Alassane Ouattara
Alassane Dramane Ouattara [<templatestyles src="IPA/styles.css" />], genannt Ado (* 1. Januar 1942 in Dimbokro, Elfenbeinküste) ist ein ivorischer Politiker und Volkswirt sowie Präsident der Elfenbeinküste. Er ist Vorsitzender des Rassemblement des Républicains.<ref name="KAS-Info">Klaus D. Loetzer, Anja Casper: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 29. April 2011; abgerufen am 8. April 2011.</ref> Vom 17. Februar 2012 bis zum 28. März 2014 war Ouattara Vorsitzender der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS/CEDEAO).
Leben
Alassane Ouattara entstammt einer ehemaligen Adelsfamilie, die das Herrschergeschlecht des Kong-Reiches (auch Ouattara-Reich genannt) bildete. Er ist väterlicherseits direkter Nachkömmling von Sékou Oumar Ouattara (1665–1745), dem Gründer des Kong-Reichs.<ref>Côte d'Ivoire's new president: The king of Kong: Alassane Ouattara takes charge but can he keep the peace? The Economist, dated Apr 20th 2011.</ref>
Nach einem Studium an der University of Pennsylvania in den USA machte er von 1968 bis 1990 Karriere beim Internationalen Währungsfonds.
Im November 1990 wurde er vom damaligen Präsidenten Félix Houphouët-Boigny zum Ministerpräsidenten der Republik Elfenbeinküste ernannt.
Als Félix Houphouët-Boigny im Dezember 1993 starb, galt Ouattara als Nachfolgekandidat, unterlag aber im Machtkampf gegen Henri Konan Bédié. Ouattara, der aus dem Norden des Landes stammt, wurde 1995 und 2000 durch das Concept d’Ivoirité daran gehindert, bei den Präsidentschaftswahlen zu kandidieren. Grund waren Zweifel an der ivorischen Nationalität seiner Mutter. Sie soll aus Burkina Faso stammen.<ref name="ARDIdentität">Ute Schaeffer: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 9. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:Referrer am 12. Januar 2011; abgerufen am 29. April 2011.</ref>
Von 1994 bis 1999 war er erneut für den Internationalen Währungsfonds tätig, um sich ab 1999 dann ausschließlich der Politik der Republik Elfenbeinküste zu widmen.
Während Ausschreitungen im Jahr 2002 wurde bei einem Attentatsversuch durch Kräfte der Regierung sein Leben und das seiner Frau in der Nacht vom 19. auf den 20. September von westlichen Diplomaten gerettet. Das Ehepaar Ouattara war zunächst in die Residenz des deutschen Botschafters Marius Haas geflüchtet und hielt sich anschließend in der Residenz der französischen Botschaft auf.<ref>Internationale Untersuchungskommission zu Menschenrechtsverletzungen in der Elfenbeinküste: Endbericht. wikisource</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Er lebte zeitweise im Exil in Gabun und Frankreich.
Ouattara ist mit Dominique Ouattara, geb. Nouvian, verheiratet und hat vier Kinder. Die Französin ist nach Viviane Wade im Senegal die zweite weiße „Première Dame“ Afrikas. Die Hochzeit fand in Neuilly-sur-Seine, einem Vorort von Paris, statt.<ref>Thomas Scheen: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. FAZ, 23. Dezember 2010, abgerufen am 4. März 2015.</ref>
Präsidentschaft
Wahl 2010
Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen 2010 erhielt er nach Angaben der Unabhängigen Wahlkommission 54,1 % der Stimmen. Nach Ansicht des Verfassungsrats (Conseil Constitutionnel) sei jedoch Laurent Gbagbo mit 51,45 % der Stimmen als Präsident wiedergewählt worden. Die Wahl im Norden (noch unter Kontrolle der Rebellen) lief nach Aussagen Gbagbos undemokratisch mit Einschüchterungen seiner Wähler und massivem Wahlbetrug, was dazu führte, dass Ergebnisse in manchen Städten annulliert wurden. In der Folge kam es zu einer Regierungskrise, während derer sich Ouattara im Hotel du Golf aufhielt, das von Soldaten der Opération des Nations Unies en Côte d’Ivoire (ONUCI) beschützt und von Gbagbotreuen Einheiten belagert wurde.<ref name="zeit">Dagmar Dehmer: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 5. Dezember 2010, abgerufen am 8. November 2020.</ref> Die Afrikanische Union, die Europäische Union, die Vereinten Nationen, die USA, Frankreich, Deutschland und andere Länder betrachteten Ouattara als den rechtmäßigen Sieger der Präsidentschaftswahl.<ref name=zeit/><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 28. Dezember 2010, abgerufen am 8. November 2020.</ref> Am 4. Dezember 2010 legte er ebenso wie sein Kontrahent in den vorausgegangenen Wahlen, Laurent Gbagbo, den Amtseid als Präsident der Elfenbeinküste ab. Für einige Zeit hatte das Land somit faktisch zwei Präsidenten.
