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Apšuciems

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Apšuciems
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Staat: LettlandDatei:Flag of Latvia.svg Lettland
Verwaltungsbezirk: Bezirk Tukums
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city(200) 57° 4′ N, 23° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city(200) 57° 3′ 39″ N, 23° 18′ 25″ O
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Einwohner: 200
Webseite: www.engure.lv

Apšuciems ist eine lettische Ortschaft im Bezirk Tukums ca. 60 km nordwestlich von Riga.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist unter anderem die 1912 gebaute, am Meer gelegene Schule, die die Gemeinde Engure wegen Schülermangels schließen musste. Des Weiteren ist die im Wald von Apšuciems gelegene sogenannte Künstlersiedlung („Mākslinieku ciemats“) sehenswert, die zur Zeit der Besatzung Lettlands durch die Sowjetunion entstand. Die Siedlung wurde „in honorem“ Richard Wagner gegründet, der von 1837 bis 1839 Kapellmeister in Riga war, und in den Sommermonaten häufig an den malerischen Strand von Apšuciems hinausgefahren sein soll. Die ehemalige Kreisstadt Tukums erwog aus diesem Grund, dem berühmten Komponisten ein Denkmal in dieser Siedlung zu setzen. Die Siedlung, die heute nur noch teilweise bewohnt ist, diente zur Besatzungszeit namhaften lettischen Komponisten und bildenden Künstlern als Rückzugsort zur kreativen Arbeit. In der Siedlung befindet sich zudem ein kleiner Konzertsaal mit Orgel. Hier hat bereits der international bekannte lettische Bassbariton Egils Siliņš konzertiert. Darüber hinaus werden jährlich in den Sommermonaten Installationen von bildenden Künstlern aus der Region Tukums auf dem Dach der Bushaltestelle Apšuciems vorgenommen. Sehenswert sind außerdem die Wandmalereien im Hotel „Villa Anna“, die bei Bauarbeiten im Jahre 2005 freigelegt wurden und nun im Speisesaal zu besichtigen sind.

Sonstiges

Während des Zweiten Weltkriegs befand sich 1942 und 1943 in der Schule von Apšuciems (von 1941 bis 1944 war auch die deutsche Übersetzung „Espenhof“ des Ortsnamens in Gebrauch) das Hauptquartier der deutschen Wehrmacht in Lettland (Befehlshaber Generalleutnant Schloen). Dieses wurde nach Kompetenzstreitigkeiten mit dem Reichskommissariat Ostland von Riga hierher verlegt.