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Andreas Schäfer (Schriftsteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Andreas Schäfer.JPG
Andreas Schäfer

Andreas Schäfer (* 20. Mai 1969 in Hamburg) ist ein deutsch-griechischer<ref>Andreas Schaefer: Griechenland wird von Misstrauen zusammengehalten. In Deutschlandfunk Kultur, 5. Januar 2012.</ref> Schriftsteller und Journalist. Er lebt und arbeitet in Berlin.<ref>Andreas Schäfer beim Rowohlt Verlag.</ref>

Leben

Andreas Schäfer wuchs bei Frankfurt am Main als Sohn einer Griechin und eines Deutschen auf. Nach dem Abitur studierte er Germanistik und Religionswissenschaften in Frankfurt am Main, Kassel und Berlin. Den Drang zu schreiben, verspürte er bereits mit 19 Jahren, sagte er in einem Porträt der WELT (23. August 2003). Noch während des Studiums begann er Artikel in der „Berliner Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ zu publizieren. Von 1997 bis 2003 schrieb er als Autor für die „Berliner Zeitung“, von 2004 bis 2013 für den „Tagesspiegel“.

Schäfer lebt nach längeren Aufenthalten in Athen heute als freier Schriftsteller in Berlin.  Sein literarisches Debüt „Auf dem Weg nach Messara“ erschien 2002 und wurde von der Kritik positiv aufgenommen und als bemerkenswert sicheres Debüt von „glanzvoller Sprödigkeit“ bezeichnet, wie Andreas Nentwich in der Laudatio zur Verleihung des Förderpreises des Bremer Literaturpreises schrieb. Das Buch gilt als Beginn eines thematisch geschlossenen Oeuvres, das immer wieder Familienkonstellationen und Motive wie Identität, Schuld und gesellschaftliche Traumata variiert.

Neben Romanen schreibt Schäfer Essays, Radiofeatures und Texte für die Bühne. 2017 unterrichtete er am Schweizerischen Literatur-Institut in Biel. 2018 wurde sein Libretto „Die Schneekönigin“<ref>Die Schneekönigin</ref> zur Musik von David Philip Hefti an der Tonhalle Zürich uraufgeführt. 2025 erlebte Schäfers Theaterstück „Beyond. Wie Licht entsteht“ am Schauspielhaus Erlangen seine Uraufführung.

Werke

  • Auf dem Weg nach Messara. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0154-5.
  • Wir vier. DuMont, Köln 2010, ISBN 978-3-8321-9574-8.
  • Gesichter. Roman, DuMont, Köln 2013, ISBN 978-3-8321-9664-6.
  • Das Gartenzimmer. Roman, DuMont, Köln 2020, ISBN 978-3-8321-8390-5.
  • Die Schuhe meines Vaters. Roman. DuMont, Köln 2022, ISBN 978-3-8321-8196-3.
  • Letzter Akt. Roman. DuMont, Köln, 2026, ISBN 978-3-8321-8183-3

Auszeichnungen

  • 1991 Preisträger des Literaturforums Hessen
  • 2000 Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin
  • 2002 SWR Bestenliste Platz 9 im Juni mit „Auf dem Weg nach Messara“
  • 2003 Preis der Lichtburgstiftung
  • 2003 Bremer Literaturpreis (Förderpreis) für „Auf dem Weg nach Messara“
  • 2009 Shortlist Ingeborg-Bachmann-Preis
  • 2010 Longlist Deutscher Buchpreis 2010 mit „Wir vier“
  • 2010 Anna-Seghers-Preis
  • 2013 SWR Bestenliste Platz 9 im Dezember mit „Gesichter“
  • 2015 Literaturstipendium des Berliner Senats
  • 2017 Aufenthaltsstipendium der Villa Aurora, Los Angeles
  • 2022 Literaturstipendium des Berliner Senats
  • 2022 Sachbücher des Monats. „Die Schuhe meines Vaters“ auf Platz 8 der Bestenliste im September
  • 2022 Nominierung Preis der Literatour Nord
  • 2023 Alfred-Döblin-Stipendium
  • 2024 Zwei Raben – Aufenthaltsstipendium im Ubbelohde-Haus

Weblinks

Einzelnachweise

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