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Alter Friedhof (Bad Honnef)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Alter Friedhof Bad Honnef 3.jpg
Blick über den Alten Friedhof (2016)
Datei:Bad Honnef Am Wolfshof Mausoleum.jpg
Mausoleum für Mila Röder

Der Alte Friedhof in Bad Honnef, einer Stadt im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis, geht auf das Jahr 1831 zurück. Er steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.<ref name="Denkmalliste" />

Lage

Der Friedhof erstreckt sich auf einem trapezförmigen Grundriss zwischen der Menzenberger Straße (L 144) im Süden und der Straße Am Wolfshof im Norden, an der sich der Eingang befindet. Im Westen wird er durch Wohnbebauung begrenzt, im Osten durch die Linzer Straße (ebenfalls Hauptverkehrsstraße und Teil der L 144). Die Länge des Friedhofs (von Westen nach Osten) beträgt etwa 120 Meter, die sich nach Osten verjüngende Breite (von Süden nach Norden) im Mittel etwa 50 Meter.

Geschichte

Vor der Neuanlage des Alten Friedhofs im Jahre 1831 diente der Kirchhof der Pfarrkirche St. Johann Baptist als Begräbnisstätte. Aus der Zeit davor sind keine Grabsteine überkommen. Ursprünglich wurde der Alte Friedhof Pompbeuel genannt – der Name der Anhöhe, auf der sich der Friedhof befindet. In den Jahren 1851, 1865 und 1883 fanden Erweiterungen der Begräbnisstätte statt, bei deren letzter auch eine Leichenhalle errichtet wurde.<ref name="Brungs1925" /><ref>Echo des Siebengebirges, 15. Juli 1882, S. 4 (zeitpunkt.nrw)</ref> Noch 1895 befand sich der Friedhof inmitten unbebauten Geländes.<ref>Landeskonservator Rheinland: Bad Honnef – Stadtentwicklung und Stadtstruktur. Rheinland-Verlag, Köln 1979, ISBN 3-7927-0414-5, Plan 2.</ref> 1910/11 wurde am südlichen Stadtrand der Neue Friedhof angelegt.<ref name="GA2001">In der Idylle des Friedhofs verebbt der Lärm, General-Anzeiger, 12. April 2001, S. 7 (online)</ref><ref name="Brungs1925" />

Am Rande des Friedhofs stehen zwei als Mausoleum dienende Grabkapellen: eine im Stil der Neugotik und im Nordwesten eine weitere, die zu Ehren der 1887 verstorbenen Sängerin Mila Röder errichtet wurde. Ihr ist eine byzantinische Kuppel aufgesetzt, die Krypta ist heute zugemauert. Der Eingangsbereich des Friedhofs nimmt die ältesten erhaltenen Gräber auf.

Am 10. Februar 2000 erfolgte die Eintragung des Alten Friedhofs in die Denkmalliste der Stadt, nachdem zuvor nur das Mausoleum für Mila Röder unter Schutz stand.<ref name="Denkmalliste" /><ref name="GA2001" /> 2011 wurde im Zuge der Sanierung der Menzenberger Straße die südliche Umfassungsmauer des Friedhofs erneuert.

Beigesetzte Persönlichkeiten

Literatur

  • Karl Günter Werber: Honnefer Spaziergänge. 2. überarbeitete Auflage. Verlag Buchhandlung Werber, Bad Honnef 2002, ISBN 3-8311-2913-4, S. 31–33.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Brungs1925"> J[ohann] J[oseph] Brungs: Die Stadt Honnef und ihre Geschichte. Verlag des St. Sebastianus-Schützenvereins, Honnef 1925, S. 263/264 (Neudruck 1978 durch Löwenburg-Verlag, Bad Honnef). </ref> <ref name="Werber"> Karl Günter Werber: Honnefer Spaziergänge. </ref> <ref name="Denkmalliste"> Denkmalliste der Stadt Bad Honnef, Nummer A 269 </ref> </references>

Koordinaten: 50° 38′ 27″ N, 7° 13′ 33,5″ O

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