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an-Nasr

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Datei:Surah Al Nasr.jpg
Sure an-Nasr, Ausstellung im Golestanpalast
Datei:Chapter 110, An-Nasr (Murattal) - Recitation of the Holy Qur'an.mp3
an-Nasr

An-Nasr (arabisch{{#if:النصر| {{#invoke:Vorlage:lang|fold}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:an-Naṣr|, DMG {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| <templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}{{#if:

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Zeit und Ort der Offenbarung werden nach ʿAbdallāh ibn ʿUmar mit den Tagen des Islamischen Opferfestes (ayyāmu ʾt-tašrīq) nach der Abschiedswallfahrt Ende Januar 632 angegeben, noch vor der berühmten Rede Mohammeds.<ref name=IbnKathir489/>

Übersetzung

1. Wenn (über kurz oder lang) die Hilfe Allahs kommt und der (von ihm verheißene) Sieg (fath) (sich einstellt),

Iḏā ǧāʾ naṣru ʾllāhi wal-fatḥ

2. und (wenn) du siehst, dass die Menschen in Scharen der Religion Allahs beitreten,

Wa raʾaita ʾn-nāsa yadḫulūna f īdīni ʾllāhi afwāǧā

3. dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist wahrlich Der, Der die Reue annimmt (tauwaab).

fasabbiḥ bi-ḥamdi rabbika wa-staġfirhu innahu kāna tauwābā.

Interpretation

Vers 1: Die Sure richtet sich an Mohammed.<ref name=Tabari705>Aṭ-Ṭabarī: Ǧāmiʿ ʾl-ʾabayān ʿan taʾwīli āy ʾl-qurʾan. Bd. 24, 1. Auflage, Kairo, 2001, S. 705</ref> "Wenn [...] kommt" ist hier als "Es ist [...] gekommen" zu verstehen.<ref name=Al-Qurtubi539>al-Qurtubī: Ǧāmiʿ ʾl-ʾaḥkām ʾl-qurʾan. Bd. 22, Auflage 1, Al-Resalah, Beirut, 2006, S. 539</ref> Es ergibt sich folgender Sinn: "Wenn die Hilfe Gottes für Dich gegen Dein Volk der Koreischiten kommt, [...]."<ref name=Tabari705/> Der "Sieg" wird in der Koranexegese unterschiedlich identifiziert: al-Hasan al-Basri gibt die Eroberung Mekkas im Januar 630 (8 n.H.) an (was die vorherrschende Meinung unter den Koranexegeten ist), Ibn Abbas und Sa'id ibn Dschubair die Eroberung der Städte und Schlösser und wiederum andere das gesamte Wissen, das die Muslime erhalten haben.<ref name=Al-Qurtubi538/>

Vers 2: Mit den "Menschen" sind die Bewohner Arabiens gemeint, seien dies Araber, oder nicht. Nach der Eroberung Mekkas sind so viele Menschen in den Islam eingetreten, dass in allen arabischen Stämmen der Arabischen Halbinsel die Mehrheit Muslime waren.<ref>Ibn Kaṯīr: Tafsīru ʾl-qurʾāni ʾl-ʿaẓīm. Bd. 14, 1. Auflage, 2000, S. 494</ref> "In Scharen" bedeutet hier "gruppenweise" und ist synonym zu zumaran (Sure 39:71).<ref name=Tabari705/> Nach Meinung von ʿIkrima und des Exegeten Muqatal ibn Sulaiman sind mit den Menschen die Jemeniten gemeint, von denen 700 Muslime wurden, was Mohammed sehr erfreut und al-ʿAbbas und Umar ibn al-Chattab zum Weinen gebracht habe.<ref name=Al-Qurtubi538/>

Vers 3: Der Lobpreis wird als die Verehrung Gottes verstanden aufgrund dessen, was er seinem Propheten gegeben hat.<ref name=Tabari705/> Das Bitten um Vergebung kann unter drei verschiedenen Gesichtspunkten verstanden werden:<ref>al-Qurtubī: Ǧāmiʿ ʾl-ʾaḥkām ʾl-qurʾan. Bd. 22, Auflage 1, Al-Resalah, Beirut, 2006, S. 542</ref>

  1. als Bitte um Vergebung für die muslimische Gemeinschaft
  2. als allgemeine Anbetung, nicht als Vergebung-Suchen im wörtlichen Sinne
  3. als Vorbild für die Muslime, nicht um Vergebung für eigene Sünden zu suchen, denn wie die anderen Propheten wird auch Mohammed traditionell im Islam als sündenlos angesehen

Das Resultat dieser beiden Anbetungen wird am Ende des Verses genannt: Gott nimmt die Reue derjenigen an, die ihn lobpreisen und ihn um Vergebung bitten.

Die Anweisungen, die diese Sure enthält, sollen auch vom Propheten ausgeführt worden sein. So heißt es in einem Hadith nach seiner Frau Aischa: "Ich sagte: »Oh Gesandter Gottes, ich sehe Dich oft sagen ‘Gepriesen sei Gott und ihm gebührt alles Lob, ich bitte Gott um Vergebung und wende mich Dir reuig zu.’ Da sagte er: ‘Mein Gott teilte mir mit, dass in meiner Gemeinschaft ein Zeichen erscheinen wird, bei dem, wenn ich es sähe, sagen solle: ›Gepriesen sei Gott und ihm gebührt alles Lob, ich bitte Gott um Vergebung und wende mich Dir reuig zu.‹ Nun habe ich es gesehen: Wenn (über kurz oder lang) die Hilfe Allahs kommt und der (von ihm verheißene) Sieg (fath) (sich einstellt), die Eroberung Mekkas, und (wenn) du siehst, dass die Menschen in Scharen der Religion Allahs beitreten, dann lobpreise deinen Herrn und bitte ihn um Vergebung! Er ist wahrlich Der, Der die Reue annimmt (tauwaab).’«<ref>Muslim, 220/484</ref>

Der Exeget ar-Razi interpretiert in seinem Tafsir Mafātīḥ ʿl-ǧaib die Sure als Zirkelschluss zu den frühen Offenbarungen, etwa 93:5 "Dein Herr wird dir (dereinst so reichlich) geben, dass du zufrieden sein wirst." So versprach Gott Mohammed am Anfang der Gesandtschaft Unterstützung und nimmt am Ende der Offenbarung wieder Bezug darauf.<ref>Faḫr ʿd-Dīn ʿr-Rāzī: Mafātīḥ ʿl-ǧaib. Bd. 32, 1. Auflage, Dar El-Fikr, Beirut, 1981, S. 149</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Sure