Akanthusblättrige Eberwurz
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| Akanthusblättrige Eberwurz | ||||||||||||
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| Datei:Carlina acanthifolia.jpg
Akanthusblättrige Eberwurz (Carlina acanthifolia) in den französischen Pyrenäen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Carlina acanthifolia | ||||||||||||
| All. |
Die Akanthusblättrige Eberwurz (Carlina acanthifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eberwurzen (Carlina)<ref name="FloraWeb" /> in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="FloraEuropaea1976" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Akanthusblättrige Eberwurz ist eine distelähnliche, mehrjährige krautige Pflanze.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Ihr unverzweigter Stängel erreicht nur eine Wuchshöhe von bis zu 10 Zentimetern.<ref name="FloraWeb" /><ref name="Lange1996" />
Die grünen Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die bei einer Länge von 10 bis 30 Zentimetern sowie einer Breite von 6 bis 15 Zentimetern etwa bis zur Mitte fiederteiligen Blattspreiten sind wellig, unterseits dichtfilzig und stachelig gezähnt.<ref name="FloraWeb" /><ref name="Lange1996" /> Die Blattunterseite ist dicht filzig behaart.<ref name="FloraWeb" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der körbchenförmige Blütenstand steht einzeln und erreicht einen Durchmesser von 10 bis 15 Zentimetern<ref name="Lange1996" /> oder meist 5 bis 7 (3 bis 8) Zentimetern<ref name="FloraWeb" /> oder 3 bis 7 Zentimetern.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Von den goldgelben Hüllblättern sind die äußeren 25 bis 30 Millimeter lang,<ref name="FloraEuropaea1976" /> die inneren 35 bis 55 Millimeter lang, oberseits gelblich und unterseits bräunlich.<ref name="FloraWeb" /><ref name="Lange1996" /> Der Korbboden ist flach.<ref name="FloraEuropaea1976" /> Die Spreublätter sind am oberen Ende nicht keulig verdickt. Der Blütenkorb enthält viele lilafarbene Röhrenblüten.<ref name="FloraEuropaea1976" /><ref name="FloraWeb" />
Die Achänen sind 5 bis 6 Millimeter lang. Der Pappus ist 20 bis 25 Millimeter lang.<ref name="FloraEuropaea1976" /><ref name="Lange1996" />
Die Chromosomenzahl beträgt x = 10; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 20 vor.<ref name="FloraEuropaea1976" /><ref name="FloraWeb" /><ref name="IPCN" />
Standorte
Carlina acanthifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />All. subsp. acanthifolia gedeiht in Höhenlagen von 500 bis 1800 Metern. Standorte sind hauptsächlich kalkhaltige Trockenrasen.<ref>Jean-Claude Rameau, Dominique Mansion, G. Dumé: Flore forestière française : guide écologique illustré. tome 2: montagnes. IDF Institut pour le développement forestier, 1994, ISBN 978-2-904740-41-1, S. 1179.</ref>
Systematik und Verbreitung
Die Erstveröffentlichung von Carlina acanthifolia erfolgte 1773 durch Carlo Allioni in Auctarium ad Synopsim Methodicam Stirpium Horti Regii Taurinensis. S. 15 adnot. 55.<ref name="Tropicos" />
Carlina acanthifolia ist in Südeuropa von der Iberischen Halbinsel bis zur Balkanhalbinsel und bis Rumänien und die Ukraine verbreitet.<ref name="GRIN" /> In Deutschland ist sie ein lokal eingebürgerter Neophyt.<ref name="GRIN" /> So kommt sie beispielsweise in einem Trockenrasen an der Enz zwischen Mühlhausen und Lomersheim bei Mühlacker in Baden-Württemberg und bei Bamberg in Bayern seit etwa 1970–80 eingebürgert vor.<ref name="Lange1996" />
Die Art Carlina acanthifolia umfasst je nach Autor etwa drei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Carlina acanthifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />All. subsp. acanthifolia: Sie kommt nur in Frankreich und in Italien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Carlina acanthifolia subsp. cynara <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pourr. ex DC.) Arcang.: Sie kommt in Spanien, in Andorra und in Frankreich vor.<ref name="Euro+Med" />
- Carlina acanthifolia subsp. utzka <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hacq.) Meusel & Kästner (Syn.: Carlina utzka <templatestyles src="Person/styles.css" />Hacq., Carlina onopordifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Szafer & al.): Sie kommt auf der Balkanhalbinsel, in Polen, Moldawien und in der Ukraine vor.<ref name="Euro+Med" /> Die Chromosomenzahl dieser Unterart ist auch 2n = 20.<ref name="IPCN" /> Die Bezeichnung der Unterart utzka bezieht sich auf Učka, ein Gebirge in Istrien (italienisch: Monte Maggiore).<ref name="Hegi1987" />
Nutzen
Ebenso wie Carlina acaulis wird auch Carlina acanthifolia als Wetteranzeiger, z. B. zur Voraussage von regnerischem Wetter, genutzt. Eine Erläuterung findet sich unter Wetterdistel.
Literatur
- Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. München 2003, ISBN 3-576-11482-3.
- David Allardice Webb: Carlina L. S. 208–211 In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Cambridge University Press, Cambridge 1964–1980. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). 1976, ISBN 0-521-08717-1. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Carlina acanthifolia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Carlina acanthifolia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Carlina acanthifolia All., Akanthusblättrige Eberwurz. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Datenblatt Carlina acanthifolia. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Lange1996"> Dagmar Lange: Carlina L. S. 222. In: Oskar Sebald et al.: Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. 1. Auflage. Band 6, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-3343-1. </ref> <ref name="FloraEuropaea1976"> David Allardice Webb: Carlina L. S. 208–211 In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Cambridge University Press, Cambridge 1964–1980. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). 1976, ISBN 0-521-08717-1. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Hegi1987"> Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage. Band VI, Teil 3, S. 817. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9. </ref> </references>
Weblinks
- Akanthusblättrige Eberwurz. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Akanthusblättige Golddistel (Carlina acanthifolia All.) – Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Datenblatt bei Flora Europaea.
- Akanthusblättrige Eberwurz Carlina acanthifola – Datenblatt mit Foto bei Botanik im Bild / Flora Europas, 2008.