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Stara Kamienica

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Stara Kamienica
Wappen der Gmina Stara Kamienica
Stara Kamienica (Polen)
Stara Kamienica (Polen)
Stara Kamienica
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Jeleniogórski
Gmina: Stara Kamienica
Geographische Lage: 50° 56′ N, 15° 34′ OKoordinaten: 50° 55′ 57″ N, 15° 34′ 23″ O
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Einwohner: 1200 (<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Szukacz.pl, Stara Kamienica - Informacje dodatkowe (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. September 2006 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/mapa.szukacz.pl, abgerufen am 25. September 2010</ref>)
Postleitzahl: 58-512
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DJE

Stara Kamienica (deutsch Altkemnitz, auch Alt Kemnitz) ist ein Ort im Powiat Jeleniogórski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Er liegt westlich der Stadt Jelenia Góra (Hirschberg) und ist Sitz der gleichnamigen Landgemeinde mit 5268 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).

Geschichte

Datei:Stara Kamienica ruiny zamku2.jpg
Ruine der Burg Kemnitz
Datei:Stara Kamienica kościół Ścięcia Św. Jana Chrzciciela1.jpg
Kirche Enthauptung Johannes’ des Täufers

Kemnitz war einer der Stammsitze der Gotsche Schoff, die mit der Herzogin Hedwig, der später heiliggesprochenen Hedwig von Andechs, nach Schlesien gekommen sind. Die Burg Kemnitz soll von Herzog Heinrich II. dem Frommen erbaut worden sein, der 1241 verstorben ist. Ein Jahr später soll die Burg Kemnitz von seinem Sohn Boleslaw II. dem Geschlecht Gotsche Schoff zu erblichem Besitz überlassen worden sein. Die Echtheit der auf das Jahr 1242 datierten Urkunde wird jedoch teilweise angezweifelt. Nach dieser soll es in Kemnitz auch eine Kastellanei gegeben haben. Kemnitz gehörte zum Herzogtum Schweidnitz-Jauer, mit dem es nach dem Tod des Herzogs Bolko I. 1368 erbrechtlich an Böhmen fiel. Allerdings stand seiner Witwe, der Herzogin Agnes ein lebenslanger Nießbrauch zu. Ein vorhandener Wohnturm wurde von den Schaffgotsch 1562 zu einem Schloss im Stil der Renaissance ausgebaut. Die Jahreszahl befindet sich in der Portalinschrift. Unter Hans Ulrich von Schaffgotsch wurde das Schloss 1617 neu erbaut und um eine Gartenanlage erweitert. Während der Reformation diente die Kirche St. Johannes' des Täufers, für die 1370 und 1380 die Schaffgotsch Stiftungen errichtet hatten, als evangelisches Gotteshaus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie rekatholisiert.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kemnitz zusammen mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Ein Jahr später wurde eine evangelische Kirche errichtet. Ab 1816 gehörte Kemnitz zum Landkreis Hirschberg im Riesengebirge, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1933 wurden 1321 Einwohner gezählt, 1939 waren es 1354.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Der alte Grundbesitz zu Alt Kemnitz war zuletzt in der Hand der 1792 nobilitierten Grafenfamilie Breßler nachweislich vor 1835.<ref>Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Neues Preußisches Adels-Lexicon. Band 1, Bressler. Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1836, S. 309 (google.de [abgerufen am 18. Mai 2023]).</ref> Letzte Vertreter waren Karl Gottlieb Wilhelm Graf Breßler, 1836 in Alt Kemnitz geboren, kgl. sächs. Kammerherr, 1894 in Lauske verstorben, und sein Sohn aus erster Ehe<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1905. In: GGT. 78. Auflage. Breßler. Justus Perthes, Gotha 1904, S. 137 f. (archive.org [abgerufen am 18. Mai 2023]).</ref> mit Sidonie von Dolega-Kozierowska, Hans-Gregor Graf von Bressler. Er erbte auch Lauske bei Löbau in Sachsen, bis etwa 1932.<ref>Hans Gregor 5th Count of Bressler. (H. R. E. 1792) Majoratsherr auf Lauske, etc. in Kgr. Sachsen und Alt-Kemnitz in Schlesien, kgl. preuss. Reg.- Referendar a. D. (Lauske)., in: Melville Henry Massue marquis de Ruvigny et Raineval: The Titled Nobility of Europe: An International Peerage, Or Who’s Who, of Souverigns, Princes and Nobles of Europe, Harrison & Sons, London 1914, S. 388.</ref> Die Grafenfamilie ist vor 1965 in der männlichen Linie erloschen.<ref>Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Klaus Freiherr von Andrian-Werburg, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser 1965. In: Deutsches Adelsarchiv (Hrsg.): GHdA. B (Briefadel) III, Nr. 35. C. A. Starke, 1965, ISSN 0435-2408, DNB 451802675, S. 29 f.</ref>

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Altkemnitz 1945 an Polen. Es wurde zunächst in Kamienica und 1946 in Stara Kamienica umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehgend vertrieben. Die neuen Siedler waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Gemeinde

Datei:Stara Kamienica 1886 map.jpg
Stara Kamienica im 1886

Zur Landgemeinde Stara Kamienica mit einer Fläche von 110,5 km² gehören das Dorf selbst und neun weitere Dörfer mit Schulzenämtern


Partnergemeinden

Sehenswürdigkeiten

Sohn des Ortes

Literatur

Weblinks

Commons: Stara Kamienica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />