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Andreas Vogel (Liedermacher)

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Andreas Vogel (* 11. Januar 1952 in Neunkirchen; † 23. Februar 2026 in Homburg<ref name="nachruf">Sebastian Dingler: Songs zu Friedens- und Umweltthemen: Liedermacher Andreas Vogel gestorben. In: saarbruecker-zeitung.de. 23. Februar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref><ref>Andreas Vogel – Lebensdaten. In: Gedenkseite. Abgerufen am 4. März 2026.</ref>) war ein deutscher Liedermacher und Arzt aus dem Saarland.

Leben

Andreas Vogel wurde in Neunkirchen als Sohn eines Arztes geboren. Er wuchs zunächst in Saarbrücken auf, wo sein Vater an einer Lungenklinik arbeitete, und zog später mit seiner Familie nach Kleinblittersdorf. Mit elf Jahren begann er, Gitarre zu spielen.<ref>Liedermacher Andreas Vogel. Immer wieder neue handgemachte Lieder. In: Saarbrücker Zeitung. 21. Januar 2021. Abgerufen am 24. Februar 2026.</ref>

Der Texter, Komponist und Sänger Andreas Vogel begleitete seine Lieder unplugged mit Gitarre und Mundharmonika. Die Lieder handelten von Friedens- und Umweltthemen und riefen – in klassischer Liedermachermanier – zum Widerstand, Einmischen und Verändern auf. Daneben gab es Lieder zu (zwischen-)menschlichen Themen wie Sehnsucht, Geborgenheit, Begegnung, Reife und Liebe.

Andreas Vogel engagierte sich für Friedens- und Umweltthemen. Er zählte zusammen mit Astrid Klug zu den Initiatoren und seitdem auch zu den Organisatoren der Ökomesse Umwelt- und Friedenstag, die zwischen 1987 und 2012 25 Mal stattfand.<ref>Umwelt- und Friedenstag, Archivversion vom 8. April 2013 einer Informationsseite des Saarpfalz-Kreises.</ref><ref>Website des Umwelt- und Friedenstags, Archivversion vom 23. April 2008.</ref>

An der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Homburg war Vogel Oberarzt und arbeitete bis Ende März 2021 als ambulanter Kinder- und Jugendpsychiater in Saarbrücken. Er wohnte mit seiner Familie in Homburg. 2026 starb er im Alter von 74 Jahren.<ref name="nachruf" />

Musik

Anfang der 1970er Jahre spielte Andreas Vogel in der Saarbrücker Folkgruppe Schmetterling. Seit dieser Zeit trat er zusammen mit Wolfgang Winkler auch mit eigenen Texten und Liedern auf, später zumeist solo. Ab 1998 hatte Andreas Vogel in Michael Seibert (Saxophon, Flöten und Klarinette) einen musikalischen Partner gefunden. Andreas Vogel übersetzte viele Folksongs ins Deutsche, insbesondere die Lieder von Bob Dylan. Nach dem Tod seines Partners Michael Seibert kehrte Andreas Vogel nach längerer Pause auf Kleinkunstbühnen zurück.

Ab 2003 trat er mit dem Soloprogramm Andreas Vogel singt Bob Dylan auf, in dem er unter dem Titel Die Zeiten ändern sich Dylan-Songs auf Deutsch präsentierte. Ab 2008 hatte er nur noch seltene Auftritte als Liedermacher und sang vermehrt in der Blues-Rockband Seventh Sunrise.

Im Jahr 2013 folgte die Musik zur Lesung Meine Sehnsucht will nicht vergehen – Liebesbriefe an Adolf Hitler mit Silvia Bervingas. 2017 Mitarbeit im Projekt Liederschmiede, am 30. September 2017 Konzert in Mainzweiler mit Lisa Ludes, Wolfgang Schulz, Rüdiger Ulrich, Stefan Biehl, Gunnar Schröder und Günter Groß, 2019 dann Konzerte mit Lisa Ludes.

2021 nahm er bei Bernhard Wittmann im Blaufabrik Studio in Sulzbach eine Abschluss CD mit fünf Liedern auf. Die EP „Respekt“ erschien im August 2021, Mitmusiker waren Sebastian Dingler, Lisa Ludes, Christine Rauh, Magali Vogel, Yan Vogel, Sascha Waack und Bernhard Wittmann.

Diskografie

  • 1980 LP – Tanz der Komödianten
  • 1987 Single – Mairegen
  • 1989 LP – Überlebenssehnsucht
  • 1989 CD – Überlebenssehnsucht
  • 1996 CD – Mehr als 2 Gesichter
  • 1999 EP – Andreas Vogel und Michael Seibert: Das Leben ist ein Abenteuer
  • 2021 EP – Respekt

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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