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Am Kupfergraben

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Am Kupfergraben
Datei:DEU Berlin COA.svg
Wappen
Straße in Berlin
Datei:Berlin 20090307 kupfergraben.jpg
Am Kupfergraben in Höhe des Pergamon-Museums
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Mitte
Angelegt  um 1700
Neugestaltet 
Hist. Namen  Am Ludwigsgraben
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Am Weidendamm (westlich),
Am Zeughaus (südöstlich)
Querstraßen  Georgenstraße,
Bauhofstraße,
Dorotheenstraße
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  Bode-Museum, Pergamon-Museum
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 500 Meter

-

Karte
Vorlage:Maplink
Datei:Neuer Packhof am Kupfergraben 1835 (F W Klose).jpg
Am Kupfergraben, 1835
Datei:Berlin, Mitte, Am Kupfergraben 6, Buerger- und Mietshaus 02.jpg
Am Kupfergraben 6, Wohnhaus von Angela Merkel
Datei:Berlin, Mitte, Am Kupfergraben, Magnushaus 02.jpg
Magnus-Haus, Am Kupfergraben 7

Am Kupfergraben bezeichnet eine knapp 500 Meter lange Straße im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Sie befindet sich im historischen Stadtteil Dorotheenstadt.

Lage und Verlauf

Am Kupfergraben verläuft als Uferstraße entlang des namensgebenden Kupfergrabens, eines Teilabschnitts des Spreekanals, und der Spree zwischen den Straßen Hinter dem Gießhaus und der Geschwister-Scholl-Straße mit der Ebertsbrücke. Die Monbijoubrücke und die Eiserne Brücke verbinden die Straße Am Kupfergraben mit der Museumsinsel.

Geschichte

Eine erste Bebauung Am Kupfergraben erfolgte bereits um 1580, wie eine zeitgenössische Darstellung zeigt: „Der Kupfergraben hieß nach seinem einstigen Besitzer, dem Geheimen Etatsrath Ludwig eine Zeit lang Ludwigsgraben. Den größten Teil der Straße nimmt die 1773 fertiggestellte Artillerie-Kaserne [Nrn. 1–3] ein, der gegenüber am Graben die königliche Büchsenmacherei liegt [Nr. 8].“ (Ernst Fidicin)<ref>Kupfergraben aus der Reihe Berliner ABC. In: Berliner Zeitung, um 1980 (Datum auf dem vorliegenden Zeitungsausschnitt nicht ersichtlich)</ref>

Die meisten Gebäude wurden jedoch im 18. Jahrhundert, nach der Regulierung des Spreearms, im südlichen Bereich der Straße errichtet.

Seit dem 24. Dezember 1915 wird die Straße Am Kupfergraben von Straßenbahnen befahren, zunächst nur als Endhaltestelle mehrerer Linien der Berlin-Charlottenburger Straßenbahn und ihrer Nachfolger.<ref>Christian Winck: Die Straßenbahn im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. VBN Verlag B. Neddermeyer, Berlin 2015, ISBN 978-3-933254-30-6, S. 4–19.</ref> Am 17. Juni 1960 wurde die Strecke über die Georgenstraße zu einer Blockumfahrung ausgebaut.<ref>Bodo Nienerza: Die Streckennetzentwicklung der Straßenbahn in Ost-Berlin nach 1945 (Teil 2). In: Verkehrsgeschichtliche Blätter. Nr. 6, 1990, S. 142–144.</ref> Heute befahren die Straßenbahnlinien M1 und 12 die Straße.

Bauten und Denkwürdigkeiten

Prominente Persönlichkeiten

Georg Wilhelm Friedrich Hegel lebte von 1819 bis 1831 im kriegszerstörten Haus Am Kupfergraben 4a. Am Nachbarhaus, Am Kupfergraben 5, ist eine Plakette zum Gedenken an Hegel angebracht. Irrtümlicherweise wird oftmals die Nummer 5 für Hegels Wohnhaus gehalten. Dort befand sich ein Wohnheim des bis 1945 existenten „Instituts für Ausländer“ der Berliner Universität. In der DDR-Zeit zog das Institut für Musikwissenschaft der Humboldt-Universität in das Gebäude. Nach einer grundlegenden Sanierung befindet sich seit 2003 wieder das Seminar für Musikwissenschaft in der Nummer 5. In den Jahren 1825/1826 lebte auch der Mathematiker Niels Henrik Abel im Haus Am Kupfergraben 4a, in denen er eine forschungsintensive Zeit verbrachte. Zur Erinnerung an Abel ist an dem inzwischen errichteten Neubau seit 2014 eine Plakette angebracht.<ref>Pressenotiz zu Niels Henrik Abel und der Erinnerungsplakette. Deutsche Mathematiker-Vereinigung</ref>

Literatur

  • Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin-I. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 189 ff.
  • Christine Gräfin von Brühl: Die preußische Madonna. Auf den Spuren der Königin Luise. Aufbau-Verlag, Berlin 2015, ISBN 3-7466-3114-9, S. 10.

Weblinks

Commons: Kupfergraben (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 31′ 12″ N, 13° 23′ 47″ O

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