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Aladdin und der König der Diebe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Aladdin und der König der Diebe (Originaltitel Aladdin and the King of Thieves) ist die zweite Fortsetzung des Disney-Zeichentrickfilms Aladdin und erschien im Jahr 1996 Direct-to-Video. Regie führte Tad Stones. Er bildet zugleich den Abschluss der Aladdin-Zeichentrickserie.

In den Hauptrollen tritt neben Aladdin und Prinzessin Jasmin auch der Räuber Cassim auf, der Anführer der Bande der vierzig Räuber, deren Motiv der Tausendundeine-Nacht-Erzählung Ali Baba und die vierzig Räuber (ANE 353, → Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten) entnommen ist.

Handlung

Prinzessin Jasmin und Aladdin wollen heiraten. Die Hochzeit wird jedoch von der Räuberbande „Die vierzig Räuber“ gestört. Die Diebe suchen nach dem magischen goldenen Zepter, das sich angeblich unter den Hochzeitsgeschenken befindet. Dieses Zepter kann das Orakel beschwören, welches einer Person die Antwort auf eine Frage gewährt. Aladdin, Jago, Abu und Dschini vertreiben die Diebe. Aladdin erfährt vom Orakel, dass sein Vater Cassim noch lebt, und somit macht Aladdin sich auf die Suche nach ihm.

Er kann die Räuber bei der Höhle Sesam einholen und dort eindringen. Er, Abu, der Teppich und Jago werden bald gefasst. Er gibt sich Cassim als sein Sohn zu erkennen, worauf dieser ihm eine Chance zur Rettung gewährt: Er muss den besten Kämpfer der Räuber, den Hünen Saluk, besiegen. Aladdin stürzt Saluk über eine tiefe Klippe ins Meer und wird bei den Räubern aufgenommen. Cassim erläutert ihm den Grund für den Überfall auf den Palast: Er will das Orakel nach dem Weg zur Hand von Midas befragen. Diese Hand, der Schatz der Schätze, ist ein Artefakt, das alles, was es berührt, in Gold verwandelt. Um dieses Artefakt zu finden und seiner Familie Wohlstand zu bringen, hatte Cassim seine Familie einst verlassen. Nun folgt er seinem Sohn, um seiner Hochzeit beizuwohnen. Cassim wird von den Bewohnern freundlich aufgenommen. Jedoch hat Saluk überlebt und erzählt Razul, dem Hauptmann der Palastwache, mit der Versprechung von Ruhm von der Höhle Sesam. Cassim versucht, das Orakel zu stehlen, und wird gefasst. Razul zieht zur Höhle Sesam und nimmt viele Räuber gefangen. Aladdin verhilft seinem Vater zum Ausbruch, stellt ihn allerdings vor die Wahl, sich für seinen Sohn oder für den Schatz zu entscheiden. Er entscheidet sich für die Hand, Aladdin kehrt zurück nach Agrabah, um sich seinem Urteil zu stellen.

Cassim kehrt mit Jago zur Höhle Sesam zurück, wird jedoch von Saluk und den noch übrigen sieben Räubern gefangen genommen. Die Räuber zwingen Cassim, sie mit Unterstützung des Orakels zu der Insel zu führen, auf der sich die Hand von Midas befindet. Jago gelingt es jedoch sich zu befreien und die Freunde in Agrabah zu alarmieren. Nach anfänglichem Zögern verfolgen Aladdin und seine Freunde die Räuber und retten Cassim. Vater und Sohn gelingt es, die Hand von Midas in ihren Besitz zu bringen. In einem finalen Showdown wird Saluk von der Hand von Midas in Gold verwandelt, und sie können von der versinkenden Insel fliehen. Cassim entscheidet sich diesmal für seinen Sohn und versenkt die Hand von Midas im Meer.

