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Amur-Adonisröschen

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Amur-Adonisröschen
Datei:W hukujusou3021.jpg

Amur-Adonisröschen (Adonis amurensis)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Adonideae
Gattung: Adonisröschen (Adonis)
Art: Amur-Adonisröschen
Wissenschaftlicher Name
Adonis amurensis
Regel & Radde
Datei:Adonis amurensis to bear buds.jpg
Blütenknospen von Adonis amurensis

Das Amur-Adonisröschen (Adonis amurensis Regel & Radde) ist eine Pflanzenart der Gattung Adonisröschen (Adonis) und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Wegen der oft schon im Februar einsetzenden Blüte ist Adonis amurensis wie der Winterling (Eranthis hyemalis) ein Frühjahrsblüher.

Beschreibung

Das Amur-Adonisröschen wächst als kompakte, ausdauernde krautige Pflanze, die in der Blüten Wuchshöhen von 5 bis 15 cm erreicht und fruchtend bis auf 30 cm auswächst.<ref name="FOC" /> Es wird ein kurzes und dickes Rhizom als Überdauerungsorgan ausgebildet. Die unbehaarten Stängel sind nur selten verzweigt und besitzen an ihrer Basis häutige Schuppen. Während der Blütezeit sind die unbehaarten Laubblätter noch nicht völlig ausgebreitet. Die Blattstiele sind bis zu 6,5 cm lang. Die dreieckige, fein zwei- bis dreifach fiederig geteilte Blattspreite ist etwa 7,5 × 9 cm groß. Die Fiederabschnitte sind lang gestielt, die Fiedern letzter Ordnung sind schmal eiförmig oder lanzettlich und spitz.<ref name="FOC" />

Die zwittrigen Blüten weisen einen Durchmesser von 2,8 bis 3,5 cm auf. Die etwa neun Kelchblätter sind 1,4 bis 1,8 cm lang, länglich bis eiförmig-länglich, hell gräulich-purpurfarben und höchstens spärlich flaumig behaart. Die etwa zehn Kronblätter sind verkehrt-eiförmig-länglich bis schmal lanzettlich, unbehaart, 1,4 bis 2 × 0,5 bis 0,7 cm groß und gelb. Die zahlreichen, unbehaarten Staubblätter sind 3 mm lang. Die etwa 0,8 mm langen, gebogenen Griffel enden in einer kugeligen Narbe. Die spiralig in einer Sammelfrucht angeordneten Nüsschen sind verkehrt-eiförmig, etwa 3,8 mm lang und flaumig behaart.<ref name="FOC" />

Die Blütezeit reicht von März bis April,<ref name="FOC" /> kann aber auch schon früher im Februar einsetzen.<ref name="Rothmaler5" /> Die Pflanze zieht nach der Blüte im Mai bis Juni ein.

Die Chromosomenzahl beträgt 16, 24, 32 oder 40.<ref name="Tropicos" />

Vorkommen

Adonis amurensis wurde nach dem Amurgebiet benannt, ist aber auch in anderen Teilen Ostasiens verbreitet. Das Gesamtverbreitungsgebiet reicht von Ostsibirien über die Mandschurei (die chinesischen Provinzen östliches Heilongjiang, Jilin und Liaoning) und Korea bis Japan.<ref name="FOC" /> In China gedeiht Adonis amurensis in Wäldern und auf grasigen Hängen.<ref name="FOC" />

Datei:Adonis amurensis (1).JPG
Adonis amurensis, verschiedene Entwicklungsstadien

Inhaltsstoffe

Wie die meisten Arten der Adonisröschen enthält auch das Amur-Adonisröschen Giftstoffe. Da das Herzglykosid Adonitoxin u. a. in den Wurzeln enthalten ist, wird es auch als herzanregendes Mittel verwendet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />japan. Seite (Memento vom 3. Juni 2006 im Internet Archive)</ref>

Systematik

Adonis amurensis wurde 1861 von Eduard August von Regel und Gustav Radde erstveröffentlicht.<ref name="Regel" /> Synonyme für Adonis amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel & Radde sind Adonis vernalis <templatestyles src="Person/styles.css" />L. var. amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regel & Radde) Finet & Gagnepain,<ref name="FOC" /> Adonanthe amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regel & Radde) Chrtek & Slavikova und Chrysocyathus amurensis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Regel & Radde) Holub.<ref name="Tropicos" />

Gartenkultur

Unter dem Namen Amur-Adonisröschen werden seit etwa 1895 Pflanzen kultiviert.<ref name="Rothmaler5" /> Die Art war allerdings wohl niemals in nennenswertem Umfang in Europa in Kultur. Sie ist wegen einer engen ökologischen Amplitude in Bezug auf Licht und Bodenfeuchtigkeit schwierig zu kultivieren.<ref name="stauden.de" /> Barlages Großes Buch der Gartenblumen nennt die Blumen „ungewöhnlich schöne Blickfänge im Frühlingsgarten.“ Sie seien unkompliziert, lieben aber im Frühjahr feuchten Boden und sind anfällig für Schneckenfraß. Einfacher als Aussaat sei Vermehrung durch Teilung. Pro Quadratmeter brauche man 16 Pflanzen.<ref>Andreas Barlage, Frank M. von Berger: Das große Buch der Gartenblumen. Über 2000 Stauden, Sommerblumen, Zwiebelpflanzen und Gräser. Ulmer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-8001-3394-9, S. 115.</ref> Als Adonis amurensis hort. verkauft werden auch sterile, vegetativ vermehrte Hybriden aus Adonis multiflora × Adonis ramosa, an denen „echte“ Adonis amurensis nicht beteiligt ist. Eine Sorte dieser Hybride ist Adonis 'Fukujukai'.<ref name="stauden.de" />

Quellen

  • Fu Dezhi, Orbélia R. Robinson: Adonis amurensis. In:
  • Fritz Encke: Pareys Blumengärtnerei. Band 1. Paul Parey, Berlin 1960, S. 655.
  • Johannes Kreuzer: Kreuzer’s Gartenpflanzenlexikon "kurz und bündig": Stauden, Gräser, Farne, Wasserpflanzen. 5. Auflage. Band 2. Thalacker, Braunschweig 1982, ISBN 3-87815-028-8, S. 14.

Einzelnachweise

<references> <ref name="FOC"> Fu Dezhi, Orbélia R. Robinson: Adonis amurensis. In: </ref> <ref name="Regel"> Eduard August von Regel: Aufzaehlung der von Radde in Baikalien, Dahurien und am Amur, sowie vom Herrn von Stubendorff auf seiner Reise durch Sibirien nach Kamtschatka, und der von Rieder, Kussmisscheff und anderen in Kamtschatka gesammelten Pflanzen. 1. Abt. Dicotyledoneae. Polypetalae. In: Bulletin de la Société impériale des naturalistes de Moscou. Band 34, Nr. 2, 1861, S. 1–211 (hier, S. 35 ff., Tafel 2, Figur 1, 2a–b ff.), Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="stauden.de">

<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Adonis amurensis (Memento vom 20. Februar 2009 im Internet Archive) bei www.stauden.de (Website des Bundes deutscher Staudengärtner)

</ref> <ref name="Rothmaler5"> </ref> <ref name="Tropicos"> Adonis amurensis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> </references>

Weblinks

Commons: Amur-Adonisröschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien