Amorsbach
{{#if: behandelt den Tauberzufluss Amorsbach im nördlichen Baden-Württemberg. Amorbach (Begriffsklärung) führt weitere Themen des Namens Amorbach auf.
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}} Vorlage:Infobox Fluss Der Amorsbach ist ein mit seiner Hauptoberlauffolge zusammen 8 km langer Bach im Main-Tauber-Kreis im nördlichsten Baden-Württemberg, der nach einem erst östlichen, dann nordöstlichen Lauf weit überwiegend durch Gebiet und Siedlungsbereich der Stadt Külsheim im Gebiet der Stadt Wertheim von links in die untere Tauber mündet.
Name
Der Amorsbach trägt auf seinem 8,0 km langen Lauf verschiedene Namen. Der oberste Lauf des Hauptstrangs heißt bis zur Aufnahme des Breitenfeldgrabens nach einem Gewannnamen Bösenheckengraben, dann folgt ein Abschnitt Ochsengraben bis an den Rand des Ortskerns von Külsheim, daraufhin wird der Bach durchs weitere Külsheim und danach Külsheimer Bach genannt, um schließlich, hier zuletzt ein Stück weit Grenzbach zu Wertheim, als Amorsbach in die Tauber zu münden.
Im örtlichen tauberfränkischen Dialekt, in dem das Wort Bach generell weibliches Geschlecht hat, wird das Gewässer die Talbach genannt.
Geographie
Verlauf
Der Amorsbach entspringt südlich von Külsheim-Steinbach am Ostrand des Großen Waldes nahe der L 508 nach Külsheim-Steinfurt auf etwa Vorlage:Höhe. Er fließt zunächst in östliche Richtung auf Külsheim zu und nimmt auf dieser Strecke einige Bäche auf – den Breitfeldgraben, den Schmollertsgraben und den Schützengraben – die alle in ähnliche Lage am selben Waldrand entstehen und deren letzter ihn nach Länge sogar übertrifft. Hier tritt auch die L 509 an seine Seite, die ihm fast bis zur Mündung zuletzt auf dem mittleren Hang folgt.
Mit der Aufnahme des Schützengrabens nach etwa zwei Fünftel seines Laufs am Ortsrand von Külsheim dreht er auf Nordostkurs, den er dann bis zur Mündung beibehält. Noch in der brunnenreichen Kleinstadt läuft ihm der kurz zuvor aus zwei Ästen in der Altstadt vereinte Frankenbach von rechts und sein längster Zufluss Reutenbüschelsgraben von links etwas weiter im Norden zu.
Hier hat er nun schon eine markante Talmulde, die sich nach der linksseitigen Einmündung von Dorzengraben und Häckersbach zu einem bewaldeten Kerbsohltal wandelt. Aus diesem mündet er nach weiteren zweieinhalb Kilometern, inzwischen über 120 m unter der rechten Hangwald-Oberkante liegend, von links und Südwesten gut anderthalb Kilometer südlich von Wertheim-Bronnbach auf etwa Vorlage:Höhe in einer entgegenlaufenden Waldtalschlinge der unteren Tauber just eben schon innerhalb des Wertheimer Stadtgebietes in die Tauber.
Einzugsgebiet
Der Amorsbach entwässert ein Gebiet von 20,5 km² im nördlichsten Baden-Württemberg etwa nordöstlich zur unteren Tauber, das naturräumlich gesehen Teil der Wertheimer Hochfläche des Sandstein-Spessarts ist, zuletzt im Unterlauftal auch des Unter-Naturraums Unteres Taubertal.<ref name="BfL-152" />
Die Region ist geologisch vom Buntsandstein geprägt. Die höheren Quellbäche entspringen alle westlich von Külsheim in einer weiten Lössderivat-Auflage auf dem Oberen Buntsandstein, in den der Bach in seinem sich erst ab Külsheim stärker eintiefenden Tal auf Nordostlauf eintritt. Etwa wo der Wald auch den Grund das Unterlauftals zu bedecken beginnt, wechselt er in den Mittleren Buntsandstein. Er mündet in einem Auensedimentband um die Tauber.
