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Ansellia africana

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Ansellia africana
Datei:Ansellia africana.jpg

Ansellia africana
Bildtafel 367 aus:
R. Warner & B.S. Williams:
„The Orchid Album“
(1882–1897)

Systematik
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Epidendroideae
Tribus: Cymbidieae
Untertribus: Cymbidiinae
Gattung: Ansellia
Art: Ansellia africana
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Ansellia
Lindl.
Wissenschaftlicher Name der Art
Ansellia africana
Lindl.

Die Orchidee Ansellia africana ist die einzige Art der Pflanzengattung Ansellia innerhalb der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie ist im tropischen bis südlichen Afrika weitverbreitet und wächst epiphytisch in saisonal trockenen Regionen.

Beschreibung

Datei:Ansellia africana BDB22.jpg
Ausschnitt eines Blütenstandes mit zygomorphen Blüten
Datei:Leopard Orchid (Ansellia africana) flowers (32327557676).jpg
Ansellia africana in KwaZulu-Natal

Vegetative Merkmale

Ansellia africana ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Die bei einer Länge von 10 bis 60 (gelegentlich bis 80) Zentimetern sowie bei einem Durchmesser von 1 bis 3 Zentimetern zigarrenförmigen Pseudobulben sitzen dicht nebeneinander; jung sind sie grün und glatt, später werden sie gelblich mit längs verlaufenden Runzeln. Sie bestehen aus mehreren Internodien, von denen aber nur die obersten Laubblätter tragen, darunter umhüllen papierartige Niederblätter den Spross. Das Verzweigungsmuster ist sympodial, Erneuerungsknospen treiben aus der Basis der Sprossachse aus. An dieser Basis entspringen auch die von Velamen umhüllten Wurzeln. Neben der Aufgabe, die Pflanze an ihrem Standort zu verankern, bilden sich seitlich nach oben weisende Wurzeln, die herabfallende Laubblätter sammeln.

Die Laubblätter entspringen den obersten vier bis zehn Nodien. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 15 bis 50 Zentimetern lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende. Sie sind längs mehrerer sichtbarer Blattadern gefaltet.

Generative Merkmale

Der rispige Blütenstand sitzt seitlich am Ende der Sprossachse. Die zahlreichen resupinierten Blüten haben eine gelbe Grundfarbe, auf der variable rötliche Flecken zu sehen sind. Selten kommen auch rein gelb oder gelblich-grün blühende Exemplare vor. Die zwittrige Blüte ist zygomorph, hat einen Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern und ist dreizählig. Die Blütenhüllblätter sind sich in Form und Größe ähnlich und sind nicht miteinander verwachsen. Die Lippe ist dreilappig, die Seitenlappen sind nach oben geschlagen. Der Mittellappen ist am Rand leicht gewellt und in der Mitte mit zwei bis drei Kielen versehen. Die Säule trägt ein Staubblatt, dieses enthält vier Pollinien, die paarweise an einer Klebscheibe hängen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Ansellia africana ist vom tropischen bis südlichen Afrika weitverbreitet.<ref name="POWO" />

Meist ist sie in Gegenden mit ausgeprägter Trockenzeit zu finden und besiedelt dort als Epiphyt Galeriewälder und Miombo-Wälder. Vom Flachland steigt sie bis in Höhenlagen von 1700, selten bis 2000 Metern auf.

Taxonomie

Die Gattung Ansellia wurde 1844 mit der Erstbeschreibung von Ansellia africana durch John Lindley in Edwards's botanical register, Band 30, Tafel 12 aufgestellt.<ref name="POWO" /> Synonyme für Ansellia africana <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl. sind: Ansellia confusa <templatestyles src="Person/styles.css" />N.E.Br., Ansellia gigantea <templatestyles src="Person/styles.css" />Rchb. f., Ansellia africana subsp. australis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Summerh.) Senghas.<ref name="POWO" />

Die Gattung Ansellia ist nach dem britischen Gärtner und Pflanzensammler John Ansell (?–1847) benannt;<ref name="Burkhardt2018" /> dieser entdeckte diese Pflanzenart im Jahr 1841 auf der Insel Fernando Póo, wo er nach einer verlustreichen Niger-Expedition ein tropisches Fieber auskurierte.<ref>Kurzbiografie.</ref>

Verwendung

Gelegentlich wird Ansellia africana als Zierpflanze verwendet. Es gibt eine Reihe von Sorten, die aufgrund ihrer Blütenfarbe ausgelesen wurden. Mit einigen verwandten Arten wurden Hybriden erzielt.

Quellen

Literatur

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  • Mark A. Hyde, Bart Wursten: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Vorlage:Tropicos </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Ansellia africana bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ansellia africana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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