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Angantyr (Dänemark)

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Angantyr ist eine Gestalt der altnordischen Sagas, nicht identisch mit einem Herrscher der Dänen zu Beginn des 8. Jahrhunderts, genannt Ungendus.<ref>V. U. Hammershaimb: Arngríms synir. In: Færøiske Kvæder Det nordiske Litteratur-Samfund København 1851-55. Abgerufen am 1. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „"Angantýr er ein avrekskappi, komin av Bjarna landi"“</ref>

Ungendus ist in Alkuins (735–804) Vita sancti Willibrordi im Rahmen eines Missionsversuch an der dänischen Westküste von um 710 des Erzbischofs von Utrecht, Willibrord, erwähnt. Willibrord erhielt von diesem Ungendus dreißig Knaben als Geschenk, die zur Klosterausbildung im Reich des merowingischen Hausmeiers vorgesehen waren. Ungendus bedeutet "ein zu Salbender" (lat.). Der Herrscher unbekannten Namens hatte demnach den Rang eines Königs, es fehlte ihm aber die Salbung eines christlichen Königs.<ref>Willi Kramer: Der Hauptwall des Danewerks im frühen achten Jahrhundert. In: Mitteilungen zur Archäologie des Danewerks. 2026, S. 14 f., abgerufen am 30. März 2026.</ref> Er könnte zur Zeit des Baus des Kanhave-Kanals 726 n. Chr. in Dänemark regiert haben und hat den ersten großen Ausbau des Danewerks von um 710/720 veranlasst.

Die Sagaliteratur kennt mehrere Personen mit dem Namen Angantyr. Nach Angantyr sind zwei bronzezeitliche Grabdenkmäler benannt, das Großsteingrab „Angantyr Høj“ auf Samsø und Angantyrs rojr, eine Röse am Gansviken im Kirchspiel Grötlingbo nahe der Südspitze der schwedischen Insel Gotland.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />