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Angriff der 20-Meter-Frau (1993)

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Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Christopher Guest
Drehbuch Joseph Dougherty
Produktion Joseph Dougherty,
Daryl Hannah,
Debra Hill
Musik Christopher Guest,
Michael McKean,
Nicholas Pike
Kamera Russell Carpenter
Schnitt Harry Keramidas
Besetzung

Angriff der 20-Meter-Frau (Originaltitel: Attack of the 50 Ft. Woman) ist ein 1993 erschienener US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Christopher Guest. Das Drehbuch schrieb Joseph Dougherty basierend auf Mark Hannas Drehbuch für den von Nathan Juran gedrehten Film Attack of the 50 Foot Woman aus dem Jahr 1958. Die Fernseh-Neuverfilmung wurde erstmals 1993 im US-Kabelfernsehen gezeigt. In einigen europäischen Ländern kam der Film 1994 auch in den Kinoverleih. In Deutschland startete er am 27. Oktober 1994.

Handlung

Nancy Archer hat von ihrer Mutter ein Vermögen geerbt, auf das es ihr Vater abgesehen hat. Ihr Ehemann Harry betrügt sie mit der Kosmetikerin Honey. Als sie eines Nachts auf ein Ufo trifft, wird sie mit einem Laser bestrahlt, der auf den Diamanten an ihrem Hals gerichtet ist. Als sie zu Harry fahren will, wird sie von der Polizei festgenommen und von ihrem Vater abgeholt. Einige Tage später fahren Harry und Nancy Archer an dieselbe Stelle und treffen wieder auf das Ufo. Das Ufo entführt Nancy und setzt sie auf dem Dach von Honeys Kosmetiksalon ab.

Sie wird nach Hause gebracht. Der Vater und Harry streiten sich, als Dr. Cushing eintrifft. Kurze Zeit später wacht Nancy auf und weiß von nichts. Der Vater und Harry streiten sich wieder, und es geht am Ende um die verstorbene Mutter, die sich angeblich das Leben nahm, weil der Vater ihr Geld aufgebraucht hatte. Daraufhin wird Nancy zum ersten Mal richtig wütend und fängt an zu wachsen. Sie wächst aus ihren Schuhen und aus ihrer restlichen Kleidung heraus und durchstößt die Decke. Danach wird sie in einer Scheune versteckt, und Dr. Victor Loeb wird von Harry in Nancys Zustand eingeweiht. Ihre Übergröße hat einen Nachteil: Sie ist anfällig für Herzanfälle. Bei einem gemeinsamen Abendessen beschimpft Harry seine Frau und sie bekommt einen Schwächeanfall. Sie stürzt auf die Scheune. Harry denkt, dass Nancy gestorben ist, und fährt umgehend zu Honey. Nancy erwacht, wächst weiter und stapft auf der Suche nach Harry durch die Stadt. Sie entführt Harry. Vor einer Hochspannungsleitung wird sie aufgehalten und von einem Polizeihubschrauber beschossen. Sie fällt auf die Hochspannungsleitung und stirbt scheinbar. Das Ufo nimmt sie und Harry mit und fliegt weit weg in den Weltraum.

Auszeichnungen

Christopher Guest wurde als Regisseur 1995 in der Kategorie Bester Film für den International Fantasy Film Award des Festivals Fantasporto nominiert.

Hintergrund

Der Film, dessen Spezialeffekte von Fantasy II Film Effects stammen, wurde in Taft (Kalifornien) gedreht.<ref>Filming locations für Angriff der 20-Meter-Frau, abgerufen am 6. August 2007</ref>

Kritik

In englischsprachigen Medien wurde der Film überwiegend negativ beurteilt. Basierend auf der Auswertung von 10 Kritiken wird auf Rotten Tomatoes eine Positivquote von lediglich 20 Prozent ausgewiesen<ref>https://www.rottentomatoes.com/m/attack_of_the_50_foot_woman_1993</ref>.

Ken Hanke schrieb in Mountain Xpress, der Originalfilm sei unterhaltsam gewesen. Dieser Film versuche zu sehr, unterhaltsam und „clever“ zu sein.<ref>Attack of the 50 Ft. Woman. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 6. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Norbert Krüger schrieb in der Hamburger Rundschau vom 12. Januar 1995, der Film sei eine „pseudo-feministische Parabel um eine betrogene Ehefrau“. Er sei „psychologisch spannend“, die Spezialeffekte seien jedoch „katastrophal“. Der Film wurde als „naiv gemachter SF-Trash“ bezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.norbert-krueger.com, abgerufen am 6. August 2007 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Die Rheinische Post formulierte: „Schlampige Regie paart sich hier mit schludriger Tricktechnik und schauspielerischer Unfähigkeit zu einem stümpferhaften Science-Fiction-Unsinn, […].“

Literatur

  • Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction-Films. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-11860-X, S. 63.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>