Der Rhein hat weiter flussaufwärts auf seinem Hochrhein-Abschnitt einen weiteren Zufluss des Namens Alb aus dem Südschwarzwald, der auch Hauensteiner Alb genannt wird.
Name
Der Name leitet sich vom keltischen Wort *albā für 'Weißwasser' ab. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um eine typisch keltische Bezeichnung für Gebirgsflüsse handelt.<ref>Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Alb“, Seite 29.</ref>
Geographie
Verlauf
Die Alb entspringt südöstlich des Berges Teufelsmühle auf etwa Vorlage:Höhe. Von hier an fließt sie in nördlicher Richtung durch ein zunächst tief eingesenktes, breitsohliges Tal. Eine Talstufe durchschneidet sie im Engtal der Kluse und bildet dort einen kleinen, früher künstlich erhöhten Wasserfall. Unterhalb der von Felswänden des Rotliegenden überragten Kurstadt Bad Herrenalb sind die Talhänge deutlich niedriger, und das Gefälle des kleinen Flusses hat sich verringert. In diesem Talabschnitt liegt Frauenalb mit seiner Klosterruine. Bei Marxzell nimmt die Alb von rechts den Maisenbach auf. Bei Fischweier fließt ihr links die Moosalb zu. Bei Busenbach wendet sich ihr Lauf nach Nordwesten. Weite Teile der Talauen der Alb und ihrer Zuflüsse im Nordschwarzwald gehören seit 1994 zum Naturschutzgebiet Albtal und Seitentäler. Die im Talgrund verlaufende Albtalbahn verbindet Bad Herrenalb mit Ettlingen und Karlsruhe.
In Ettlingen verlässt die Alb nach recht genau ihrer halben Länge den Schwarzwald und tritt in die mittlere Oberrheinebene ein, durchfließt vollends Ettlingen und wendet danach ihren Lauf in der weitreichenden Kinzig-Murg-Rinne wieder in nördliche Richtung. In diesem sehr flachen Bereich zweigen von ihr links einige Seitenarme wie der Erlengraben ab, die dann alle wieder zurückfließen. Auf diesem Abschnitt fließt sie am Karlsruher Stadtteil Rüppurr vorbei.
Danach unterquert sie die Südtangente_(Karlsruhe) und folgt dieser dann in Richtung Nordwesten durch die Günther-Klotz-Anlage im Südwesten Karlsruhes – teilweise als Stadtteilgrenze zwischen Bulach und Beiertheim – und bildet so das Rückgrat eines der beliebtesten Naherholungsgebiete Karlsruhes. Durch Daxlanden fließt sie, sonst eher gestreckten Laufs, in einer großen Schleife.
Einer der landschaftlichen Höhepunkte ist hier die Staustufe „Appenmühle“, wo die Stadtwerke Karlsruhe nach 1944 seit dem Jahre 2000 wieder Strom aus Wasserkraft mit einer Leistung von 40 kW erzeugen; hier befindet sich auch eine Fischtreppe, deren Fischgängigkeit 2020 umfangreich modernisiert wurde.<ref>Stadtwerke Karlsruhe: Wasserkraftwerk Appenmühle</ref>
Später umfließt die Alb eng den Karlsruher Rheinhafen bei Mühlburg. Am Südost-Rand von Karlsruhe-Maxau, wo der längste Zufluss Federbach von links in sie mündet, wendet sich ihr Lauf nach Nordnordost ungefähr parallel zum Rhein und durchfließt kanalisiert die ErdölraffinerieMiRO. Sie mündet dann unmittelbar unterhalb der Einfahrt in den Karlsruher Ölhafen von rechts und zuletzt Südosten in den Rhein.
Kurz zuvor geht noch nach rechts die Albüberleitung ab, die den Strom weitere 3,5 km rechts begleitet und dann bei Eggenstein-Leopoldshafen im Bereich eines Altarms den Pfinz-Entlastungskanal speist, der dann seinerseits bald danach von rechts den Rhein erreicht.
alle anderen erreichen hier nicht einmal 5 km Länge, oft sind es nur Läufe in Hangklingen. In der Oberrheinischen Tiefebene hat sie drei große Zuflüsse,
Nymphen, Kröten und Magie – Am Fluss Alb nach Karlsruhe (30 min), 7. Juli 2009, 22.00 Uhr, Fahr mal hin, SWR Fernsehen<ref>Vorlage:Cite web</ref>
Unsere Alb – Der Film (102 min), Naturdokumentation, Dreharbeiten November 2014 bis September 2017, Kinostart in Ettlingen am 14. Oktober 2017
Literatur
Das Albtal. Natur und Kultur vom Schwarzwald bis zum Rhein, hrsg. von der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (LfU). Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2005. ISBN 978-3-89735-279-7.
Max Scheifele: Die Flößerei auf der Ettlinger Alb. Aus der Geschichte des Albtales. Katz, Gernsbach 1993, 148 S., ISBN 3-925825-60-6.
F. A. Bran: Ettlingen und der Albgau im Wandel der Geschichte. Rundgang durch die Stadt, den Bezirk und das Albgau-Museum. Verlag G. Braun, Karlsruhe 1951.
S. Kirchenbauer und R. Warda: Die Alb: Ein Fluß im Wechselspiel zwischen Mensch und Natur. Badenia Verlag, Karlsruhe 2001, ISBN 978-3-89735-357-2.