Aluminiumiodid
Aluminiumiodid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Iodide.
Gewinnung und Darstellung
Aluminiumiodid kann durch Reaktion von Aluminium mit Iod gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 876.</ref>
- <math>\mathrm{2 \ Al + 3 \ I_2 \longrightarrow 2 \ AlI_3}</math>
Eigenschaften
Aluminiumiodid ist ein weißes Pulver,<ref name="Sigma" /> das aus farblosen Blättchen besteht. Es ist feuchtigkeitsempfindlich und zersetzt sich beim Erhitzen an der Luft unter Bildung von Iod und Aluminiumoxid.<ref name="brauer" /> Es kristallisiert in einer monoklinen Struktur mit der Vorlage:Raumgruppe, a = 9,591 Å, b = 6,069 Å, c = 11.902 Å, β = 108,05°,<ref>S.I. Troyanov, T. Krahl, E. Kemnitz: Crystal structures of GaX3 (X=Cl, Br, I) and AlI3. In: Zeitschrift für Kristallographie. Band 219, Nr. 2, 2004, S. 88–92, doi:10.1524/zkri.219.2.88.26320.</ref> in der es als Dimer Al2I6 vorliegt.<ref name="Bailar">Vorlage:Literatur</ref><ref name="buch">Vorlage:Literatur</ref> Die dimeren Al2I6-Moleküle bestehen aus zwei AlI4-Tetraedern, die sich eine gemeinsame I-I-Kante mit kürzeren Al-I- (endständig) und längeren Al-I- (verbrückend) Abständen teilen.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Verwendung
Aluminiumiodid wird bei organischen Synthesen als Katalysator zum Aufbrechen von bestimmten Arten von C–O- und N–O-Bindungen verwendet. Es spaltet aromatische Ether und zersetzt Epoxide.<ref>Melinda Gugelchuk: Aluminum Iodide. In: Leo A. Paquette (Ed.): Encyclopedia of Reagents for Organic Synthesis. J. Wiley & Sons, New York 2004, doi:10.1002/047084289X.ra083.</ref> Es kann auch zur Herstellung von iodierten organischen Verbindungen verwendet werden.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />