Anemonin
Anemonin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in Hahnenfußgewächsen, wie zum Beispiel der Küchenschelle (Pulsatilla), enthalten ist.
Sein Name leitet sich von der Bezeichnung der auch Anemone genannten Windröschen ab, in denen es zuerst von Heyer entdeckt wurde.<ref name="Heyer">Carl Löwig: Chemie der organischen Verbindungen. Schulthess, 1839, S. 511 (Vorlage:Google Buch).</ref> Es ist ein Umwandlungsprodukt des giftigen Protoanemonins<ref name="druglead">Anemonin (Druglead).</ref> und besitzt eine Lactonstruktur: Es ist das Dilacton der 1,2-Dioxy-cyclobutan-di-β-acrylsäure. Es besitzt krampflösende, schmerzlindernde Eigenschaften und ist antibiotisch wirksam.<ref>Anemonin (Wissenschaft-Online).</ref> Aus Protoanemonin wird es neben Anemonsäure bei Kontakt mit Luft oder Wasser durch Dimerisierung gebildet.<ref>Leopold Gmelin: Handbuch der organischen Chemie. Winter, 1866, S. 1190 (Vorlage:Google Buch).</ref> Anemonin ist im Zusammenhang mit Bienenvergiftungen aufgrund bestimmter Hahnenfußpollen bekannt (Bettlacher Maikrankheit).<ref>Vorlage:Webarchiv.</ref> Vorlage:Absatz
Weblinks
Literatur
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- Hiroshi Kataoka, Kazutoshi Yamada, Noboru Sugiyama: The Photo-synthesis of Anemonin from Protoanemonin. In: Bulletin of the Chemical Society of Japan. 38, 1965, S. 2027, doi:10.1246/bcsj.38.2027.
Einzelnachweise
<references />