Zum Inhalt springen

Alexander Lake (Alaska)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox See

Der Alexander Lake ist ein See im Matanuska-Susitna Borough in South Central Alaska. In der Sprache der Ureinwohner der Region, der Dena'ina (auch Tanaina genannt), heißt der See Deldida Bena, was übersetzt Baumhörnchensee bedeutet.<ref>James Kari und James Fall: Original Alaska Names by the Original People in Alaska Fish & Wildlife News, Oktober 2004 (englisch)</ref>

Er befindet sich in der Nähe des Cook Inlets, 74 km nördlich des Gebietes Tyonek, Kenai Peninsula Borough. Das Wasser des Sees leert sich in den Alexander Creek (auch Taguntna Creek genannt), der wiederum in den Susitna River fließt, der sich in das Cook Inlet entleert.

Geschichte

Zum ersten Mal dem United States Geological Survey gemeldet wurde der See 1926<ref>Feature Detail Report zum Alexander Lake (englisch)</ref>, zum ersten Mal kartographiert im Sommer 1935 durch Stephen Reid Capps (1914–2004), der in diesem Jahr Arbeitskollegen seines Vaters beim Kartographieren Alaskas half.<ref>Nachruf auf Stephen Reid Capps auf chebeague.org (englisch)</ref>

Zwei Flugzeugunfälle fanden direkt auf dem See statt: Am 25. Oktober 1985 versuchte eine für Wasserung umgerüstete Stinson 108-2 auf dem See bei schlechtem Wetter zu landen, was das Flugzeug stark beschädigte.<ref>Aircraft Incidents and Accidents: 25. Oktober 1985 (englisch)</ref> Am 9. März 1989 versuchte eine Cessna 185 auf dem gefrorenen See zu landen, weil der Treibstoff ausgegangen war. Dies misslang und das Flugzeug kam mit Totalschaden in einer Schneewehe zu stehen. Pilot und Fluggast blieben unverletzt.<ref>Aircraft Incidents and Accidents: 9. März 1989 (englisch)</ref>

Fauna

Die Bezeichnung Baumhörnchensee könnte auf eine hohe Population von Baumhörnchen hinweisen. Am See brüten Trompeterschwäne.<ref>Vorlage:Webarchiv (PDF, englisch; 184 kB)</ref> Die Population an Rotlachsen, Königslachsen und Silberlachsen wurde in den 2000er-Jahren fast vollständig von Hechten verdrängt. Die Hechtpopulation im See wurde im Juli 2008 auf 16.000 geschätzt.<ref>Alien invasion: Northern pike take over lake. Artikel auf alaska.com (englisch), nicht mehr online.</ref> Es wird vermutet, dass Hechte im See ausgesetzt wurden, die in flachen pflanzenreichen Gewässern mit versumpften Seitenarmen einen idealen Ort vorfinden.

Flora

Im Jahr 2014 wurde zum ersten Mal eine Wasserpest-Art auf dem See entdeckt. Sie bedeckte damals 20 Acres der Seeoberfläche, was circa 8 Hektar entspricht. Bis 2019 vermehrte sich die Wasserpest so stark, dass 90 Prozent der Seeoberfläche bedeckt war, worauf der See vom Alaska Department of Fish and Game für die Nutzung gesperrt wurde.<ref>Invasive elodea prompts closure of Susitna Valley lakes. Artikel von Elizabeth Earl vom Alaska Journal of Commerce. Erschienen am 20. Juni 2019 in der Tageszeitung Anchorage Daily News (englisch).</ref>

Einzelnachweise

<references />