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Anschlagsserie in Frankreich 1995

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Datei:Trash bin in Paris.jpg
Seit der Anschlagsserie sind in Paris viele Mülleimer durch leicht einsehbare Mülltüten ersetzt worden, um Sprengstoffanschläge zu verhindern.

Bei der Anschlagsserie in Frankreich 1995 handelt es sich um eine Serie von mehreren<ref name="Spiegel">Frankreich: Stadt in Angst. In: Der Spiegel. Nr. 43, 1995, S. 174 (online23. Oktober 1995).</ref> Anschlägen in Paris und anderen französischen Orten, verübt von der islamistischen Terrorgruppe GIA. Bei insgesamt drei Bomben-Explosionen in Zügen und an einer Station der Pariser Métro und RER starben acht Menschen, annähernd 200 weitere wurden verletzt.<ref name="Euronews"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Islamist wegen Finanzierung der Anschläge auf Pariser Metro verurteilt (Memento vom 20. April 2019 im Internet Archive)</ref>

Hergang

Bereits am 11. Juli 1995 war Abdelbaki Sahraoui, Imam der Pariser Moschee in der Rue Myrha und einer der Gründer der Islamischen Heilsfront (FIS), ermordet worden. Später ermittelte Indizien sprachen dafür, dass auch für Sahraouis Ermordung bereits die Terrorgruppe um Khaled Kelkal verantwortlich war, eindeutig aufgeklärt wurde der Mord jedoch nicht.<ref>Erich Inciyan: L'enquête sur les attentats de l'été 1995 a beaucoup progressé. In: Le Monde. 11. Juli 1996, abgerufen am 5. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Folgen

Am Tag nach dem Bombenanschlag in der RER-Schnellbahn im Oktober 1995 sank die Zahl der Fahrgäste um etwa 30 Prozent.<ref name="Spiegel" />

Innenminister Jean-Louis Debré setzte einen Notstandsplan nach dem Attentat am 7. September. Dabei wurden 20.000 Polizisten, 2.500 Soldaten und 9.000 Zöllner an Flughäfen, Bahnhöfen, Grenzen, Elektrizitätswerken und Museen zusätzlich zur Überwachung eingesetzt. In Paris wurden rund 7.000 Abfalleimer zugeschraubt oder entfernt.<ref name="Spiegel" />

2006 wurde der Algerier Rachid Ramda in Frankreich in einem ersten Verfahren wegen der zunächst nachgewiesenen finanziellen Unterstützung der terroristischen Anschläge zu zehn Jahren Haft verurteilt.<ref name="Euronews" /> Im darauf folgenden Jahr wurde er wegen der Vorbereitung und Durchführung der drei Anschläge auf die Pariser Métro und RER zu lebenslanger Haft, mit einer Mindesthaftdauer von 22 Jahren, verurteilt. Dies Urteil wurde in zwei Berufungsverfahren, zuletzt im Jahr 2011, bestätigt.<ref>L'islamiste algérien Rachid Ramda définitivement condamné à la perpétuité. In: lemonde.fr. 15. Juni 2011, abgerufen am 25. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mögliche Zusammenhänge zu weiteren Anschlägen

Am 31. Oktober 1995, 14 Tage nach dem 5. Anschlag in Paris, wurde eine Kleingruppe militanter Islamisten im nordfranzösischen Lille verhaftet, die nach Polizeiangaben bei den Vorbereitungen für ein Bombenattentat auf einen Wochenmarkt ertappt wurde.<ref>Hervé Gattegno, Erich Inciyan: Un attentat à la bombe visant un marché de Lille a été déjoué par la police. In: lemonde.fr. 3. November 1995, abgerufen am 27. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein weiteres Attentat im Dezember 1996

Dieses Attentat wurde am 3. Dezember 1996 verübt. Bereits vor Abfahrt eines Zuges der RER-Linie B im Bahnhof Roissy-Charles-de-Gaulle war eine, in einem blauen Sack verborgene, 14 kg schwere Gasflasche im Zug deponiert worden. Diese explodierte später im Bahnhof Port-Royal. 4 Personen wurden getötet; 170 Personen wurden verletzt. Es wird vermutet, dass das Attentat ebenfalls von der GIA durchgeführt wurde.<ref>le parisien vom 2. Dezember 2006 (frz.) abgerufen am 21. Januar 2014</ref>


Einzelnachweise

<references />