Nach der glücklichen Rettung kann endlich die Hochzeit von Aladdin und Jasmin stattfinden. Auch Cassim nimmt heimlich teil. Während Aladdin und Jasmin in ihre Flitterwochen fliegen, reitet Cassim zusammen mit Jago neuen Abenteuern entgegen.

Hintergrund

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Die Figuren Aladdin und Jasmin nach der Disney-Adaption im Disney California Adventure Themenpark.

Der Film greift die Charaktere aus Disneys erstem Aladdin-Film auf (einer freien Adaption der ursprünglichen Tausendundeine-Nacht-Geschichte Aladin und die Wunderlampe (ANE 346, → Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten))<ref>Ulrich Marzolph, Richard van Leeuwen und Hassan Wassouf: The Arabian Nights Encyclopedia, ABC-Clio, Santa Barbara 2004, S. 82–85.</ref> und kombiniert sie mit Figuren und Motiven aus der ebenfalls aus Tausendundeine Nacht stammenden Geschichte Ali Baba und die vierzig Räuber (ANE 353).<ref>Ulrich Marzolph, Richard van Leeuwen und Hassan Wassouf: The Arabian Nights Encyclopedia, ABC-Clio, Santa Barbara 2004, S. 89–91.</ref> In der ursprünglichen Geschichte ist Cassim (arab. Qassim) der habgierige Bruder Ali Babas, der von den Räubern getötet wird.<ref>Enno Littmann: Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten, Insel Verlag, Frankfurt am Main 1968 (Erstausgabe 1922–1928), Band 2, S. 791–859.</ref>

Sowohl Aladin und die Wunderlampe als auch Ali Baba und die vierzig Räuber gehören nicht zum ursprünglichen Textbestand von Tausendundeine Nacht, sondern wurden vom französischen Übersetzer Antoine Galland nach Erzählungen von Hanna Diyab eingefügt. Die „Hand des Midas“ spielt auf die antike Midas-Sage an, der Untergang der Insel auf Atlantis.

Sprecher

Wie bei den beiden vorherigen Filmen fanden die Synchronisationsarbeiten bei der Berliner Synchron statt. Frank Lenart war erneut für Dialogbuch und -regie verantwortlich, Andreas Hommelsheim für die Musikalische Leitung.<ref>Aladdin und der König der Diebe. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 23. Februar 2018.</ref>

Aladdin Scott Weinger Michael Deffert
… Gesang Brad Kane Cusch Jung
Jago Gilbert Gottfried Michael Pan
Abu Frank Welker
Dschinni Robin Williams Peer Augustinski
Prinzessin Jasmin Linda Larkin Maud Ackermann
… Gesang Liz Callaway Heike Gentsch
Cassim, Aladdins Vater John Rhys-Davies Tilo Schmitz
… Gesang Merwin Foard
Saluk Jerry Orbach Joscha Fischer-Antze
Magisches Orakel CCH Pounder Franziska Pigulla
Sultan Val Bettin Gerry Wolff
Razoul Jim Cummings Wolfgang Kühne

Rezeption

Aladdin und der König der Diebe erhielt – wie die meisten anderen Disney-Videofilme – ein eher schlechtes Presseecho. So erfasst der US-amerikanische Aggregator Rotten Tomatoes nur Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Aladdin und der König der Diebe. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref> wohlwollende Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein. Nichtsdestoweniger wurde der Film bei den Annie Awards 1997 als „Best Home Video Production“ ausgezeichnet.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1001 Nacht (1945) • Aladdin and His Lamp (1952) • Aladins Abenteuer (1961) • Aladins Wunderlampe (1967) • Aladin (1986) • Aladdin (1992) • Dschafars Rückkehr (1994) • Aladdin (Serie, 1994–1995) • Aladdin und der König der Diebe (1996) • Aladdin und der Wunderknabe (1997) • Aladin – Tausendundeiner lacht! (2015) • Aladin – Wunderlampe vs. Armleuchter (2018) • Aladdin (2019) • The Adventures of Aladdin (2019) Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Animations-
filme

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