Im Einzugsgebiet stehen aber auch triassische Schichten über dem Buntsandstein an. Die größeren Höhen rechts am Einzugsgebietsrand sind alle vom Unteren Muschelkalk aufgebaut: von der Erhebung Am hohen Herrgottsberg (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />) südlich des Kasernengeländes im Külsheimer Westen über den weiten Bergwald Taubenloch, in dem die mit (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />) größte Höhe im Einzugsgebiet liegt, dann über den Großen Heidberg (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />) östlich von Külsheim bis hin zum Kapellen- oder Stahlberg (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />) zieht sich diese höhere Schicht. Und auch links des Unterlaufes ist der Rücken des Schweizerbergs (Gipfel über Vorlage:Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" />) nordöstlich der Aussiedlergehöfte Roter Rain mit seinen Weinbergen am Südosthang obenauf von einer Schichtinsel des Unteren Muschelkalks bedeckt.<ref name="LGRB-Geologie" />
Die höchste Wasserscheide liegt wie schon erwähnt an der Südgrenze, wo an der Südostecke kurz der Brehmbach zur Tauber weiter aufwärts in Tauberbischofsheim konkurriert, über den längsten und höchsten Teil bis an die Südwestecke aber der westlich laufende Katzenbach, der über die dort Erfa genannte Erf in den Main entwässert. Hinter der Nordwestgrenze entwässert der Schönertsbach wie der Amorsbach nordöstlich etwas weiter abwärts von dessen Mündung nun wieder in die Tauber, die auch aufwärts der Amorsbachsmündung den jenseits der Südostgrenze größtenteils den Abfluss sammelnden Maisenbach aufnimmt.
Das Einzugsgebiet liegt fast vollständig auf dem Gebiet und sogar der Teilortgemarkung der Kleinstadt Külsheim, erst auf dem letzten halben Kilometer des Unterlaufs ist linksseits die Mittelstadt Wertheim Gebietsanrainer. Der einzige Ort am Lauf ist Külsheim selbst, im Einzugsgebiet liegt als einziger weiterer Siedlungsplatz ein Teil von dessen Aussiedlerhofgruppe Roter Rain.
Zuflüsse
Liste der Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Amorsbach auf etwa Vorlage:Höhe in einem Rückhaltebecken in Külsheim gegenüber dem Abzweig der L 504 nach Tauberbischofsheim von der im Tal laufenden L 509, wo der rechte Ochsengraben und der linke Schützengraben, beide aus dem Westen kommend, zusammenlaufen; der vereinte Bach wird zunächst und für den größeren Teil seines Laufs Külsheimer Bach genannt. Er wendet sich sofort auf Nordostlauf, den er bis zur Mündung beibehält.
- Ochsengraben, rechter und zuletzt westsüdwestlicher Oberlauf des Amorsbachs/Külsheimer Bachs, 3,2 km mit dem Bösenheckengraben und 2,6 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe westlich von Külsheim am Zusammenlauf zweier Feldwege, denen die Oberläufe folgen.
- Bösenheckengraben, linker und westlicher Hauptstrang-Oberlauf des Ochsengrabens, 1,6 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe in der Spitze eines Flurkeils, Gewann Eichsee, in den nordöstlichen Oberen Wald, Gemarkung Heidenbuckel.
- Breitfeldgraben, rechter und westlicher Oberlauf des Ochsengrabens auf etwa Vorlage:Höhe, 1,1 km und ca. 0,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nahe dem Ochsengraben-Ursprung ebenfalls am Flurrand nun des Breitfelds zum Oberen Wald
- Schmollertsgraben, von rechts und Westsüdwesten auf knapp Vorlage:Höhe neben der L 509 gegenüber dem Stadion am Westrand von Külsheim, 1,4 km und ca. 0,7 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Rand des Flurgewann Zigeunerstock zum Oberen Wald nahe der Abzweigung der L 509 von der L 508 Steinfurt–Steinbach.
- Taubenbaumgraben, von links und Nordwesten auf etwa Vorlage:Höhe gegenüber dem Kasernengelände, 0,6 km und ca. 0,2 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe in der Wanne.
- Schützengraben, linker und zuletzt westnordwestlicher Nebenstrang-Oberlauf, 3,6 km und 1,5 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe westlich des kürzeren Ochsengrabens in einem Flureck des Hinteren Grunds ins Waldgewann Heidenbuckel.
Ab hier heißt der Hauptstrang Külsheimer Bach. - Hennlochgraben, von rechts und Südsüdostenen auf über Vorlage:Höhe in Külsheim an der Bachquerung der Hauptstraße, 1,8 km und ca. 1,8 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südöstlich des Kasernengeländes. Erst im Kernstadtbereich verdolt.
- Frankengraben, von rechts und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe am Nordrand der Kernstadt von Külsheim unterhalb von Schloss Külsheim, 1,8 km und ca. 5,4 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe an der L 504 aus Tauberbischofsheim am Südwestfuß des Großen Heidbergs (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />). Läuft größtenteils im Stadtbereich und verdolt.
- Gießgraben, von links auf unter Vorlage:Höhe im Bereich der Rathausstraße, 0,4 km. Zweigt zuvor im Bereich des Römerbadwegs nach links vom Frankengraben ab. Völlig verdolter Stadtbach.
- Reutenbüschelsgraben, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe durchs nördliche Külsheim, 4,4 km und 2,1 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe nahe dem Ursprung des Schützengrabens an einem Waldvorsprung. Durchläuft am Oberlauf den Mittel- und den Rabertsgrund.
