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Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung

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Die Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. (kurz AG Bieneninstitute) ist ein Zusammenschluss staatlicher und privater Forschungs-, Beratungs- und Untersuchungseinrichtungen auf dem Gebiet der Bienenkunde in Deutschland. Sie dient dem fachlichen Informationsaustausch, der Koordination gemeinsamer Aktivitäten sowie der Bündelung von Kompetenzen in Grundlagen- und angewandter Forschung. In der Arbeitsgemeinschaft sind 24 Mitgliedsinstitute, darunter universitäre Arbeitsgruppen, Imkerschulen und Untersuchungsämter, in einem eingetragenen Verein organisiert.<ref name="Mitglieder2025">Institute. In: Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Geschichte

Die Arbeitsgemeinschaft wurde am 16. Januar 1949 in Marburg als Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Lehr- und Versuchsanstalten für Bienenzucht sowie wissenschaftlich geleiteter Bieneninstitute gegründet. Ziel war es, Forschungsaufgaben abzustimmen, Doppelarbeit zu vermeiden, wichtige Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam zu bewerten und internationale Kontakte der Bienenforschung wiederherzustellen. Seit ihrer Gründung veranstaltet die AG wissenschaftliche Jahrestagungen.<ref name="Festschrift1999">Dustmann, Jost H. (Hrsg.): 50 Jahre Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V.: 1949–1999. Festschrift anlässlich der Jubiläumstagung vom 23. bis 25. März 1999 in Marburg/Lahn. Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung, Celle 1999 (zbmed.de [PDF; abgerufen am 16. Januar 2026]).</ref>

Organisation

Die Geschäftsstelle befindet sich in Münster (c/o Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bienenkunde). Vorsitzende ist Marika Harz (Münster). Stellvertretende Vorsitzende sind Ingrid Illies (Veitshöchheim) und Jens Pistorius (Braunschweig). (Stand: 15. August 2025)<ref name="Kontakt2025">Geschäftsstelle. In: Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Aufgaben und Aktivitäten

Zu den Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft zählen der Austausch und die Koordination zwischen den Mitgliedsinstituten, die Ausrichtung wissenschaftlicher Jahrestagungen sowie die Erarbeitung fachlicher Empfehlungen zu aktuellen Themen der Bienenhaltung und Bienengesundheit.

Die AG war an der Initiierung und Umsetzung des Deutschen Bienenmonitorings (DeBiMo/DEBIMO) beteiligt, in dem über mehrere Jahre Daten zu Volksentwicklung, Honigerträgen, Varroa-Befall sowie Rückständen und Krankheitserregern erhoben wurden.<ref name="VarroaUK">Varroa unter Kontrolle. (PDF) In: Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Ein Beispiel für die Koordination fachlicher Positionen ist die 2013 veröffentlichte Gemeinsame Varroa-Bekämpfungsstrategie, die im Dialog zwischen Bieneninstituten, Imkerverbänden und Beratung erarbeitet wurde. Sie betont u. a. Rückstandsvermeidung, Resistenzmanagement, Schulung und Beratung sowie die Weiterentwicklung integrierter Bekämpfungskonzepte.<ref name="VarroaStrategie2013">Gemeinsame Varroa-Bekämpfungsstrategie (Pressemitteilung, April 2013). (PDF) In: Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Jahrestagung

Die Arbeitsgemeinschaft richtet jährlich eine wissenschaftliche Fachtagung aus, die dem Austausch aktueller Forschungsergebnisse in der Bienenforschung dient. Die Tagung wird jeweils von einem Mitgliedsinstitut ausgerichtet.

Die 73. Jahrestagung findet vom 24. bis 26. März 2026 in Braunschweig statt und wird vom Institut für Bienenschutz des Julius Kühn-Instituts ausgerichtet. Informationen sowie Beitragsanmeldung und Registrierung erfolgen über die Tagungswebsite.<ref name="AGTagung2026">AG Bienentagung. In: Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>

Mitgliedsinstitute

Weblinks

Einzelnachweise

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