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Angebot (Nachrichtentechnik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Verkehrsbilanz-20190826.svg
Verkehrsbilanz in der Nachrichtentheorie

Ein Angebot <math>A</math> in der Verkehrstheorie ist der Verkehrswert, der einem Kommunikationssystem oder einer Ressource davon zur Verarbeitung zugeführt (angeboten) wird. Wenn zu einem realen Zeitpunkt <math>C_a</math> Belegungsversuche mit einer mittleren Belegungsdauer <math>t_m</math> an eine Anlage gerichtet werden<ref>Gerd Sigmund: Technik der Netze. 5. Auflage, Hüthig, Heidelberg 2002, S. 100</ref>, so ist das Angebot

<math>A = C_a \cdot t_m</math>

Praktisch werden die Angebote, die bestimmten Teilen der Kommunikationssystems zugeführt werden, meist getrennt betrachtet.

Ob das Angebot verarbeitet werden kann oder nicht, richtet sich danach, welche Leistung (= Verkehrswert der Leistung) das Kommunikationssystem verarbeiten kann und nach welchem Verkehrsmodell es konzipiert ist:

  • in einem Verlustsystem ist das Angebot (= Verkehrswert des Angebotes) eine theoretische Größe, da es vom System mit der Leistung (= Verkehrswert der Leistung) <math>y</math> nicht in jedem Fall verarbeitet werden kann. Das Angebot, das die Leistung <math>y</math> zu einem bestimmten Zeitpunkt übersteigt (der Restverkehr), wird vom System abgewiesen und geht als Verlust (= Verkehrswert des Restes) verloren.
  • in einem theoretischen Wartezeitsystem wird das Angebot ohne Verlust verarbeitet. Im Blockierungsfall muss jedoch ein Teil des Angebotes mit einer Wartewahrscheinlichkeit <math>P</math> warten. Diese Modelle treten in der Realität weniger auf; hier findet man eher Warte-/Verlustmodelle.

Beispiele

Bei der IP-Telefonie können Kommunikationssysteme Router oder Gateways sein. Ressourcen davon können deren Eingangswarteplätze sein.

Einzelnachweise

<references />