Anime-Comic
Ein Anime-Comic ist ein Comic, in dem einzelne Bilder verwendet werden, die ausschließlich aus einem Anime stammen.<ref>Paul Gravett: Manga - Sechzig Jahre Japanische Comics, S. 31. Egmont Manga und Anime, 2004.</ref><ref name=":0">Frederik L. Schodt: Manga! Manga! The World of Japanese Comics. Kodansha America, 1983, ISBN 0-87011-752-1, S. 147.</ref> Nachträglich werden in die Bilder Sprechblasen und Geräusche lautmalerisch mittels sogenannter Onomatopoesie eingefügt, so dass die Geschichte als Comic wiedergegeben wird.<ref name="gravett"/> In der Regel richtet sich der Text nach der Synchronisation des Anime, wobei es jedoch Abweichungen geben kann. Im Gegensatz zu den meisten Mangas sind Anime-Comics farbig.
Die Comic-Form entstand um 1980 in Japan als Fortsetzung der Verwertungskette von Manga-Serien zu Anime-Verfilmungen – zurück in die Comicform in kostengünstiger Weise mit deutlich größerem Profit als das Original. Die ursprüngliche japanische Bezeichnung animekomikkusu ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) wurde vom Verlag Kōdansha geprägt.<ref name=":0" />
In einigen westlichen Ländern gingen von dortigen Verlagen produzierte Anime-Comics der Erstveröffentlichung von Mangas voraus. Diese gaben einen ersten Vorgeschmack auf japanische Comics.<ref name="gravett">Paul Gravett, S. 154</ref> In Deutschland sind unter anderem die Anime-Filme zu den Serien Dragon Ball, Dragon Ball Z, Dragon Ball GT, One Piece, Detektiv Conan und Naruto als Anime-Comic erschienen.
Einzelnachweise
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