- Rabertsgrundgraben, von links und Westnordwesten auf etwa Vorlage:Höhe kurz vor dem Steinbacher Weg, 0,8 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe etwa 0,7 km östlich des Steinbacher Ortsrandes.
- Zehntgraben, von rechts und Westsüdwesten auf etwa Vorlage:Höhe am westlichen Siedlungsrand des nördlichen Külsheim, 1,0 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Teilungseck dreier Felder westlich von Külsheim.
- Dorzengraben, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe gleich nach der Kläranlage von Külsheim, 2,1 km und 0,9 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe im Gewann Hafengrube westlich des Külsheimer Galgenbergs (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />).
- Häckersgraben<ref name="Cave-Name-Häckersgraben" group="LUBW" />, von links und Westen auf etwa Vorlage:Höhe im Bereich der Parkschlinge links neben der Talstraße L 508, 2,3 km und 0,8 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südwestlich der Aussiedlerhofgruppe Roter Rain an einem Feldweg von Hundheim her nach Külsheim.
Das Tal, am Gegenhang hier schon bewaldet, ist es auch bald am linken, am Ende eines Auenschlauchs setzt dann auch auf dem Grund der Wald ein.
- Schlangengraben, von rechts und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe im Talwald etwa 1,1 km vor der Amorsbach-Mündung, 0,7 km und ca. 1,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf unter Vorlage:Höhe in seiner Waldklinge westlich des Uissigheimer Kapellenbergs (Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />).
Ab diesem Zufluss heißt der Bach nun Amorsbach.
Mündung des Amorsbach von links und aus seinem nordöstlich laufenden Mittel- und Unterlauftal auf rund Vorlage:Höhe in die Südwestschlinge der unteren Tauber zwischen Werbach-Eulschirben und Wertheim-Bronnbach. Der Bach ist ab der Quelle seines obersten Laufstücks Bösenheckengraben 8,0 km, ab dem Zusammenfluss zum Ochsengraben 6,5 km ab dem Zulauf des Schützengrabens, wo er zunächst Külsheimer Graben heißt, noch 4,9 km und schließlich auf seinem kurzen Unterlauf unter seinem eigenen Namen nur 1,1 km lang. Er hat ein Einzugsgebiet von 20,5 km².<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW" />
Flusssystem Tauber
Natur und Landschaft
Der Amorsbach entwässert größtenteils offene Flur, die allermeist unterm Pflug steht. Daneben gibt es Wald im Südostecke des Einzugsgebietes im großen Waldgebiet Taubenloch, im Oberen Wald, an dessen Rand die Quellbäche entstehen und Unterlauftal, wo linksseits das außerhalb sehr weit reichende Waldgebiet Schönert angrenzt.
Die Oberläufe des Amorsbach sind meist Gräben, die neben Feldwegen und Feldern einherlaufen mit einer dünnen und aussetzenden Baumreihe als Begleitung. Im nördlichen Külsheim beginnt eine Galerie den nunmehr natürlicher fließenden Amorsbach zu begleiten. Ab hier prägt sich auch die Talmulde stärker aus und es laufen Feldgehölzreihen teils übereinander am Hang. Dorzengraben und Häckersgraben münden dann aus kurzen Unterlaufklingen mit teilweiser oder völliger Bewaldung, der letzte Zufluss Schlangengraben durchmisst auf seiner gesamten Fließstrecke seine steil eingerissene Waldtalklinge. Der kleine Gebietsschnipsel Wertheims links am untersten Lauf liegt im Landschaftsschutzgebiet Wertheim.<ref name="SSG+Biotop" group="LUBW" />
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Amorsbaches
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Höhe:
<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW">Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Sonstige:
<ref name="Cave-Name-Häckersgraben" group="LUBW">Name Häckersgraben nach dem Eintrag auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. Der Layer Gewässernetz (AWGN) nennt den Bach Heckersgraben. </ref> <ref name="SSG+Biotop" group="LUBW">Landschaftsschutzgebiet nach dem gleichnamigen Layer. Der ebenfalls zuschaltbare Layer Biotop bietet teilweise ökologische Beschreibungen der hierunter erfassten Teilgebiete.</ref>
</references>
Andere Belege
<references>
<ref name="BfL-152">Horst Mernsching, Günter Wagner: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 152 Würzburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 5,3 MB)</ref> <ref name="LGRB-Geologie">Geologie nach: Vorlage:GeoQuelle</ref></references>
Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6322 Hardheim und Nr. 6323 Tauberbischofsheim West
Weblinks
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Amorsbaches auf: Vorlage:GeoQuelle
- Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek:
- 6322 Hardheim von 1935
- 6323 Tauberbischofsheim von 1928