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Ansitz Neumelans

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Datei:Janos Korom - Ansitz Neumelans 1.jpg
Ansitz Neumelans
Datei:Burg Taufers mit Ansitz Neumelans.jpg
Ansitz Neumelans vor Burg Taufers und den Zillertaler Alpen

Der Ansitz Neumelans (auch „Schloss Neumelans“ genannt) ist ein Gebäude aus dem späten 16. Jahrhundert am südwestlichen Ortsausgang von Sand in Taufers im Nordosten von Südtirol.

Geschichte

Der stark schlossartige Bau, der zu den schönsten Ansitzen landesweit gezählt wird, wurde von Hans Fieger aus Melans, der als Pflegrichter auf Burg Taufers fungierte, innerhalb von 12 Monaten in den Jahren 1582/83 errichtet. Der Name des Ansitzes stammt vom Ansitz Melans bei Absam im Inntal, der ebenfalls von der Familie Fieger errichtet worden war. Nach den Fiegern gehörte das Bauwerk den Zeiller v. Zeillheim (ab 1708), den von Ottenthal (ab 1815), die den Bau 1864 restaurierten, und seit 1956 über den Erbweg der Familie Schober. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war hier der Tiroler Landtagsabgeordnete und Mediziner Franz von Ottenthal als Landarzt tätig und hinterließ umfassende Notate über seine medizinische Tätigkeit. Auch der in Wien wirkende Historiker Emil von Ottenthal stammte von hier.<ref>Ein Festtag auf Neumelans, in: Der Schlern 6, 1925, S. 328.</ref>

In der Zeit der deutschen Besetzung Italiens bzw. der Operationszone Alpenvorland diente die Anlage samt ihrem Torhaus (Wagenremise) als eines der Depots des umfassenden NS-Kunstraubs aus den großen Museen Italiens;<ref>7. Mai 1945: Kunstwerke aus Florenz in St. Leonhard Passeier und auf Neumelans im Ahrntal.</ref> die Kunstwerke wurden im Sommer 1945 rückgeführt.<ref>Südtiroler Film-Mediathek: National Archives and Record Administration Washington: Filmauschnitte Kriegsende 2. WK in Südtirol</ref>

Beschreibung

Der wuchtige viergeschossige, wohlgeformte Bau mit (fast) regelmäßiger Fensteranordnung besitzt an allen 4 Ecken Türmchen (unten quadratisch, in der Dachregion rund) und ein hohes schiefergedecktes Krüppelwalmdach. Die Räume (mit Getäfel und Felderdecken) sind um große Flursäle angeordnet, diese sind im Erdgeschoss gewölbt und in den oberen Stockwerken flach.

Bemerkenswert ist der 3,14 m hohe Perkhofersche Kachelofen im Herrengeschoß der Anlage, ein mit Zierkacheln bekränzter Turmofen aus der Zeit um 1650.<ref>Josef Ringler: Tiroler Wappenöfen und Wappenkacheln. In: Der Schlern 29, 1955, S. 93 (mit Abb. 3).</ref>

Sonstiges

Der Historiker Emil von Ottenthal stammt von Neumelans und wuchs hier auf.

Literatur

  • Stefan Stabler: Burgen und Ansitze in Südtirol: Eisacktal, Pustertal. Athesia, Bozen 2008, ISBN 978-8860110978.
  • Elena Taddei: Franz von Ottenthal (1818–1899): Arzt und Tiroler Landtagsabgeordneter. Wien: Böhlau 2010, ISBN 978-3-205-78460-9.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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