Alexander Onufrijewitsch Kowalewski
Alexander Onufrijewitsch Kowalewski (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., * 7. November (Julianischer Kalender) / 19. November (Gregorianischer Kalender) auf dem Gute Workowo<ref>Alexander Kowalewski, in: Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München. München: Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1903. S. 288.</ref>, damals Gouvernement Witebsk, Russisches Reich; † 9. November (Julianischer Kalender) / 22. November (Gregorianischer Kalender) in Sankt Petersburg, Russisches Reich) war ein russischer Zoologe. Er gilt als Begründer der komparativen Embryologie und experimentellen Histologie in Russland.
Leben und Wirken
Kowalewski studierte an der Universität Heidelberg Medizin und wurde an der Universität Sankt Petersburg promoviert. Er war ein Schüler von Ernst Haeckel. 1867 forschte er gemeinsam mit Ilja Iljitsch Metschnikow in Neapel.<ref name="ÄL">Bernardino Fantini: Ilya Illich Metschnikow. In: Wolfgang U. Eckart, Christoph Gradmann (Hrsg.): Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart. 3. Auflage. Springer Verlag, Heidelberg/Berlin / New York 2006, S. 226 f. Ärztelexikon 2006, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Handle“ ist nicht vorhanden..</ref> 1868/69 wurde er Professor in Kasan, ab 1869 in Kiew, ab 1874 in Odessa und ab 1891 an der Russischen Akademie der Wissenschaften und Professor an der Universität in Sankt Petersburg (1891–1893).
Er zeigte, dass alle Tiere als Embryonen durch ein Gastrulations-Stadium gehen, was damals die Darwin’sche Evolutionstheorie unterstützte, die er wesentlich in Russland förderte. Davor war die Gastrulation vor allem bei Wirbeltieren untersucht worden. Haeckel<ref>Ernst Haeckel: Die Welträthsel, Kapitel 4</ref> hebt in diesem Zusammenhang die Entdeckung Kowalewskis von 1866 hervor, dass die Gastrulations-Entwicklung bei primitiven Wirbeltieren wie dem Lanzettfisch ähnlich abläuft wie bei Manteltieren (Seescheide). Er erkannte die Bedeutung der Chorda dorsalis für die Stammgeschichte und schlug die Zusammenfassung von Tieren mit Chorda zu Chordatieren vor.
1890 wurde er als ordentliches Mitglied in die Russische Akademie der Wissenschaften aufgenommen; bereits seit Dezember 1883 gehörte er der Akademie als korrespondierendes Mitglied an.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Russische Akademie der Wissenschaften ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique nahm ihn im Dezember 1882 als assoziiertes Mitglied auf.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> 1895 wurde er in die Académie des sciences<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Académie des sciences ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> in Paris und 1896 in die American Academy of Arts and Sciences sowie die Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Königlich Niederländische Akademie der Wissenschaften ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> gewählt.
Kowalewski entstammte einer adligen polnischen Familie, er war der Sohn von Onufri Ossipowitsch und Polina Petrowna Kowalewski. Er ist der Bruder des Paläontologen Wladimir Onufrijewitsch Kowalewski.
Ihm zu Ehren wurde die Alexander-Kowalewski-Medaille benannt, die Anfang des 20. Jahrhunderts vor der Revolution und danach erst wieder ab 2001 von der St. Petersburger Gesellschaft der Naturforscher für Leistungen in Entwicklungs- und Evolutionsbiologie verliehen wird.
Schriften
- Entwicklungsgeschichte des Amphioxus lanceolatus, 1867
- Embryologische Studien an Würmern und Arthropoden, 1871
Weblinks
- Biographie
- Biographie von Haas, PMC 1736354 (freier Volltext)
- Artikel Alexander Onufrijewitsch Kowalewski in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)Vorlage:WartungsURL
Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kowalewski, Alexander Onufrijewitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Ковалевский, Александр Онуфриевич (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Zoologe |
| GEBURTSDATUM | 19. November 1840 |
| GEBURTSORT | Vārkava bei Daugavpils |
| STERBEDATUM | 22. November 1901 |
| STERBEORT | Sankt Petersburg |
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- Zoologe
- Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften
- Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
- Korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences
- Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien
- Träger des Pour le Mérite (Friedensklasse)
- Russe
- Geboren 1840
- Gestorben 1901
- Mann
- Person (Daugavpils)