Albert Bürklin (Politiker)
Albert Julius Anton Bürklin (* 20. Juni 1844 in Heidelberg; † 23. Juli 1924 ebenda) war ein deutscher liberaler Politiker.
Leben
Beruflich stieg er vom Oberschulratsassessor bis zum Oberschulrat auf und erhielt den Titel eines wirklichen Geheimrats.
Bei der Reichstagswahl 1877 wurde er im Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 5 in der Stichwahl mit nur wenigen Stimmen Vorsprung in den Reichstag gewählt. Am 6. April 1878 wurde die Wahl für ungültig erklärt. Er war von 1884 bis 1898 für den Reichstagswahlkreis Pfalz (Bayern) 2 Abgeordneter der Nationalliberalen Partei im Reichstag des Deutschen Kaiserreichs;<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 195.</ref> hier hatte er auch das Amt des Vizepräsidenten inne und vertrat vor allem die Interessen des deutschen Weinbaus.<ref name="pb">Das Große Pfalzbuch. Pfälzische Verlagsanstalt, Neustadt/Weinstraße 1959, S. 488.</ref> Bürklin legte sein Mandat nieder, weil der Reichstag Otto von Bismarck eine Ehrung zu dessen 80. Geburtstag verweigerte.<ref name="pb" />
Bürklin war von 1875 bis 1880 auch Mitglied der Zweiten Kammer des Badischen Landtags und übte dort die Funktion eines Jugendsekretärs aus. Von 1905 bis 1918 war Bürklin Mitglied der Ersten Kammer des Badischen Landtags und 1905 bis 1906 deren zweiter Vizepräsident. Anschließend war Bürklin von 1907 bis 1918 erster Vizepräsident der Ersten Kammer.
Bürklin war auch Generalintendant des Karlsruher Hoftheaters und fungierte von 1920 bis 1922 als Präsident der Goethe-Gesellschaft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Präsidenten der Goethe-Gesellschaft ( vom 21. Februar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 21. Februar 2015.</ref>
Durch seine Heirat mit Luise Wolf wurde er Besitzer des heutigen Weinguts Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim, das er zu einem Qualitätsweinbaubetrieb ausbaute. Sein Vater war der Schriftsteller und Eisenbahningenieur Albert Bürklin (1816–1890).<ref>Michael Koch: Ferdinand Keller, Müller, Karlsruhe 1978, ISBN 3-7880-9618-7, S. 121, Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref>
1863 wurde er Mitglied der Burschenschaft Teutonia Freiburg.<ref>Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Heidelberg 1996, S. 151.</ref>
Am 25. Oktober 1922 wurde Bürklin zum ersten Ehrensenator der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ernannt.<ref>Universität Freiburg: Liste der Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren. Abgerufen am 18. Februar 2025.</ref>
Siehe auch
Literatur
- Helge Dvorak: Biografisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker, Teilband 1: A–E. Heidelberg 1996, S. 151–152.
- Wolfgang Leiser: Bürklin, Albert Julius Anton. In: Bernd Ottnad (Hrsg.): Badische Biographien. Neue Folge, Band 1, Kohlhammer, Stuttgart 1982.
Weblinks
- Albert Bürklin in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
- Biografie von Albert Buerklin. In: Heinrich Best: Datenbank der Abgeordneten der Reichstage des Kaiserreichs 1867/71 bis 1918 (Biorab – Kaiserreich)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />90. Todestag von Albert Bürklin ( vom 24. September 2015 im Internet Archive) Liberaler Stichtag des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
- Redebeiträge von Albert Bürklin im Badischen Landtag in den Digitalen Sammlungen der Badischen Landesbibliothek
Einzelnachweise
<references />
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Vorlage:Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Großherzogtum Baden 5Vorlage:Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Pfalz (Bayern) 2
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bürklin, Albert |
| ALTERNATIVNAMEN | Bürklin, Albert Julius Anton (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (NLP), MdR und Winzer |
| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1844 |
| GEBURTSORT | Heidelberg |
| STERBEDATUM | 23. Juli 1924 |
| STERBEORT | Heidelberg |
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- Ehrenbürger von Heidelberg
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- Mitglied der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung
- Mitglied der Ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung
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- Person (Wachenheim an der Weinstraße)
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- Deutscher
- Geboren 1844
- Gestorben 1924
- Mann