Bürgerhaus und ein Bauernhaus nachgebildet.<ref name="dis19" /> Ausgestellt sind mykenische Keramik, römische Glaswaren,<ref name="dis19" /> Schaustücke aus Werkstätten und industrieller Fertigung,<ref name="flyer10" /><ref name="privat" /> weiterhin Kleidung, Schmuck, und Objekte der Körperpflege.<ref name="dis19" />

Sowohl am Boden als auch an den Wänden werden Mosaikböden aus Häusern von Patras präsentiert.<ref name="flyer10" /> Das größte Mosaik hat eine Fläche von 70 m².<ref name="muschel" /> Die Motive sind vielfältig und bewegen sich um Themen aus Mythologie und Natur, umrahmt mit geometrischen Mustern.<ref name="privat">Αίθουσα Ιδιωτικού Βίου. In: ampatron.gr. Εφορεία Αρχαιοτήτων Αχαΐας, Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών, abgerufen am 30. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine Galerie ermöglicht einen Überblick auf die großflächigen Bodenmosaike.<ref name="flyer2"></ref>

Halle des Öffentlichen Lebens

Datei:Hercules with a nemeon lion skin and a satyr.jpg
Marmorstatuen aus römischen Villen in Patras, ab 450 v. Chr.

Die Halle des Öffentlichen Lebens zeigt das öffentliche Leben der Bewohner von West-Achaia und Patras<ref name="dis21" /> im Zeitraum ab 1500 v. Chr. bis 400 n. Chr.<ref name="10j" />

Auch wenn die Bodenmosaike hier fortgesetzt werden,<ref name="prob" /> zeigt diese Halle öffentliche Gebäude und Infrastruktur der Stadt,<ref name="flyer10" /> wie Sanitäranlagen, Straßen- und Brückenbau.<ref name="muschel" /> An der Darstellung eines Aquädukts,<ref name="tob" /> lässt sich die administrative Organisation der Stadt ablesen.<ref name="prob" /> Ausschlaggebende Themen sind Verwaltungsformen, Krieg, Handel, Seefahrt<ref name="flyer10" /> und soziale Schichten.<ref name="dis21" /> Darüber hinaus die Lebensbereiche Religion und Unterhaltung der Einwohner,<ref name="dis20"></ref> u. a. Musik, Sport, Kunst und Literatur. Sechzig Marmorstatuen von Göttern und römischen Beamten verkörpern das soziale Leben.<ref name="dis21" /> Das Museum zeigt hier Waffensets aus der Provinz Patras.<ref name="dis20" />

Nekropole

In der dritten Halle, der Nekropole, geht es auf einer Fläche von 500 m²<ref name="dis18" /> um Glaubensvorstellungen und Zeremonien um das Thema Tod<ref name="prob" /> und Bestattungsbräuche historischer Zeiten.<ref name="dis21" />

Die Friedhofsfunde aus der Umgebung stammen aus der mykenischen bis in die spätrömische Zeit.<ref name="10j" /> Über 40 mykenischen Friedhöfe wurden der Gegend gefunden. Sie sind reich dekoriert, was den Wohlstand der Gegend seit den frühen mykenischen Jahren zeigt.<ref name="dis23"></ref>

Die Nachbildungen von Grabstätten zeigen die Gepflogenheiten der jeweiligen Epoche.<ref name="muschel" /> Als Beispiel für Friedhofsarchitektur<ref name="flyer10" /> wird eine Grube mit vier teils dekorierten Sarkophagen im Museum so präsentiert, wie sie in der archäologischen Ausgrabung aufgefunden wurde.<ref name="dis19" /> Ein mykenisches, geschnitztes Grab wurde rekonstruiert,<ref name="dis18" /> ebenso wie ein großes Grabdenkmal aus der Römerzeit.<ref name="dis19"></ref>

In der Antike im Allgemeinen<ref name="dis21" /> und im alten Patras im Speziellen wurden Feuerbestattungen häufig praktiziert,<ref name="dis19" /> was verschiedenen Arten von Urnen verdeutlichen.<ref name="dis21" /> Weitere Zeugen der Bestattungskultur<ref name="flyer10" /> sind reichhaltige Grabbeigaben des 2. Jhd. ausgestellt<ref name="nekro">Αίθουσα Νεκρόπολης. In: ampatron.gr. Εφορεία Αρχαιοτήτων Αχαΐας, Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών, abgerufen am 5. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, wie Schmuck, Glaswaren und Trauerkränze aus hochwertigen Materialien.<ref name="dis21" />

Exponate

Die Fundstücke im Museum stammen größtenteils aus Ausgrabungen, die seit Anfang des 20. Jhd. vorgenommen wurden.<ref name="dis22"></ref> Das Museum zeigt Objekte aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum 4. Jhd. n. Chr. Die Funde stammen aus der Stadt Patras, sowie aus dem südlichen und westlichen Achaia.<ref name="home" /> Die Mykenische Kultur und die Periode des römischen Reichs sind durch zahlreiche Exponate vertreten. Glasvasen zeugen vom hohen technischen Können. Die Ausstellungsobjekte sprechen für ein friedliches Miteinander zwischen den verschiedenen Völkern im Zeitraum von 200 und 300 n. Chr.<ref name="flyer10" />

Verschiedene Exemplare wurde zeitweise ans Ausland verliehen, nach Japan, Deutschland und USA.<ref name="10j" />

Schädel eines Mädchens mit Blumenkranz

Datei:Girl buried with a crown of ceramic Myrtle flowers.jpg
Schädel eines Mädchens mit Blumenkranz

Umringt von ähnlichen Ausstellungsstücken, liegt ein oft als anrührend beschriebenes Exponat: der Schädel eines Mädchens mit Blumenkranz.<ref name="flyer5"></ref> Sein Alter wird auf 300 bis 275 v. Chr. geschätzt.<ref name="dis30"></ref> Der Schädelknochen weist Schäden auf, von denen nicht bekannt gegeben ist, ob sie posthum entstanden sind.<ref name="greek">Museums of Greece. In: tumblr.com. Tumblr, Inc., 7. Juli 2020, abgerufen am 6. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Kranz besteht aus Bronzedrähten, verziert mit vergoldeten, farbigen Ton-Blüten. Neben der bekannten hellenistischen roten Glasur, scheinen die Farben Rosa, Blau und Grün nach dem Brennen aufgetragen zu sein.<ref name="mort">Mute The Silence. In: tumblr.com. Tumblr, Inc., 24. Mai 2015, abgerufen am 6. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei dieser Bestattung wird aufgrund der reichhaltigen Grabbeigaben, auf eine wohlhabende Familie geschlossen. Eventuell ein Aristokrat der mazedonischen Elite, ein Soldat, aus den Feldzügen Alexanders des Großen.<ref name="greek" />

Ein Ausstellungsstück, das zum Nachdenken über die Totenruhe im musealen Kontext anregt.<ref>Το πιο "φρικιαστικό" και συγκλονιστικό πράγμα που μπορείς να δεις στην Πάτρα! In: patrasevents.gr. Α.ΜΠΕΡΔΕΣΗΣ – Κ.ΤΣΑΜΗΣ Ο.Ε. – PATRASEVENTS.GR, 23. August 2014, abgerufen am 6. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auswahl an Exponaten

Literatur

  • Αρχαιολογικό Μουσείο Πατρών. Ταμείο Αρχαιολογικών Πόρων και Απαλλοτριώσεων. Αθήνα 2002 ()

Siehe auch

Weblinks

Commons: Archäologisches Museum Patras – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 38° 15′ 47,6″ N, 21° 45′ 8,6″ O

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