Am haaretz
Der Ausdruck am haaretz ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=he |SCRIPTING=Hebr |SERVICE={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| }} | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | Ivrit | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | neuhebräisch | {{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 0}} | hebräisch}}}}}} | hebräisch}} |SUITABLE=iv modern prefix neu}} ‚Volk der Erde, des Landes‘) bezeichnet seit dem rabbinischen Judentum den einfachen ungebildeten Teil des Volkes. Er wurde sowohl auf die Nichtjuden (siehe Gojim), als auch auf die Israeliten angewendet.<ref>Noemi Berger: Wieso, weshalb, warum. Am Haaretz. Religiöse Begriffe aus der Welt des Judentums. in: Jüdische Allgemeine, 4. Juli 2016, auf juedische-allgemeine.de [1]</ref><ref>Shemaryahu Talmon: The Judean’ Am Haʾares in Historical Perspective. Fourth World Congress of Jewish Studies, Vol. 1, 1967, auf ericlevy.com [2]</ref>
Aus der Perspektive der Nichtisraeliten ist das am haaretz die sesshafte Anwohnerschaft im Unterschied zu den noch nicht siedelnden Israeliten, zum Beispiel Vorlage:Bibel/Link.
Es gab zwei Typen von Am Haʾaretz: die „Am Haʾaretz le-mitzvot“ also Juden, die verachtet wurden, weil sie die Gebote nicht gewissenhaft befolgten und die „Am Haʾaretz la-Torah“, diejenigen, die als Ignoranten gebrandmarkt wurden, weil sie die Tora überhaupt nicht studiert hatten.<ref>A'haron Oppenheimer: The ʻam ha-aretz: a study in the social history of the Jewish people in the Hellenistic-Roman period. (= Band 8 Arbeiten zur Literatur und Geschichte des hellenistischen Judentums), Brill Archive, 1977, ISBN 978-90-04-04764-8, S. 12</ref>
Aus israelitischer Perspektive bezeichnet am haaretz
- vorexilisch: das Volk im Unterschied zu den politischen und religiösen Führern (Könige, Priester etc.)
- nachexilisch: teilweise wie zuvor, bei Esra und Nehemia aber das nichtjüdische Volk
- rabbinisch: alle, die die Tora nicht kennen oder nicht halten
Literatur
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Einzelnachweise
<references />