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Aluminiumsulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Struktur von Aluminiumoxid
Vorlage:Farbe Al3+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Allgemeines
Name Aluminiumsulfid
Verhältnisformel Al2S3
Kurzbeschreibung

Gelbliches Pulver oder kleine Kriställchen<ref name="Brauer-2" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-109-0
ECHA-InfoCard 100.013.736
PubChem 16684788
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 150,158 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,02 g·cm−3<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Schmelzpunkt

1100 °C<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, F.A. Brockhausverlag Leipzig 1971, S. 59.</ref>

Siedepunkt

1500 °C (sublimiert)<ref>Sicherheitsdatenblatt bei ESPI Metals, abgerufen am 5. Januar 2012.</ref>

Löslichkeit

heftige Reaktion mit Wasser unter Freisetzung von Schwefelwasserstoff<ref name="ABC Chemie"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref>Vorlage:CL Inventory/nicht harmonisiertFür diesen Stoff liegt noch keine harmonisierte Einstufung vor. Wiedergegeben ist eine von einer Selbsteinstufung durch Inverkehrbringer abgeleitete Kennzeichnung von Vorlage:Linktext-Check im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 260​‐​315​‐​319​‐​335
EUH: 031
P: 261​‐​305+351+338<ref name="SigmaAldrich">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−724,0 kJ/mol<ref name="CRC90_5_5">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-5.</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Aluminiumsulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfide mit der Formel Al2S3.

Herstellung

Aluminiumsulfid kann einfach aus den Elementen hergestellt werden:<ref name="Brauer-2">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 833.</ref>

<math>\mathrm{2 \ Al + 3 \ S \longrightarrow Al_2S_3}</math>

Die Reaktion ist extrem exotherm und kann Temperaturen über 1100 °C erreichen, so dass das Produkt geschmolzen vorliegt. Bei der Wahl des Reaktionsgefäßes ist dies zu beachten. Das abgekühlte Produkt liegt in kleinen Kristallen vor und ist sehr hart.

Auch durch Reaktion von Aluminium mit Schwefelwasserstoff kann es erzeugt werden.<ref name="Brauer-2" />

<math>\mathrm{2 \ Al + 3 \ H_2S \longrightarrow Al_2S_3 + 3 \ H_2}</math>

Eigenschaften

Datei:Sulfid hlinitý.PNG
Aluminiumsulfid

Aluminiumsulfid ist ein gelbliches kristallines Pulver, das durch überschüssiges elementares Aluminium grau gefärbt sein kann. Es ist trimorph, kommt also in drei unterschiedlichen Kristallstrukturen vor. Dies sind eine Struktur vom Aluminiumoxid-Typ (Raumgruppe R3c (Raumgruppen-Nr. 167)Vorlage:Raumgruppe/167; Gitterparameter a = 647, c = 1227 pm), ein hexagonaler Typ (Raumgruppe P61 (Nr. 169)Vorlage:Raumgruppe/169, a = 642,3, c = 1783 pm) und ein Wurtzit-ähnlicher Typ (Raumgruppe P63mc (Nr. 186)Vorlage:Raumgruppe/186; a = 620,0, c = 582,9 pm).<ref name="Brauer-2" />

Die Verbindung ist gegenüber Feuchtigkeit empfindlich, der Kontakt mit Wasser führt zur Hydrolyse und der Bildung von Schwefelwasserstoff und Aluminiumhydroxid.<ref name="Brauer-2" /> Diese Reaktion kann schon durch die Luftfeuchtigkeit ausgelöst werden. Unter oxidierenden Bedingungen kann sich der Stoff auch unter Freisetzung von Schwefeldioxid-Gas zersetzen.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg: Inorganic Chemistry. Academic Press, San Diego 2001, ISBN 0-12-352651-5.</ref>

Einzelnachweise

<references group="di" />