Mehr als vier Monate nach den ivorischen Präsidentschaftswahlen wurde Laurent Gbagbo am 11. April 2011 in seiner Residenz in Abidjan festgenommen. Ouattara wurde am 6. Mai 2011 durch den Verfassungsrat als Staatspräsident der Elfenbeinküste vereidigt.<ref>vgl. Alassane D. Ouattara. In: Internationales Biographisches Archiv 03/2011 vom 18. Januar 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 18/2011, abgerufen via Munzinger Online.</ref> Am 21. Mai 2011 wurde Ouattara in Yamoussoukro offiziell in sein Amt eingeführt. An der feierlichen Zeremonie nahmen neben zahlreichen afrikanischen Staats- und Regierungschefs auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon teil.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. Mai 2011, abgerufen am 21. Mai 2011.</ref>
Erzbischof Ambrose Madtha, Papstbotschafter in der westafrikanischen Elfenbeinküste, ermöglichte ihm im November 2012 eine Privataudienz bei Papst Benedikt XVI.<ref>Archbishop Ambrose Madtha Dies in Accident in Ivory Coast, Daijiworld, 9. Dezember 2012 (englisch)</ref>
Wahl 2015
Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober 2015 wurde Ouattara mit über 83 Prozent der Stimmen erneut für eine fünfjährige Amtszeit bestätigt.<ref>Ivorischer Präsident Ouattara wie erwartet im Amt bestätigt</ref>
Wahl 2020
Im März 2020 verkündete Ouattara zunächst seinen Verzicht auf eine Kandidatur bei der im Oktober 2020 anstehenden Wahl.<ref>Ivorians react to Ouattara’s exit. africanews.com vom 6. März 2020 (englisch), abgerufen am 6. März 2020</ref> Nach dem plötzlichen Tod von Premierminister Amadou Gon Coulibaly am 8. Juli 2020, der als Kandidat der Regierungspartei bei der Wahl antreten sollte, verkündete Ouattara, dass er noch einmal antreten werde. Obwohl die ivorische Verfassung seit 2016<ref>Tagesschau.de</ref> nur zwei Amtszeiten zulässt, erlaubte das Verwaltungsgericht Ouattara, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Dies führte zu teilweise gewaltsamen Protesten.<ref>Präsident Ouattara hat Justiz auf seiner Seite Deutsche Welle vom 14. September 2020, abgerufen am 27. Oktober 2020</ref> Laut dem vorläufigen Ergebnis der Wahlkommission erreichte Ouattara 94,27 Prozent der Stimmen, seine Herausforderer 1,66 Prozent und 0,99 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,9 Prozent. Die Opposition kündigte an, das Ergebnis nicht anzuerkennen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 4. November 2020.</ref> Seine politischen Gegner, Ex-Präsident Laurent Gbagbo und der ehemalige Rebellenführer Guillaume Soro, durften nicht antreten. Die Wahl war von Gewalt und Spannungen überschattet. Am Tag der Abstimmung wurden der Polizei zufolge drei Menschen getötet, laut der Opposition zwölf. Im Vorfeld der Abstimmung kamen Human Rights Watch zufolge mehr als 20 Menschen durch politische Gewalt oder Gewalt zwischen Bevölkerungsgruppen ums Leben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 4. November 2020.</ref>
Nach Angaben der Regierung lag die Wahlbeteiligung bei 53,9 Prozent. Die Opposition gab jedoch an, nur etwa zehn Prozent der Stimmberechtigten hätten an der Abstimmung teilgenommen. Die größten Oppositionsparteien in der Elfenbeinküste kündigten an, ihre eigene Übergangsregierung bilden zu wollen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 8. November 2020.</ref>
Wahl 2025
Ouattara kandidiert zur Präsidentschaftswahl 2025. Sein Antritt für eine vierte Amtszeit ist umstritten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. September 2025, abgerufen am 9. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Laut Einschätzung von Mathias Hounkpe der International Foundation for Electoral Systems gilt die Elfenbeinküste als „Frankreichs letzte Bastion“ und Ouattara unterhält enge Beziehungen zu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ein Sieg des 83-jährigen Amtsinhabers wird erwartet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 3. Oktober 2025, abgerufen am 8. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 25. Oktober 2015, abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Offizielle Website (französisch)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. Juli 2005, abgerufen am 6. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Biographie).
- Johannes Dieterich: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Alassane Ouattara im PorträtSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 5. April 2011, abgerufen am 6. April 2011.
Einzelnachweise
<references />
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Félix Houphouët-Boigny (1960–1990) | Alassane Ouattara (1990–1993) | Daniel Kablan Duncan (1993–1999) | Seydou Diarra (1999–2000) | Pascal Affi N’Guessan (2000–2003) | Seydou Diarra (2003–2005) | Charles Konan Banny (2005–2007) | Guillaume Soro (2007–2010) | Gilbert Marie N’gbo Aké (2010) | Guillaume Soro (seit 2007/2010–2012) | Jeannot Ahoussou-Kouadio (2012) | Daniel Kablan Duncan (2012–2017) | Amadou Gon Coulibaly (2017–2020) | Hamed Bakayoko (2020–2021) | Patrick Achi (2021–2023) | Robert Beugré Mambé (seit 2023)
kursiv = kommissarisch
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Félix Houphouët-Boigny (PDCI-RDA, 1960–1993) | Aimé Henri Konan Bédié (PDCI-RDA, 1993–1999) | Robert Guéï (parteilos, 1999–2000) | Laurent Gbagbo (FPI, 2000–2010) | Alassane Ouattara (Demokratische Partei, seit 2010)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ouattara, Alassane |
| ALTERNATIVNAMEN | Ouattara, Alassane Dramane (vollständiger Name); Ado |
| KURZBESCHREIBUNG | ivorischer Politiker und Volkswirt sowie Präsident der Elfenbeinküste |
| GEBURTSDATUM | 1. Januar 1942 |
| GEBURTSORT | Dimbokro, Elfenbeinküste |
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- Amtierendes Staatsoberhaupt
- Premierminister (Elfenbeinküste)
- Präsident (Elfenbeinküste)
- Ökonom (20. Jahrhundert)
- Ökonom (21. Jahrhundert)
- Absolvent der University of Pennsylvania
- Träger des Ordens des Infanten Dom Henrique (Collane)
- Träger des Nationalen Löwenordens (Kommandeur)
- Ivorer
- Geboren 1942
- Mann