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Akon (Naturfaser)

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Akon, das auch Asclepiaswolle, Pflanzenseide (engl. silk cotton) oder Calotropis genannt wird, gewinnt man aus den Samenhaaren der Seidenpflanzengewächse Calotropis gigantea und Calotropis procera, aber auch von der Indianer-Seidenpflanze (Asclepias curassavica), ist eine kapokähnliche Naturfaser, die von verschiedenen strauchartig wachsenden oder kleine Bäumchen bildenden Asclepiadasaceen-Arten stammt. Die Fasern werden 10–55 mm lang, haben einen Durchmesser von 35–40 µm, sind hohl und von leicht gelblicher Farbe. Sie besitzen einen seidenartigen Glanz. Diese Fasern erlangten aber keine wirtschaftliche Bedeutung, weil sie infolge fast fehlender Adhäsionsfähigkeit kaum verspinnbar und schwierig zu gewinnen sind.<ref>Alois Kießling, Max Matthes: Textil - Fachwörterbuch. Fachverlag Schiele & Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6, S. 13.</ref> Wegen ihres hohen Luftgehaltes von 70–80 % sind sie als Füllmaterial für Kissen und Schwimmwesten verwendbar.<ref>Dieter Veit: Fasern: Geschichte, Erzeugung, Eigenschaften, Markt. Springer Vieweg, Berlin, 2023, ISBN 978-3-662-64468-3, S. 423.</ref><ref>Anton Schenek: Naturfaser-Lexikon. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-87150-638-9, S. 15.</ref><ref>Hugo Glafey (Hrsg.): Textil-Lexikon – Handwörterbuch der gesamten Textilkunde. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/Berlin 1937, S. 12.</ref> In einer Mitteilung des Botanischen Gartens und Museums Berlin-Dahlem aus dem Jahr 1913 wird die Verwendung der Faser als Ersatzfaserstoff für Baumwolle und Daunen genannt.<ref>E. Ulbrich: Die Kapok liefernden Baumwollbäume der deutschen Kolonien im tropischen Afrika. Notizblatt des Königl. botanischen Gartens und Museums zu Berlin, Band 6, Nr. 51 (25. April 1913), S. 1–34, {{#invoke:JSTOR|f|1=3994556}}{{#if:

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}}.</ref><ref>Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde in Hamburg. Band 19, 1938, S. 41.</ref> Nennenswerte Bedeutung hat die Akonfaser jedoch aufgrund der schwierigen Gewinnung nicht erlangt.

Einzelnachweise

<references />